CD-Review: Sigh – Scenes From Hell

Black Metal

SIGH
Scenes From Hell
8 Songs (43:16) / erschienen am 29.1.
(The End|Soulfood)

Allmächtiger, diese japanische Band macht dem hektisch-wahnsinnigen Ruf, den man der Heimatstadt der Band (Tokyo) nachsagt, auf musikalische Weise alle Ehre. Sigh haben sich dazu entschieden, jede Form des Plagiatismus einer europäischen Szene weit hinter sich zu lassen und sich lieber in eine avantgardistische, vertonte Form der Chaostheorie zu stürzen. Dabei ist beeindruckend, dass ich selten eine Band erlebt habe, die es schafft, gleichzeitig dermaßen gegen alle Grenzen und Konventionen vorzugehen und sich dennoch überraschend homogen zu präsentieren. Ulkige Stapfparts, Nintendo-Melodien, zirkusartige Blechbläser und schließlich doch immer wieder dieser unübersehbare Link zum schnellen, rasanten Black Metal, das ist ein Klangbild, das verwirrt, Charakter hat, manch einem missfallen mag, aber definitiv Aufsehen erregen wird.
7 / 10 (Dorian Gorr)

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