MARDUK
(+ VADER + MASTIC SCUM)
23. Januar – Köln, Underground
Text & Foto: David Dankert
Zu den aufregendsten Metal-Packages zählt die Kombination aus Marduk und Vader wohl nicht mehr, dies ändert trotzdem nichts daran, dass das Kölner Underground bei MASTIC SCUM schon ordentlich gefüllt ist. Besagte geben auch von der ersten Minute an Vollgas, können mit ihrem Grindcore abgesehen von den ersten Reihe aber nur wenig reißen.
Ganz anders das Bild bei VADER: Das Underground scheint mittlerweile vor dem „sold out“ und die Polen legen los wie die Feuerwehr. Von Anfang an entsteht ein teils heftiger Pit, der vor allem von Songs wie „This Is War“ oder aber auch „Litany“ voran getrieben wird. Nach dreißig Minuten zeigt sich aber auch, dass Vader weder stark motiviert noch die Könige des Abwechslungsreichtums sind, weswegen die Stimmung zwar nicht stark abfällt, aber auch nicht weiter steigt und das Underground sich zwischenzeitlich noch einmal leert, ehe dann Marduk auf der Bühne stehen.
Diese machen ihre Sache auch gleich eine ganze Ecke besser als ihre Vorgänger Vader. Zwar liegt auch bei MARDUK der Schwerpunkt auf dem neusten Album, trotzdem finden sich über das ganze Set verteilt Songs aus allen Schaffensphasen der Band, wobei „Panzer Division Marduk“ mit drei Songs am stärksten berücksichtigt wird. Zur guten Setlist mit Klassikern wie „Still Fucking Dead“ oder „Wolves“ kommt eine gut eingespielte und motivierte Band, die eigentlich nicht viel falsch machen kann im ordentlich schwitzenden Underground. Zwar ist der Sound nicht ideal, dennoch reicht er an diesem Abend, um Marduks Highspeed-Geballer größtenteils genießbar zu machen. Als dann am Ende noch „Panzer Division Marduk“ runtergeholzt wird, verlässt das Publikum durchweg zufrieden den Club, wobei beide Hauptbands beim nächsten Mal vielleicht eine andere Tourkonstellation wählen sollten.








