Archiv für den Monat März 2012

Die Samstags-Kolumne: Same procedure as every friday, Mister DJ!

Kolumne von Jenny Bombeck

Die Autorin schreibt seit sieben Jahren beim Metal Mirror und ist stellvertretende Herausgeberin des Magazins.

Eigentlich ist es an sich schon schwer genug, einen geeigneten Club für das Rock- und Metallerherz zu finden, in dem man sich am Wochenende die Seele aus dem Leib tanzen kann. Hat man schließlich einen gefunden, der einem zusagt und der eine gesunde Mischung Rock Classics und Metal-Helden bietet, mutiert man schnell zum Stammgast.

Während man zu Beginn noch höchst euphorisch zu Evergreens wie Guns’n'Roses’ „Paradise City“ oder Black Sabbaths „Paranoid“ abgeht, lässt dieses Gefühl nach ein paar Wochen etwas nach. Dieses Gefühl wie beim ersten Mal beziehungsweise Besuch wird man mit der Zeit nur noch selten empfinden. Dieses Gefühl, als man die ach so geliebten Songs endlich in der Öffentlichkeit auf voller Lautstärke hört und jede Textzeile lautstark und wie in Trance mitsingt. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich und doch so vergänglich.

Mit jedem weiteren Besuch des Rockclubs schwindet diese musikalische Ekstase und Gewohnheit kommt an das Nachtlicht. Wie konnte das passieren? Warum schütten KISS mit „I Was Made For Loving You“ keine Tonnen an Glücksendorphinen mehr aus?

Wenn man einen Schuldigen suchen möchte, so könnte man den DJ an den Pranger stellen. Denn diese haben die Eigenschaft, die immer gleichen Songs von den immer gleichen Bands zu spielen. Nach einiger Zeit kann sogar das geschulte Stammgast-Ohr die Playlist voraussagen: Nach den Ärzten folgen stets die Toten Hosen und nach Limp Bizkit folgen Linkin Park. Natürlich mit dem Song „In The End“. The Doors haben ein ganzes Repertoire an großartigen Songs. Doch was wird jeden Freitag gespielt? Natürlich „Break On Through“!

Da wünscht man sich die ein oder andere Abwechslung, jedoch wird diese sich meist vergeblich gewünscht. Es sei denn man penetriert den Discjockey solange, bis er genervt aufgibt oder man ist per Du und kennt sich.

Woran liegt das? Die wahren Musikliebhaber sind doch in ihrer Freizeit unaufhaltsam auf der Suche nach neuen Songs und musikalischen Entdeckungen. Diese Vorliebe scheint wie weggefegt, wenn es ums Feiern und Spaß haben geht. Plötzlich mutiert man zum Spießer und will seine seit Jahrzehnten heißgeliebten Evergreens hören und wehe es kommt etwas anderes auf den Tisch. Die Partymeute will schließlich auch noch im Bierbenebelten Zustand die Lieblinge lautstark wie im Schlaf mitgröhlen können.

Das Risiko, dass die Tanzfläche leer bleibt, wenn man neue und ungewöhnliche Songs spielt, ist einfach zu groß.

Und auch wenn Mötley Crües „Girls Girls Girls“ zum hundertsten Mal gespielt wird, werde ich trotzdem auf der Tanzfläche stehen. Auch wenn das unbeschreibliche Gefühl nicht mehr so doll kribbelt. Dies ist wohl das Schicksal eines Stammgastes.

In dem Sinne: Party On Wayne!

Feuer frei: Die Metalnews des Tages – 27. März 2012

1. Tony Iommi geht es nach angefangener Strahlentherapie besser

Der Black-Sabbath-Riffgott befindet sich nach Beginn der Strahlentherapie wohl auf dem Weg der Besserung.

2. 3 Inches Of Blood zeigen dritte Webisode

Die kanadischen Metal-Freaks haben die dritte Webisode zu “Long Live Heavy Metal” online gestellt

3. Saint Vitus stehen jetzt bei Season Of Mist unter Vertrag

Die Doom-Legende wird Ende April ihr neues Album über das französische Label herausbringen.

4. Marduk stellen ersten Song online

Als erstes darf man sich “M.A.M.M.O.N.” vom kommenden Album “Serpent Sermon” anhören.

5. Stehen bei Sabaton Line-Up-Änderungen an?

Die Gerüchteküche brodelt: Bleiben nur zwei derzeitige Sabaton-Mitglieder im Boot?

