Diffuse Ideen
Interview: Dorian Gorr | Foto: Fluoryne
Falk, mit „Dämmerung“ präsentierst du ein Werk, das nicht die oft zitierten Genrekonventionen berücksichtigt. Inwiefern war es dir als Musiker ein Bedürfnis, die Musikrichtung einer Weiterentwicklung zu unterziehen?
Zunächst mal würde ich bescheiden sagen, dass ich die Musikrichtung Black Metal sicherlich keiner echten Weiterentwicklung unterzogen habe – das klingt fast so, als hätte ich versucht, den Black Metal zu „revolutionieren“. Als Musiker sehe ich mich zwar im Dunstkreis des Black Metals, ich begreife Fluoryne aber als Ansatz, dem Black Metal atmosphärisch verwandte Elemente zur Seite zu stellen, um einen künstlerischen Ausdruck zu finden, der mein Verständnis von „Welt“ im Allgemeinen, aber eben auch Black Metal im Speziellen, widerspiegelt. Ich sehe in Fluoryne also nicht nur den Versuch, dem Black Metal neue Impulse zu verleihen, sondern vielmehr die Möglichkeit, aus verschiedenen Impulsen meinen eigenen musikalischen Ausdruck zu kreieren.
Du wirst aufgrund räumlicher Distanz demnächst deinen Keyboard-Posten bei Geist, die jetzt Eis heißen, aufgeben. Wird Fluoryne dann für dich dein Hauptprojekt?
Um ehrlich zu sein, war Fluoryne eigentlich immer mein Hauptprojekt: Ich habe Fluoryne Anfang 2005 ins Leben gerufen und bin erst 2008 zu Geist gestoßen. Ich habe wirklich keine Ahnung, wann und wie es mit Fluoryne weitergeht. Ich werde in diesen Tagen aus dem Großraum Bielefeld wegziehen, was auch mit einem neuen Job verbunden ist. Inwieweit ich in den nächsten Monaten die Muße haben werde, selbst musikalisch aktiv zu sein, wird sich zeigen.
Auf „Dämmerung“ hören wir einige Sänger und Gastbeiträge. Gibt es ein festes Line-Up von Fluoryne oder wirst du auch zukünftig den Großteil alleine auf die Beine stellen und dir an ausgewählten Stellen Hilfe dazu holen?
Die Antwort ergibt sich aus der räumlichen Distanz: Als festes Line-Up kann ich Martin, Pariah und Lykrates nicht bezeichnen. Auch wenn ich es gerne würde, denn die drei sind ausgezeichnete Musiker, mit denen ich gern gearbeitet habe. Ich befürchte aber, dass weitere Kooperationen durch die Entfernung erschwert, wenn auch sicherlich nicht unmöglich, werden. Ich kann weder sagen, inwieweit ich mir bei zukünftigen Projekten Unterstützung holen werde, noch ob diese Unterstützung von einem der drei angesprochenen Künstlern kommen wird. Dazu sind die Ideen, die momentan bei mir im Kopf herumspuken, auch noch zu diffus
www.myspace.com/fluoryne








