Interview: God Dethroned – “Eine neue Schlachtplatte”
Eine neue Schlachtplatte
Einer neuer Krieg ist da: Zumindest akustisch. GOD DETHRONED vertonen zum zweiten Mal den ersten Weltkrieg. Henri Sattler, Gründer, Gitarrist und ob seiner Lead Vocals ‚The Serpent King‘ genannt, weiß zu sagen, was an der neusten Schlachtordnung ist.
Text: Elvis Dolff | Foto: Stefan Schipper
„Das neue Album ist das bisher extremste Album von God Dethroned. Es ist ein neues Konzeptalbum über den ersten Weltkrieg, ähnlich wie ‚Passiondale‘. Einige der Geschichten auf ‚Under The Sign Of The Iron Cross‘ sind angelehnt an Erzählungen aus ‚In Stahlgewittern‘, dem Tagebuch von Ernst Jüngers aus dem ersten Weltkrieg.“ Dass dieses erneute Aufgreifen des gleichen Krieges kein bloßer Zufall ist, scheint offensichtlich. „Ich dachte daran, eventuell eine Trilogie daraus zu machen – gerade weil dieser Krieg thematisch nicht so weit verbreitet ist und benutzt wird“, so Henri weiter. Die eigentliche Inspiration für diese Thematik fand Henri recht schnell. „Isaac Delahaye unser ehemaliger Gitarrist kommt aus Ypres in Belgien, ganz in der Nähe von Paschendaele, wo es viele Gedenkstätten des ersten Weltkrieges gibt, die mich inspirierten.“ Was musikalisch neu am Werk der Niederländer ist, sind zweierlei Dinge: Zum einen ist es ähnlich hart wie sein Vorgänger und verlässt die melodischen Pfade von „The Toxic Touch“ zusehens. Henri dazu: „Damals hatten wir ein ganz anderes Line-Up. Arjen und Isaac sind ja auch nicht ohne Grund irgendwann zu Epica gewechselt. Was unseren Stil jetzt angeht, ist er näher an dem dran, was God Dethroned eigentlich sind.“
Zudem hat Henri auf dieser zweiten Schlacht-Platte eine ganz neue Strategie ausprobiert: „Ich habe das erste Mal ein arabisches Notensystem verwendet. Ein Song wie ‚Storm Of Steel‘ basiert komplett auf diesem System, klingt aber trotzdem europäisch. So habe ich einen ganz neuen Blickwinkel zu unserer Musik für mich gewonnen.“


