Im populären Thrash Metal gab es in den vergangenen Jahren keinen bedeutenderen Aufsteiger als LEGION OF THE DAMNED. Im Rahmen der „Neckbreaker‘s Ball“-Tour promoten diese ihr neues Album „Descent Into Chaos“. Tourstop in Hannover: Gitarrist Richard Ebisch und Bassist Harold Gielen haben es sich im Tourbus bequem gemacht. Sänger Maurice Swinkels denkt erst gar nicht dran, sich dazuzusetzen. Mit dem Laptop unterm Arm grunzt er irgendwas auf holländisch und verschwindet aus dem Bus. Egal. Sind es doch eh Richard, Harold und Schlagzeuger Erik, die die Musik schreiben.
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Die Heavy-Metal-Kultur zeichnet sich mehr als jede andere Musikrichtung dadurch aus, dass viele der besten Platten niemals die Aufmerksamkeit erhalten, die sie eigentlich verdient hätten. Manche Platten gehen in der Flut an Neuerscheinungen einfach unter, manch eine wurde von Label und Band niemals ausreichend promotet, um den Ruf eines Pflichtalbums zu erlangen und manch ein Album musste sich einfach immer hinter anderen Werken der jeweiligen Band verstecken. Die Gründe, warum ein Album auf ewig dazu verdammt ist, „nur“ ein Geheimtipp für Szene-Insider zu bleiben, sind mannigfaltig.
Mittlerweile liegen drei Jahrzehnte Heavy-Metal-Geschichte hinter uns. Drei Jahrzehnte, in denen die Metaller-Musiklandschaft Jahr für Jahr Geheimtipps produziert hat, die teils nur von Eingeweihten regelmäßig aufgelegt werden. METAL MIRROR nutzt den Anlass des gerade abgeschlossenen Jahrzehnts, um einen Rückblick auf drei Dekaden Geheimtipps zu wagen. David Dankert, Elvis Dolff, Miriam Görge sowie Benjamin und Dorian Gorr haben die eigenen Plattenschränke durchwühlt, über Alben diskutiert und für jedes Jahr einen Geheimtipp bestimmt, der es verdient hat, dass man ihn einmal genauer unter die Lupe nimmt. Ihr werdet sehen: Fernab von „Master Of Puppets“, „Reign In Blood“ und „Painkiller“ gibt es etliche Alben, deren Schattendasein völlig unbegründet ist.
Viel Spaß beim Erkunden der akustischen Schätze aus drei Jahrzehnten Heavy-Metal-Geschichte.
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Januar 30th, 2011 at 22:31
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