Adventskalender, Tag 24: DIE METAL-MIRROR-CREW

Frage: Was ist dein ganz persönlicher Weihnachts-Soundtrack?

Dorian Gorr: Bei mir kommt in der Weihnachtszeit nur eine Band in den Player: Die Roten Rosen mit ihrem Album “Wir warten aufs Christkind”. Das Album besitze ich schon seit dem Tag, an dem es herauskam. Seitdem erfüllt es immer ab Mitte Dezember seinen Dienst. Nach dem ersten Durchlauf bin ich sofort in Feiertagsstimmung, denke an gutes Essen, Alkohol und Faulenzen auf der Couch. Ich glaube, es wird gerade Zeit für eine weitere Runde “Weihnachtsmann vom Dach”.

Jenny Bombeck: Dank Dorian werde ich wohl auf ewig Weihnachten mit den Roten Rosen verbinden. Der hat mich irgendwann mit denen infiziert, weil das bei dem immer auf Dauerrotation läuft. Ansonsten lasse ich mich auch gerne mit etwas poppigeren Songs beschallen. Die Backstreet Boys erinnern mich mit “Christmas Time” einfach an meine Jugend. Ja, ich weiß wie untrue. Aber Weihnachten muss nunmal cheesy sein.

David Dankert: Einen speziellen Weihnachts-Soundtrack habe ich gar nicht, da ich Weihnachten an sich nicht als so große Sache ansehe, wie vielleicht andere. Allerdings hat es sich irgendwie eingebürgert, dass ich im Winter vermehrt Bands wie Dissection, Watain, Necrophobic oder Unanimated höre, da die mehr zu meiner Stimmung und auch der Kälte draußen passen.

Elvis Dolff: “Süßer die Pocken nie klingen” – so klingt entweder der Ohrwurm des 13-Jährigen beim Pickelausdrücken oder die Weihnachtshymne von den pestjahresverrückten 1349. Der wirkliche Weihnachtsmusiker bleibt allerdings Mr. Sinatra. Über diesen hinaus können die Hosen mit Ihrem RoteRosen-Album immer wieder Nostalgie erwecken. Metallisch punkten hier King Diamond oder Tankard, aber auch Pagan-Bands fürs besinnliche Stündlein unter Yggdrasils Verwandten.

Miriam Görge: Mein persönlicher Weihnachtssoundtrack ist nicht sehr speziell. Ich finde vielerlei Musik inspirierend und brauche kein spezielles Kalenderfest. Was allerdings jedes Jahr dran kommt, ist das Weihnachtsoratorium von Bach. Das ist wunderschön. Weniger schön sind Wham, Melanie Thornton und alles andere, was sich im Radio Weihnachtskulthit nennt und rauf und runter gespielt wird. Ich höre also im Advent alles außer Weihnachtslieder!

Marcel Reefmann: Mein Musikgeschmack ändert sich zu Weihnachten nicht, deshalb gibt es auch keinen besonderen Weihnachtssoundtrack. Da könnte ja sonst jedes Event kommen und einen besonderen Soundtrack einfordern, meine alltägliche Musik ist Grund genug für mich abzugehen – scheiß auf “Besinnlichkeit”.

Jonathan Geschwill: Weihnachten setzt sich in musikalischer Hinsicht für mich aus zwei Dingen zusammen: Zum einen ruhige und besinnliche Stücke und zum anderen bombastische Lieder. Bester Vertreter ist für mich deshalb Avantasia, die es schaffen, auf ihren Alben eine gute Mischung aus beidem zu bieten. Vom aktuellsten Werk ist der Song “Runaway Train” ein passendes Beispiel dafür. Stellt euch dazu doch nur mal so Weihnachtsglocken-Gebimmel vor.

Heiko Lüker: Mein Weihnachtssoundtrack setzt sich, passend zur Jahreszeit, zusammen aus Post-Black-Metal (Alcest, Lantlôs, Altar Of Plagues, Wolves In The Throne Room) und Doom-Death (Swallow The Sun, Mar De Grises, alte Katatonia). Es lebe die Melancholie!

Carolin Teubert: Auch wenn die Inhalte der Songs nicht gerade zum Weihnachtszauber passen, so wäre ein Soundtrack für jene Zeit das Album “Melancholie” von Coldworld. Für mich bedeutet Weihnachten: Schneespaziergänge, vereinzelt Lichter und nur im kleinen Kreis von Freunden zu sein, fernab von jedem Stress. Songs wie “Tortured By Solitude” und “Winterreise” ergänzen musikalisch die Stimmung und dürfen derzeit in meinem Player nicht fehlen

Christoph Sperber: “Oft tauchen rote Kugeln aus Geästen, Die langer Schneefall sanft und schwarz verschneit. Der Priester gibt dem Toten das Geleit. Die Nächte sind erfüllt von Maskenfesten. Dann streichen übers Dorf zerzauste Krähen; In Büchern stehen Märchen wunderbar. Ans Fenster flattert eines Greisen Haar. Dämonen durch die kranke Seele gehen” – Georg Trakl – Wintergang in a-Moll

Benjamin Gorr: Bei einem winterlichen Soundtrack wüsste ich nicht, wo ich anfangen soll, aber bei Weihnachten fällt mir nur eine Platte ein: “Die Roten Rosen – Wir Warten Auf’s Christkind”. Diese Platte befindet sich seit Erscheinen in meinem Besitz und zusammen mit “Commandos” (das Computerspiel) könnte ich selbst bei 36 Grad in der Wüste weihnachtlichen Spirit aufkommen lassen. Es geht kein Jahr Weihnachten ohne!

Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und rockende Feiertage wünscht die METAL-MIRROR-Crew!

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