Feuer frei: Die Metalnews des Tages – 21. März 2012

1. HammerFall machen Pause

Noch während das 15. Jubiläum des “Glory To The Brave”-Albums kündigt HammerFall an, sich unmittelbar nach den diesjährigen Sommerfestivals eine ausgedehnte Pause zu genehmigen.

“Es waren unglaubliche 15 Jahre”, äußert sich Gitarrist Oscar Dronjak, “und nun werden wir für eine Weile pausieren, um sicherzustellen, dass uns weitere 15 Jahre bevorstehen.”

Es wird 2013 keinerlei HammerFall-Aktivitäten geben, doch die Band verspricht, im Folgejahr mit voller Kraft zurückzukehren.

“Der Plan ist, das freie Jahr dafür zu nutzen, unsere Batterien wiederaufzuladen, um uns 2014 vitaler denn je mit einem neuen Album zurückzumelden”, erläutert Sänger Joacim Cans.

2. Kreator enthüllen Coverartwork

Die deutschen Thrash-Ikonen Kreator haben das Cover der Limited Edition ihres kommenden Albums „Phantom Antichrist“ enthüllt.

3. Decapitated präsentieren Video-Clip

Decapitated präsentieren euch ihren brandneuen Videoclip zum Song „Pest“.

4. Slash: Neuer Studioreport

Gitarrenlegende Slash hat ein weiteres Studio-Video zu seinem kommenden Solo-Album “Apocalyptic Love” veröffentlicht.

 

 

Feuer frei: Die Metalnews des Tages – 20. März 2012

1. Ministry veröffentlichen Video-Clip

Die Industrial Metaller von Ministry haben mit “99 Percenters” ihren brandneuen Videoclip veröffentlicht.

2. Marilyn Manson im Duett mit Johnny Depp

Laut “MTV News” haben sich Schauspieler und Hobby-Rocker Johnny Depp und Schockrocker Marilyn Manson zusammengetan, um eine Coverversion von Carly Simons Hit von 1972, “You’re So Vain”, für das kommende, bereits achte Studio-Album, “Born Villain”, das Anfang Mai 2012 veröffentlicht werden soll.
Depp hat sowohl Leadgitarre, als auch Drums bei dem Track gespielt und Mrs. Manson hat erwartungsgemäß den Gesang, aber auch die zweite Gitarre, übernommen.

3. Rock Hard Festival: Line-Up steht

Die deutschen Thrasher Deathfist und RAM, die “schwedische Antwort auf JUDAS PRIEST”, komplettieren das Rock Hard Festival, das vom 25. bis 27. Mai 2012 im Amphitheater in Gelsenkirchen über die Bühne gehen wird. Während die Campingtickets bereits restlos vergriffen sind, ist das Kartenkontingent fürs eigentliche Festival noch nicht erschöpft.

4. Crystal Viper veröffentlichen Digital-Single vorab

Um die Wartezeit auf das neue Crystal-Viper-Album „Crimen Excepta“ etwas zu verkürzen, wird der vorab schon
online verfügbare Song „Witch’s Mark“ am 30. März 2012 als digitale Single erscheinen.
Kleines Extra für alle Fans: neben dem Titelsong ist mit „The Banshee“ ein bisher unveröffentlichter Bonustrack enthalten.

Das „Crimen Excepta“ Album wird am 27. April 2012 als CD  und Vinyl via AFM veröffentlicht.

Die Samstags-Kolumne: Ich bin meine eigene Randgruppe!

Die Kolumnistin: Miriam Görge ist seit Jahren feste Redakteurin beim METAL MIRROR und dort verantwortlich für alles Melodische.

Soziale Randgruppen sind in jeder Gesellschaft eine ernstzunehmende Problematik. Da dieses Faktum den meisten Menschen jedoch ohnehin bekannt ist, möchte ich mich dem Thema heute mal mit einem Augenzwinkern nähern und einen kleinen Einblick in den alltäglichen Wahnsinn der Metal-Mirror-Redaktion gewähren.

