METAL MIRROR #70

Cover von METAL MIRROR #70 - Stone Sour, Black Light Burns, Papa Roach, Kamelot, Sabaton, Trail Of Dead, Metal-Shirt, Rock Science

Editorial: Plötzlich wieder Teenager

Die großen Heroen des New Metals drücken sich diesen Monat die Klinke in die Hand. Jene Bands, die ganze Generationen an heutigen Heavy-Metal-Fans erst auf den Geschmack harter Gitarren brachten. Slipknot, Papa Roach, Limp Bizkit… welcher Rock-Fan in seinen Zwanzigern hat nicht wenigstens eine kurze Phase lang solche Bands gehört? Dankbar muss man vor allem für jene sein, die nicht schon früher mit Led Zeppelin und Black Sabbath sozialisiert wurden, sondern erst dadurch Gefallen an härterer Musik fanden. Der Verdienst ist groß, denn sie bescherten Bands anderer Genres eine Fülle an Fans, die den Heavy Metal lebendig halten. Zu den bedeutendsten Musikern dieser Zeit gehört zweifellos Corey Taylor, den wir anlässlich des neuen Albums von Stone Sour interviewten. Limp-Bizkit-Basser Wes Borland wandelt derweil auf Pfaden abseits seiner Hauptband. Wir sprachen mit dem Paradiesvogel trotzdem auch über die New-Metal-Stars. Das Triple machen Papa Roach voll, deren Song „Last Resort“ Rock-Fans auf der ganzen Welt mitsingen können. Wir unterhielten uns mit der Band über den einen Hit. Weitere Interviews der Ausgabe: Sabaton, die wir auf Tour besuchten, Kamelot, deren neuen Sänger wir vorstellen, und Trail Of Dead, die ihre kriminelle Vergangenheit offenlegen.

Hinweisen möchte ich außerdem auf unsere zwölfteilige Serie „Shirt Happens!“, die wir mit dieser Ausgabe starten. Der Fokus liegt dabei auf des Metallers besten Freund: Dem Bandshirt. Lasst euch überraschen, was die Serie alles bieten wird.

Weg mit der Maske!

Interview mit Corey Taylor, Stone Sour

Seitdem sich Slipknot mehr und mehr auseinander gelebt haben, trumpft Sänger Corey Taylor mit seiner Zweitband Stone Sour so richtig auf. Teil des Spaßes kommt vor allem daher, weil er sich dort nicht länger verstellen muss. Die sichtbare Maske ist schon vor langer Zeit gefallen, mittlerweile hat er aber auch die unsichtbare Maske abgelegt und zeigt sich als die Person, die er ist: ein selbstbewusstes Alphatier. Nur eben herzlich. Ein Besuch beim Sänger in einer Fünf-Sterne-Suite.

Die Craziness kehrt zurück

Mit so viel Offenheit war nicht zu rechnen: Eigentlich war das Interview mit Bassisten-Paradiesvogel Wes Borland anlässlich der Veröffentlichung seiner neuen Platte „The Moment You Realize You‘re Going To Fall“ angesetzt. Doch aus dem Gespräch über seine Band Black Light Burns entwickelte sich ein tiefgehendes Interview, in dem Wes Aufschluss über Limp Bizkit, Marilyn Manson, Rausschmisse und Drogenmissbrauch anderer Musikerkollegen gibt.

“Deshalb spielst du bei Nickelback!”

Interview mit Tobin und Jerry, Papa Roach

„Cut my life into pieces, this is my last resort. Suffocation, no breathing, don‘t give a fuck if I cut my arm bleading.“ Jeder kennt diese Zeilen. „Last Resort“ ist einer dieser Songs, der auf jeder Rockparty läuft. Den jeder mitsingt, vom Metaller bis zum HipHopper. Das „Smoke On The Water“ späterer Generationen. Solch einen Song schreibt eine Band wenn überhaupt nur einmal in ihrer Karriere. Papa Roach werden bis in alle Ewigkeit mit ihrem Hit verbunden werden. Was die Disco-Rocker nicht wissen: Die Band hat auch andere Songs. Und viele von denen klingen völlig anders. Das beweist die Band jetzt erneut mit dem neuen Album „The Connection“. Darauf zu hören: New Rock mit elektronischer Schlagseite. Diese Songs werden niemals „Last Resort“ als das repräsentative Papa-Roach-Stück verdrängen. Ist ein Hit Segen oder Fluch? Ein Interview mit Bassist Tobin Esperance und Gitarrist Jerry Horton.

