| Power Metal
KISSIN DYNAMITE
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Die jungen Nachwuchs-Metaller werden so langsam aber sicher erwachsen. Zumindest klingt ihre Musik um einiges reifer – auch wenn der Titel „Addicted To Metal“ dies auf den ersten Blick nicht vermuten lässt. Aber schreiben wir das triefende Klischee-Geplänkel einfach ihrer immer noch bestehenden Jugend zu. Und man muss auch zugeben, dass gerade diese Locker-Flockighit den Charme des zweiten Kissin-Dynamite-Albums ausmacht. Denn gleich die ersten drei Tracks „Addicted To Metal“, „Run For Your Life“ und „Supersonic Killer“ haben Ohrwurm-Potenzial und werden auf einigen Festivalauftritten zu Mitgröl-Granaten. Umso besser, dass man bereits nach den ersten Zeilen den Text mitsingen kann. Für manche wird die ausgeprägte Eingängigkeit ein großes Manko sein, für andere wiederum genau das richtige Maß. Der Rest des Albums sticht zwar nicht ganz so prägnant hervor, aber dennoch gibt es auch hier einige Sternstunden-Parts, wie das Riffing des Tracks „All Against All“ (das an „The Eve Of War“ vom „War Of The Worlds“-Hörspiel erinnert). Selbst Udo Dirkschneider lässt es sich nicht nehmen, dem Nachwuchs unter die Arme zu greifen. Beim Titeltrack und bei „In The Name Of The Iron Fist“ hört man die lebende Metal-Legende teils im Vorder-, teils aber leider nur dezent im Hintergrund. Doch letztlich sind die Jungspunde auf Hilfe nicht angewiesen: Kissin Dynamite zeigen, dass sie nicht nur durch ihr junges Alter eine Daseinsberechtigung haben.
8 / 10 (Jenny Bombeck)