Strenggenommen ist der gemeine Metalhead an sich Teil einer Randgruppe. Trotz stetem Bemühen in der Öffentlichkeit modisch sämtliche Nuancen der Farbe Schwarz zur Schau zu stellen, wird man in der breiten Masse schnell zum Paradiesvogel. Während man im öffentlichen Nahverkehr, im Hörsaal der Universität oder am Arbeitsplatz schnell Prädikate wie „langhaariger Bombenleger“ oder ähnlich schlecht recherchierte Stigmata einheimst, merkt man spätestens auf dem nächsten Konzert oder Festival, dass man eine verdammt große Randgruppe ist. Wenigstens ist im inneren Kreis die Welt in Ordnung und die Bande der Freundschaft funktionieren über sämtliche Genre-Grenzen hinaus…oder etwa nicht?

Diese Frage führt mich ohne Umschweife in unsere Mirror-Redaktion und zu einem erschütternden, da so unglaublich wahren Statement: Hier bin ich meine eigene Randgruppe. Während der ein oder andere Kollege ungestraft Orgasmus-ähnliche Anwandlungen ob der Neuanschaffung des x-ten Bootlegs der x²ten Hammerfall-Scheibe bekommt, Hair-Metal-Bands nur dann ohne Spott konsumiert werden dürfen, wenn sie Twisted Sister heißen und der Chef höchstpersönlich sie für gut befunden hat und jede noch so bratzige, von den Kollegen liebevoll Frontelse genannte, Gothic-Sängerin immerhin gut genug für so manch einen feuchten Traum ist, wird beispielsweise meine, ich finde übrigens absolut nachvollziehbare, Schwärmerei für einen gewissen Sänger namens Tobias Sammet bei jeder sich bietenden Gelegenheit belächelt. Ganz zu schweigen von Dorians sehr beliebter „Was bitte findest du an dem Typen heiß“-Frage im ICQ, die bisher noch auf jeden von mir geäußerten Namen folgte. Mobbing am Arbeitsplatz würde man so etwas in gesitteten Verhältnissen nennen!

Aber: Unsere Redaktion ist vieles, gesittet gehört meiner Ansicht nach jedoch nicht dazu. Und das ist auch gut so. Sicher, als Melodie-Fetischistin und Power-Metal-Beauftragte hat man es musikalisch im Kreuzfeuer nicht unbedingt leicht. So manch eine Empörungsemail verließ meinen Postausgang in Richtung des Kollegiums mit der Vermutung, die zur Bewertung stehenden Platten seien ein persönlicher Affront gegen mich. Während die übrigen Verantwortlichen damit beschäftigt sind, irgendeine Grindcore-Platte abzufeiern, brüte ich indes über der Findung des x-ten Synonyms für das Wort „Krach“, Monat für Monat. Im CD-Verteiler habe ich sogar schon mein eigenes Genre, denn alles was die anderen blöd finden, heißt Miri-Kram (was nüchtern betrachtet sogar eine viel einfachere Kategorisierung ist als Thrash-Black-Death-Grind-Metalcore oder ähnliche musikalische Ausgeburten). Doch lasse ich mich deshalb bekehren? Mitnichten! Wenn ich ehrlich bin, finde ich es unglaublich toll, meine eigene Randgruppe innerhalb der Redaktion zu sein. Denn wie so vieles, ist auch mein Standpunkt nur eine Frage der Perspektive – Und aus meinem Blickwinkel klingt mein Stigma ziemlich gefällig: Außerordentlich guter Musikgeschmack! So werde ich auch weiterhin genüsslich Napalm Death und Konsorten ihren Punkteschnitt im Kreuzfeuer versauen, vom Großteil der Redaktion als langweilig abgestempelten Power-Metal Bands mit Freuden zwei Doppelseiten im Magazin widmen und Dorian mit meinen berüchtigten Krach-Metal-Kommentaren den ein oder anderen O-Ton bescheren. Und die Hoffnung, dass ich mit meiner Liebe zu Melodie und Kitsch nicht ganz alleine darstehe gebe ich schon gar nicht auf! Es wäre doch auch tierisch langweilig, wären wir alle immer der gleichen Meinung, oder?

Feuer frei: Die Metalnews des Tages – 14. März 2012

1. Europe zeigen Studio-Report

Die schwedischen Hard-Rocker Europe haben ein Video veröffentlicht, das sie bei der Arbeit zu ihrem kommenden Album “Bag Of Bones” zeigt. Das Album wird ab dem 27. April erhältlich sein.

