UNDER THAT SPELL
(+ GEIST + WANDAR)
23. Januar – Bitterfeld, Festung Bitterfeld
Text & Foto: Carolin Teubert
Draußen herrschen eisige Minusgrade, doch das schreckt Black Metaller nicht ab. So sammeln sich geschätzte 100 Mann in der Festung Bitterfeld, um bei Under That Spell, Geist und Wandar einen gemütlichen Abend zu erleben. WANDAR eröffnen das Konzert und bieten einem lange und dabei sehr atmosphärische Black-Metal-Stücke, die vor allem durch ihre melodischen Soli gekennzeichnet sind. „Eldar“ lässt das Publikum ein wenig auftauen, was garantiert nicht nur an der Kerzendekoration auf der Bühne liegt. Als Opener sind Wandar eine angenehme Überraschung.
Anschließend betreten GEIST die Bühne und überzeugen durch die authentischen Seemanns-Outfits. Der Beginn erinnert zunächst ein wenig an den Film „The Fog“ und passt perfekt zum neuen Album „Galeere“ und so legen die in Nebel gehüllten, toten Kapitäne mit „Einen Winter Auf See“ los. Das Publikum bleibt jedoch ein wenig verhalten. An der Musik wird das aber nicht liegen, schließlich wirken Songs wie „Stille Wasser“ und „Kainsmal“ nahezu perfekt. Schade ist, dass der Epilog beim letzteren nicht dargeboten wird. Trotzdem zeichnet sich die Band durch ihre langen und epischen Stücke aus. Man muss dazu gar nicht headbangen, sondern genießt einfach nur. Bis zum Schluss geben Geist alles und runden ihr Set mit „Unter Toten Kapitänen“ ab. Danach verschwinden sie im Ausklang des letztens Songs totenstill von der Bühne, wie Geister eben. Und dann wird es laut.
UNDER THAT SPELL geben nicht nur ihr erst drittes Konzert, sondern sie feiern zudem ihre Release-Party. Grund genug, um dem Publikum einiges um die Ohren zu hauen. Nach einem kurzen Intro brüllt der Sänger die ersten Zeilen von „The Eldest Name Of God“ und der Rest der Band gibt alles dazu, was in deren instrumentaler Macht steht. Beim nächsten Song, „Under That Spell“, kommt das Publikum noch mehr aus sich heraus. Hin und wieder kann man einige bangende Köpfe erkennen. Rasant wie die Musik der Black Metaller und ohne große Reden geht es weiter mit „I Am The Prophet“, „Final March“ und „Below“. Dass die Herren auf der Bühne erst seit kurzem zusammen spielen, merkt man überhaupt nicht. Nach den doch schnellen Black-Metal-Songs, wird es mit „Their Last Creation“ und „Black“ etwas ruhiger und melodiöser. Den Abschluss für dieses leider zu kurze Konzert gibt es mit „Apotheosis“.








