Adventskalender, Tag 19: Øystein Garnes Brun (Borknagar)

Oystein Brun (Borknagar)

Frage: Wer ist dein Lieblingskomponist aus dem 19. Jahrhundert?

Das ist immer eine schwere Frage, da ich zehn Minuten von Edvard Griegs Sommerhaus in Bergen entfernt wohne. Dort liegt er gemeinsam mit seiner Frau begraben. Ich bin deswegen wohl irgendwie verpflichtet ihn zu erwähnen. Und ganz klar: Edvard Grieg war ein fantastischer Komponist und das Erbe seiner Arbeit gehört zu jedem Norweger wie die Muttermilch. Man wächst mit ihm auf. Allerdings ist er nicht mein Lieblingskomponist. Ich finde die klassische Musik aus dem 16. und 17. Jahrhundert besser und interessanter. Ich muss einfach zwei Stücke erwähnen: Johann Pachelbels Canon & Gigue in D-Dur und Tomaso Albinonis Adagio in G-Moll für Streicher und Orgel. Das letzte Stück ist mein Lieblingsmusikstück aller Zeiten. Aber um auf deine Frage zurückzukommen: Mein Lieblingskomponist aus der erwähnten Zeit ist Sergie Prokofiev, schon alleine wegen seiner Suite Nr 2 fürs Orchester, Opus 64: Montagues und Capulets. Solch ein Musikstück zu komponieren, sollte ihm eigentlich den Nobelpreis in Musik bescheren.

Grundsätzlich war ich schon immer sehr an klassischer Musik interessiert. In meiner Jugend habe ich die bekannteren Komponisten, wie Mozarz, Bach, Vivaldi, Grieg und Orff, gehört. Aber seit meinem zwanzigsten Lebensjahr arbeitete ich jahrelang Nachtschichten. Dort lernte ich einern Kollegen kennen, dessen ganzes Leben nur aus klassischer Musik bestand. Er führte mich an die undergroundigeren Sachen der klassischen Musik heran. Dort lernte ich schließlich Prokofievs Musik kennen.

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