2. Mortal Sin haben neuen Sänger

Nachdem Mat Maurer jüngst seinen Posten als Sänger bei den australischen Thrash Metaller Mortal Sin aufgab, hat die Truppe nun mit Dave Tinelt einen neuen Frontmann gefunden.

Die Band kommentiert:
“Wir sind so glücklich, Dave in unserer Familie willkommen zu heißen. Er ist ein toller Sänger und überhaupt ein cooler Kerl. Dave wird das Feuer neu entzünden und uns allen eine gehörige Dosis Adrenalin verabreichen. Die nächste Platte wird dort weitermachen, wo wir mit ‘Psychology Of Death’ aufgehört haben. Sie wird härter und schneller werden und an dieser Stelle könnt Ihr gleich noch alle anderen klischeebeladenen Adjektive, die Euch so einfallen, einsetzen! Im Ernst: Wir können es kaum erwarten, mit Dave aufzunehmen.”

3. Lillian Axe veröffentlichen neues Video

Die amerikanischen Rocker Lillian Axe haben mit “Caged In” ein neues Video veröffentlicht. Der zugehörige Song stammt von ihrem aktuellen Album “XI: The Days Before Tomorrow”, das jüngst via AFM Records erschienen ist.

4. Nitrogods veröffentlichen Video

Die um Gitarrist Henny Wolter (Thunderhead, Primal Fear, Sinner) formierten Rocker Nitrogods haben mit “Zombietrain” ein neues Video ins Netz gestellt. Der Song stammt von ihrem selbstbetitelten Debüt, das im Februar via SPV/Steamhammer erschienen ist.

5. God Forbid bieten Schmankerl an

God Forbid  haben einen Teaser zu ihrem kommenden Video “Where We Come From” veröffentlicht.

Feuer frei: Die Metalnews des Tages – 13. März 2012

Interview mit Paul Mazurkiewicz (Cannibal Corpse)1. Cannibal Corpse präsentieren neues Video

“Encased In Concrete”, das neue Video der Florida-Death-Metal-Veteranen Cannibal Corpse kann jetzt betrachtet werden.

2. KISS eröffnen Mini-Golf-Platz

Am kommenden Donnerstag, den 15. März 2012, wird in Las Vegas der erste offizielle KISS-Minigolf-Platz eröffnen!
Alle vier Bandmitglieder werden persönlich anwesend sein und über den schwarzen Teppich laufen.

3. 3 Inches Of Blood: Studio-Report Teil 2

3 Inches Of Blood haben den zweiten Teil des Making-Ofs zu „Long Live Heavy Metal“ aus dem Studio veröffentlicht.

4. Orphaned Land erhalten Friedenspreis

Orphaned Land haben den “Friendship And Peace Award” der türkischen Regierung erhalten, nachdem sie diverse Gigs in der Türkei gespielt hatten, obwohl beide Länder aktuell keine diplomatischen Beziehungen unterhalten.

5.Children Of Bodom feiern Jubiläum

Die finnischen Melodic Death Metaller Children Of Bodom um Saitenhexer Alexi Laiho werden in diesem Jahr satte 15 Jahre alt. Zum Anlass dieses Termins veröffentlicht  die Band in Zusammenarbeit mit Spinefarm Records und Universal eine CD plus DVD unter dem Titel “Children of Bodom – Holiday At Lake Bodom: 15 Years Of Wasted Youth” am 18 Mai. Auf der DVD wird es eine 30-minütige Tour-Dokumentation und das Video zum Song “Shovel Knockout” vom aktuellen Album “Relentless Reckless Forever” zu sehen geben. Zudem finden sich zwei neue Tracks auf der Jubiläums-CD (“I´m Shipping Out To Boston” und “Jessie´s Girl”), die beide Cover sind. Hier die Songauswahl:

1. Hate Crew Deathroll 03:34
2. Shovel Knockout 04:03
3. Hate Me 04:45
4. Everytime I Die 04:01
5. Needled 24/7 04:10
6. I’m Shipping out to Boston (Dropkick Murphy’s cover) 2.50
7. Sixpounder 03:24
8. Warheart 04:07
9. Roundtrip to Hell and Back 03:48
10. Trashed, Lost & Strungout 04:02
11. Living Dead Beat 05:18
12. Deadnight Warrior 03:22
13. Blooddrunk 04:05
14. Follow The Reaper 0:03:47
15. Are You Dead Yet? 03:55
16. Silent Night, Bodom Night 03:13
17. Jessie’s Girl (Cover) 2.58
18. In Your Face 04:16
19. Angels Dont Kill 05:14
20. Downfall 04:34

