Interview: Ektomorf – “Von der Liebe enttäuscht”
Von der Liebe enttäuscht
EKTOMORF haben für ihr letztes Album einiges an Schelte einstecken müssen: Langweilig und ideenlos waren in den Reviews die Schlagworte. Jetzt meldet sich die ungarische Truppe mit „Redemption“ eindrucksvoll zurück.
Text: Jenny Bombeck | Foto: AFM
Zoltán kann man als einen sehr professionellen Musiker beschreiben, für den Musik alles bedeutet. Das mag auf den ersten Blick kitschig klingen, aber für den Ungaren ist Musik das Einzige in seinem Leben, das ihn nicht enttäuschen kann. Und Enttäuschungen habe er so einige hinter sich. Die letzte in Sachen Liebe verarbeitet er auf seinem neuen Album „Redemption“: „Dieses Album war mein Ventil, um mit den Gefühlen umgehen zu können, die mich sonst gekillt hätten. Deshalb hat es auch wieder diese aggressiven Parts“, erzählt der aus Ungarn stammende Sänger. Und vielleicht ist auch der Liebeskummer der Auslöser dafür gewesen, dass Ektomorf zwischenzeitlich ungewohnt sanfte Klänge anschlagen. Seit circa 16 Jahren schreit sich Zoltán die Seele aus dem Leib. Auf „Redemption“ versucht man sich nun erstmals am klaren Gesang, der die Songs auflockert: „Ich habe ein wenig für mich gesungen und ein Freund meinte, dass sich das wirklich gut anhören würde. Ich habe dann ein paar Aufnahmen gemacht und als ein wichtiger Fan unserer Band auch noch sein Okay gab, war die Sache geritzt.“
Ein weiteres Highlight auf dem Silberling ist die Zusammenarbeit mit Danko Jones. „Wir beide kennen uns seit dem Wacken und haben seitdem stets versucht, Kontakt zu halten. Danko ist ein Fan unserer Musik und als ich ihn fragte, ob er bei einem Song mitwirken möchte, hat er sofort zugesagt. Das Lustige daran war, dass seine Vocals in keinem Tonstudio aufgenommen wurden. Ich habe ihm den Song via Skype geschickt und er hat seinen Gesang im Auto in seiner Garage aufgenommen. Dafür ist das echt cool geworden.“



