Interview: The New Black – “Es geht auch ohne den Chefposten”

Es geht auch ohne den Chefposten

Deutschlands aufstrebendste Heavy-Rock-Protagonisten heißen THE NEW BLACK. Im Gespräch: Bassist Günter Auschrat.

Text: Dorian Gorr |
Foto: S. Schweiger

Gegründet an einem Cocktail-Stand, den Rock‘n‘Roll als Lebenselixier und Soundtrack für einen Independent-Road-Movie aus den Vereinigten Staaten – The New Black pflegen ihre Rock‘n‘Roll-Werte. Dennoch: So ganz ohne modernen Schnickschnack geht es nicht. Da die fünf Bandmitglieder quer in ganz Deutschland verstreut leben, nutzen die Rocker die Vorzüge des Internets für das gesamte Songwriting. „Wir alle haben feste Jobs und Familie und machen diese Band nebenbei aus Spaß. Da kann man nicht alle anderen Verpflichtungen für den Rock‘n‘Roll stehen und liegen lassen“, weiß Bassist Günter Auschrat, von allen nur Der Günt genannt.
Doch auch wenn die Band sich vielen anderen Verpflichtungen unterordnen muss, haben sich The New Black binnen kürzester Zeit weit nach oben in der deutschen Rockszene gearbeitet. Ob die Erfolge auch damit erklärbar sind, dass Gitarrist Leimsen Chefredakteur bei Deutschlands meistverkauftem Metal-Magazin ist? Der Günt reagiert fast beleidigt: „Quatsch. Auch wenn wir den zweiten Platz im Metal-Hammer-Soundcheck belegt haben, hat das doch nichts damit zu tun, dass Christof da Chefredakteur ist. Mit der vorherigen Platte ist uns das auch schon gelungen. Dass er dort Chef ist, hat das Bandleben eher etwas komplizierter gemacht. Der Job kostet ihn sehr viel Zeit. Der Leimsen bräuchte eigentlich einen 36-Stunden-Tag, um alles unter einen Deckel zu bekommen“, ist sich der Basser sicher.
Und auch sonst sind die Jobs manchmal ein Stein im Weg an die Spitze des Rock-Olymps. Um ab und an dem gepflegten Tourleben zu frönen, sparen die Jungs ihre Urlaubstage auf. So auch Der Günt, im wahren Leben Krankenpfleger auf der Intensivstation. Vormittags Leben retten, abends abrocken… nur weiter so!
www.thenewblackofficial.de

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