Feuer frei: Die Metalnews des Tages – 12. März 2012

Interview mit Tankard | Gerre1. Tankard nehmen neues Album auf

Das Frankfurter Thrash-Metal-Urgestein Tankard hat am heutigen Montag das Studio in Buchen im Odenwald geentert. Gemeinsam mit Produzent Michael Mainx (Onkelz, der W, Disbelief, D-A-D) wird die Truppe den Soundtrack zum 30jährigen Bandjubiläum einspielen. Das Album wird außerdem das Debüt beim neuen Label Nuclear Blast.

2. Mnemic verkünden Albentitel

Die dänischen Modern Metaller Mnemic haben kürzlich die Aufnahmen in den Antfarm-Studios in Aabyhøj, Dänemark abgeschlossen und können nun brandheiße Neuigkeiten bezüglich ihres anstehenden fünften Studioalbums teilen.

3. Insolvenzanmeldung des Twilight-Vertriebs

Gegen den “twilight-Vertrieb GbR” mit Sitz in Lübeck wurde ein Insolvenzverfahren angeordnet. Der Twilight-Vertrieb mit Sitz in Lübeck ist ein weltweiter Vertrieb mit Schwerpunkt in Deutschland, der eine Vielzahl von Tonträgern im Metal-Bereich vertreibt und im Ausland zumeist mit Partner-Vertrieben zusammenarbeit.

Angeschlossen an den twilight-Vertrieb sind die Plattenfirmen twilight & twilight zone, über die Alben vielversprechender Newcomer, aber auch bereits etablierter Bands veröffentlicht werden.

4. Six Feet Under auf  Tour

Six Feet Under kehren mit ihrem neuen Studioalbum, “Undead”, im Mai 2012 auf die Bildfläche zurück.
In Verbindung mit dem Albumrelease wird die Band im August die europäischen Festival- und Clubbühnen zerstören.

5. Guns Of Moropolis: Gratis-Track

Die Metalbilly-Rocker werden im Herbst das Nachfolge-Album zu ihrem Debut, “In Dynamite We Trust”, veröffentlichen.
Im Moment hat sich die Band im Proberaum eingeschlossen, um an neuen Songs zu feilen.
Um die Wartezeit auf das neue Album zu verkürzen und um ihren Fans zu danken, haben sie den bisher unveröffentlichten Song “Electric Eddie” als kostenlosen Download online gestellt.
 

 

Die Samstags-Kolumne: Musik, die sich hinter Brüsten versteckt?

Kolumne von Dorian Gorr

Der Kolumnist: Dorian Gorr ist seit 2004 Herausgeber vom Online-Magazin METAL MIRROR.

Diese Woche war ja mal wieder internationaler Frauentag. Ein Tag um ein Bewusstsein für die Frauen dieser Welt zu schaffen. Und vor allem ein Tag, der in meinen Augen ziemlich unsinnig zelebriert wird (darüber habe hier ausführlich geschrieben). Eigentlich ist dieser Tag ein wunderbarer Anlass, um auch einen Blick auf die Macho-Bastion der Musik zu werfen – die Metal-Szene.

Dabei soll es heute mal nicht um die weiblichen Fans gehen, die ja meist in der Unterzahl sind. Auch nicht um peinliche Förderprogramme wie irgendwelche Girls-Rock-Camps, mit denen man dafür sorgen möchte, dass die Quote auch in Metal- und Rock-Fankreisen stimmt. Nein, ich möchte heute einen Blick auf die weiblich angeführten Bands und genauer: auf deren Genrebezeichnung werfen. In jüngerer Vergangenheit fällt mir nämlich vermehrt auf, dass man Metal, der von Frauenstimmen vorangetrieben wird, als eigenständiges Genre zu etablieren versucht. Mit “man” sind in dem Fall die Labels und Promoter gemeint, die – so befürchte ich – diese Etablierung für einen taktischen Supercoup halten.

Und deswegen kriege ich häufiger und häufiger Post auf den Schreibtisch, bei der ich ins Stutzen komme, wenn ich einen Blick auf den beiliegenden Promozettel werfe. Da steht dann so etwas wie “Genre: Female fronted”. Verwunderung. Was soll das denn bitte für eine Stilrichtung sein?