Lächelnd in die Schlacht

Noch in Ausgabe #67 sorgten widrige Umstände, wie etwa miserable Telefonleitungen, dafür, dass Sabaton uns einige Antworten, zum Beispiel zum brisanten Thema Personalwechsel, schuldig blieben. Da wir uns so leicht nicht geschlagen geben, haben wir die Schweden auf ihrer Tour für ein Backstage-Interview getroffen, bei dem es diesmal kein Entkommen gab!

Jetzt wird das Spielfeld gerockt!

Rock Science Brettspiel, Nicke Andersson

In Schweden quizzt man bereits seit über einem Jahr, jetzt kommt der Spaß auch nach Deutschland: Rock Science ist das Trivial Pursuit des Rocks. Bis zu sechs Spieler treten bei dem Brettspiel an und messen sich mit ihrem Rockwissen. Wir haben das Spiel gespielt – gemeinsam mit Kollegen und einem Promigast: Nicke Andersson, ehemals Hellacopters, mittlerweile mit seiner neuen Band Imperial State Electric unterwegs. Wer in der Runde wohl gewinnt? Ein Spielbericht.

Du hast die Macht

Interview mit Jason Reece, Trail Of Dead

Als Jugendlicher war Jason Reece ein Kleinkrimineller, später fand er ein besseres Ventil für seine Wut: die Musik. Seit Ende der Neunziger ist der Multi-Instrumentalist aus Texas erfolgreich mit der Alternative-Rock-Band And You Will Know Us By The Trail Of Dead (kurz Trail Of Dead). Im Oktober erscheint mit „Lost Songs“ das achte Album der 1994 gegründeten Band.

Von der Aushilfe zum Superstar

Interview mit Tommy, Kamelot

Neben einer Auflösung ist der Verlust des Sängers das Schlimmste, was einer Band widerfahren kann. Doch Gitarrist Thomas Youngblood von Kamelot hatte Glück und fand schnell einen passenden Ersatz für Roy Khan – und das eher zufällig. Jetzt sitzt er zusammen mit seinem neuen Mann, Tommy Karevik, in bequemen Ledersesseln und genießt die erste gemeinsame Listening-Session von „Silverthorn“.

Des Metallers bester Freund

Special: Shirt happens! Metal- und Bandshirts

Es ist das Erkennungsmerkmal eines Metal-Fans, das Zeichen an die Welt da draußen: „Hey, ich bin ein Metal-Fan!“ Es birgt für viele eine entscheidende Frage am Morgen mit Sicht auf die Stimmung des Tages. Für Bands ist es Markenzeichen und nicht zuletzt eine der größten Einnahmequellen. Na klar, es ist die Rede vom Metal-Shirt!
In den nächsten zwölf Ausgaben erwarten euch verschiedene Berichte rund um das T-Shirt. Angefangen bei dem, was wir wohl alle sind: Fans der Musik. Was ist das absolute Lieblingsshirt, welches war das erste, wieso braucht man von der einen Band unbedingt alle 30 Shirts? Wir sprechen mit Musikern, erfahren, was in ihnen vorgeht, wenn sie Fans in ihren Shirts sehen. Außerdem gehen wir antiken T-Shirt-Geboten, wie „Niemals das Shirt der heute spielenden Band anziehen“ nach. Frauen kotzen sich über den Mangel an guten Girlie-Shirts aus. Ist das reiner Sexismus oder unterschätzt man den Markt? Wir werfen einen Blick auf Marktmechanismen. Wieso kostet ein Iron-Maiden-Shirt 35 Euro und wieso haben nicht mehr Bands einen eigenen Stand auf Festivals, wie Bolt Thrower? Auch den Blickwinkel der Labels, Merchandise-Shops, Shirt-Designer und sogar Wissenschaftler beleuchten wir. Und bei allem kommen natürlich die witzigen Anekdoten, die Missgeschicke und legendären Treffen mit Musikern nicht zu kurz – ganz nach dem Motto „Shirt happens!

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