Adventskalender, Tag 7: Gerrit P. Mutz (Sacred Steel)

Gerrit (Sacred Steel)

Frage: Was sind die sieben Todsünden, die eine Metal-Band begehen kann?

1. Einen Sänger mit Glatze und Brille zu beschäftigen: das schränkt den Zuspruch der weiblichen Hörerschaft gewaltig ein und ist nur bedingt sexy.

2. Zu versuchen, unverfroren Death-Metal-Songs als True-Metal-Songs zu verkaufen. Das nehmen einem nicht einmal die Die-Hard-Fans ab und suchen letztendlich das Weite.

3. Jahrelang nicht zu touren oder live zu spielen, um sich dann fast aufzulösen, um dann doch irgendwie mit umgekrempelten Line-Up weiter zu machen: Und schon hat man komplett den Anschluss verpasst und ist weg vom Fenster!

4. Von einem etablierten Riesen-Label zu einem Kreisklasse-Label zu wechseln, da man kurzfristig meint, nur dort die nötige Super-Duper-Tour ermöglicht zu bekommen, um später pleite und desillusioniert einzusehen, dass die exorbitant teure Tour für’n Arsch war und man jetzt die Suppe auslöffeln muss.

5. Das Songwriting kurzerhand nahezu vollständig in die Hände eines zugezogenen Ex-Roadies zu legen, der mit klassischen Versatzstücken und Stakkato-Riff-Gewittern auch noch die letzten Old-School-Headbanger vertreibt.

6. Permanent und penetrant VIEL erfolgreichere Bands wie HammerFall oder Metallica zu dissen, um auch garantierten JEDEN eventuellen Neu-Fan gleich im Vorfeld zu vergrätzen.

7. Bei jedem noch so bescheuerten “Ich-frag-dich-mal-kurz-eine-Frage”-Spielchen für Internet-Foren mitzumachen, um sich als humorvoll darzustellen und verlorene Credibility wieder zu gewinnen. Armselig.

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