CD-Review: Dave Evans – Sinner

Hard Rock

DAVE EVANS
Sinner
12 Songs (45:10) / erschienen am 8.3. (STF)

Die wenigsten wissen, dass vor Bon Scott ein anderer das Mikrophon bei AC/DC in der Hand hatte und zwar Dave Evans, der auch heute immer noch Alben herausbringt. Mit seinem Album „Sinner“ erfindet er jedoch das Rad nicht neu und überrascht vor allem stimmlich wenig. Sowohl Riffing als auch Stimme auf diesem Album, das bereits seit vier Jahren in Australien, aber erst jetzt in Europa erhältlich ist, orientieren sich stark an Daves früheren Arbeitgebern. Das ist sowohl gut als auch schlecht: Durch das geballte Rock‘n‘Roll-Feeling versprechen alle Songs eine Menge Groove, entpuppen sich dabei aber auch oft als blanke AC/DC-Kopie mit teilweise zu viel Monotonie. Dennoch haben ein paar Songs das Zeug dazu, aus der Menge herauszustechen. Als Beispiele sind hier „Take Me Down Again“, „Turn It Up“ und die Rock-Hymne „Sold My Soul To Rock‘n‘Roll“ zu nennen, die allesamt zwar stark nach AC/DC klingen, aber durch den tiefen Gitarrenklang, der gut mit dem Bass harmoniert und dadurch den Groove verstärkt, den Sound etwas staubiger wirken lässt. Als Hintergrundmusik für einen Abend in einer Rocker-Bar taugt „Sinner“ einwandfrei – dieser Eindruck wird nur durch den seltsamen Titeltrack oder pseudo-mystische Stücke wie „Carnal Knowledge“ getrübt. Diese Stücke zeigen eindeutig, dass Dave scheinbar nichts anderes kann, als ein AC/DC-Klon zu sein. In den Songs, die sich davon wegbewegen, langweilt man sich noch mehr.
7 / 10 (Benjamin Gorr)

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