CD-Review: Helfahrt – Drifa

Black Metal

HELFAHRT
Drifa
9 Songs (52:17) / erschienen am 30.4.
(Trollzorn|Soulfood)

Am liebsten würde ich die Helfahrt-Jungs an den Schultern packen und kräftig wachrütteln. Wie kann man sich so sehr im Songwriting verlieren, dass man sich quasi durchweg Steine in den Weg wirft? Helfahrt haben ihre musikalische Ausrichtung ein wenig neu justiert. Statt ausschließlich Wikinger-Klänge anzuschlagen, gibt es eingängigere Riffs, in manchen Momenten sogar ein bisschen Rock‘n‘Roll-Flair, was der Band sehr gut steht. Die Band hat Ideen. Das zeigt sie mit Nachdruck. Nur warum werden all diese Ideen aufgebläht und jedes Mal in einen Topf von unbedeutenden, monotonen Riffs geworfen, wo sie letztlich untergehen? Hatte die Band vor, eine gewisse Spielzeit zu überschreiten? Ich war mir selten sicherer, dass das Album viel mehr hätte rausholen können, wenn es nur etwas schlanker gehalten worden wäre und nicht jeden geilen Riff sieben Minuten lang durch andere 08/15-Riffs verwässern würde. Unterm Strich ernten die Jungs damit mahnende sieben Punkte. Aber da wäre mehr drin.
7 / 10 (Dorian Gorr)

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