CD-Review: Kalmah – 12 Gauge (Killer-Album)

Melodic Death Metal

KALMAH
12 Gauge
9 Songs (42:56) / erschienen am 26.3.
(Spinefarm|Soulfood)

Zwar ist das keine Neuigkeit mehr, jedoch kann ich nur noch einmal betonen, dass Kalmah seit Jahren beim Thema Melo-Death sowohl meine erste Assoziation als auch definitiv meine erste Wahl sind. Daran wird sich auch mit dem sechsten Langeisen der Finnen, das auf den Namen „12 Gauge“ hört, nichts ändern, beweisen die Swamplords doch auch diesmal, wie eigentlich mit jeder ihrer Platten, dass sie völlig zu Unrecht im Schatten vieler namhafter, mittlerweile jedoch absolut überbewerteter und schwächelnder Genrekollegen stehen. Ob sich das jemals ändern wird, vermag ich nicht zu orakeln, doch sei es drum.
Pekka grunzt so oder so diesmal wieder richtig um sein Leben und ein mitreißender Track jagt den nächsten, wobei dem Quintett der Spagat zwischen Härte und Eingängigkeit gekonnt und mühelos gelingt. So finden einige der Lieder, ruhig mit leicht folkig angehauchten Gitarrenklängen, spielend den Übergang zu gnadenloser Härte. Was das angeht, haben Kalmah im Vergleich zum Vorgänger noch ein Schippchen draufgelegt, und doch vergessen sie es nicht, speziell mit ihren typisch eingängigen Gitarrensoli die Melodiefetischisten zu bedienen. Natürlich hauen die Finnen auch nach wie vor ordentlich in die Tasten, den Vorrang gibt man jedoch ganz eindeutig den Gitarren, was auch absolut gut so ist. Eigentlich ist es absolut erstaunlich, dass Kalmah, nach wie vor, so oft in einem Atemzug mit Children Of Bodom und Konsorten genannt werden, denn so genau ich auch nach wie vor hinhöre, ich kann die angeblich so offensichtlichen Parallelen nicht wirklich hören (außer natürlich die Dinge, die das Genre eben mit sich bringt).
Umso mehr spricht es für die Qualität der Jungs, dass sie es geschafft haben, ihren definitiv eigenen Sound zu schaffen, den man auch aus einer Unmenge an anderen Bands heraus direkt erkennen kann. Mir gefiel ja, im Gegensatz zu einigen Anhängern der Mannen, die vorangegangene Scheibe auch sehr gut, „12 Gauge“ allerdings ist noch einen Tacken besser. Auf Kalmah ist einfach Verlass.
8 / 10 (Miriam Görge)

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