Natürlich ist mir klar, welche Form von Musik man mit dem Genre “Female fronted” vermarktet. Das sind die Nightwish-Klone, die Möchtegern-Within-Temptations, die oft (auch von mir) abwertend Elsenbands genannten Truppen, die ein Power- oder Gothic-Metal-Fundament verwenden, jede Menge symphonische Elemente dazupacken und das ganze dann von einer mal mehr, mal weniger talentierten Pseudo-Opernsängerin veredeln. So klingt also “Female fronted”.

Mich stört diese Genrebezeichnung, die letztlich nichts anderes als ein purer Sexismus der Musikbranche ist, denn sie legt die Rolle der Frau in der Musik sehr starr fest. Female fronted heißt doch eigentlich nichts anderes, als dass die Fronterin weiblich ist. Punkt. Mehr Aussage hat der Terminus nicht. Allerdings führt uns dieser synthetische Genre-Begriff in die Irre. “Frau an der Front? Muss kitschiger Gothic Metal sein.” Das ist die Heuristik, die durch diesen Marketing-Schachzug geschaffen wird. Außer Acht gelassen wird dabei, dass es etliche Bands mit Frauen an der Front gibt, die kein normaler Metaller jemals mit “Female fronted” gleichsetzen würde. Sind Arch Enemy female fronted? Oder Holy Moses? Wortwörtlich ja. Musikalisch würde die da aber niemand verorten. Selbst eine Band wie wie von mir abgöttisch verehrten The Devil’s Blood, bei der die Sängerin nicht rumbrüllt, sondern durch ihre klare Stimme begeistert, könnte man nicht ohne Bauchschmerzen mit dem Etikett “Female fronted” behaften.

Was soll das also? Kann man Gothic Metal nicht einfach auch als diesen brandmarken? Sind die Brüste an der Front ein so wesentliches Merkmal des Stils, dass man diese gleich mit ins Genre packen muss? Verkauft sich Musik, bei der man von Anfang an klar macht, dass da jemand mit weiblichem Geschlecht singt, besser? Ist es in den Augen dieser Leute etwas so besonderes, dass da eine Frau bei einer Metal-Band singt? Viele Fragen. Keine Antworten. Nur eine Theorie meinerseits: Wer sich hinter diesem Etikett versteckt, will vermutlich eh nur über die mittelmäßig bis unterdurchschnittliche Musik hinwegtäuschen und schiebt deswegen die Brüste in den Vordergrund. Aber wen lenkt das schon von dem langweiligen Hörerlebnis ab? Mich jedenfalls nicht. Also: Schafft diesen Unfug bitte unverzüglich wieder ab. Danke.

Feuer frei: Die Metalnews des Tages – 9. März 2012

Die Apokalyptischen Reiter1. Die Apokalyptischen Reiter verteilen die Neuauflage ihrer Demo

Die Original-Demo der Apokalyptischen Reiter ist rar und vergriffen. Jetzt wurde eine Neuauflage angefertigt. Alle Besucher einer der Shows der kommenden Europatour werden diese CD als kostenlose Beigabe geschenkt bekommen – natürlich nur solange der Vorrat reicht!

2. Nifelheim spielen auf dem PartySan

Freude für alle Black-Thrasher. Nifelheim, die Rumpelcombo um die beiden schwedischen Zwillinge Tyrant und Hellbutcher, wird auf dem diesjährigen PartySan Open Air am Start sein. Außerdem neu bestätigt: Assaulter und Obscure Infinity.

3. Grand Magus unterschreiben bei Nuclear Blast

Die Doom-Rocker Grand Magus haben einen Vertrag mit Nuclear Blast unterschrieben. Das nächste Album der Band wird „The Hunt“ heißen und soll im Frühling erscheinen.

4. Nile geben den Titel ihres kommenden Albums bekannt

Die Brutal-Deather werden im zweiten Quartal ihre neue Scheibe unter dem Namen „At The Gate Of Sethu“ veröffentlichen.

5. Fear Factory touren vorerst ohne Gene Hoglan

Schlagzeugwirbelwind Gene Hoglan hat angegeben, dass er bei den nächsten Shows von Fear Factory nicht auf dem Trommler-Schemel sitzen wird, da er „interessante Dinge“ zu tun hat. Worum es sich dabei handelt, werde man früh genug erfahren.