DEAD CONGREGATION
(NECROS CHRISTOS + PENTACLE + CRUCIAMENTUM)
24. April – Oberhausen, Helvete
Text & Fotos: David Dankert
Das Helvete entpuppt sich zunehmend als das Zentrum für extremen Metal in NRW. Fast schon im Wochen-Takt geht es mittlerweile in den Oberhausener Club, zu einem der zahlreichen Underground-Events.
An diesem Abend locken Dead Congregation, Necros Christos und Pentacle bei sommerlichen Wetter in ein stickiges Helvete, das schon beim Opener CRUCIAMENTUM zur frühen Stunde gut gefüllt ist. Die von Grave-Miasma-Leuten gegründete Death-Metal-Truppe aus Großbritannien erwischt trotz schwachem Sound einen guten Start, kann jedoch auf Dauer nicht das Interesse der Zuschauer komplett für sich gewinnen. Zeitweise sind die Gitarren zu knarzig und der Helvet’sche Sound tut sein übriges, sodass nur wenige traurig sind, als sich PENTACLE bereit machen, die Bühne zu entern.
Die Niederländer um Wannes Gubbels geben wie gewohnt von der ersten Sekunde an Vollgas und zeigen mehr als nur Spielfreude. Egal ob neuere Songs wie „Into The Fiery Jaws“ oder Klassiker wie das euphorisch abgefeierte „Black At Heart“: Pentacle und das gut gefüllte Helvete bangen was der Nacken hergibt. Glücklicherweise hat sich der Sound auch im Vergleich zur Vorgänger-Band gebessert, weswegen nur wenige mit Pentacles etwas sperrigerem Death Metal nicht warm werden. Kein Wunder also, dass die Band nach 50 starken Minuten mit einem dicken Applaus verabschiedet wird, ehe kurze Zeit später Necros Christos schon wieder in den Startlöchern stehen.
Mittlerweile ist auch der letzte freie Fleck im Helvete besetzt und so hätten NECROS CHRISTOS eigentlich leichtes Spiel, die Stimmung zum Kochen zu bringen. Allerdings entscheiden sich die Berliner dazu, viele neue bis dato unbekannte Songs zu spielen, weswegen nur langsam Stimmung aufkommt. Als jedoch Klassiker wie „Black Mass Desecration“ oder „Impure Burials Prevail“ gespielt werden, haben Necros Christos die Leute voll auf ihrer Seite, sodass wenigstens zum Ende des Sets die meisten zufrieden sind, als das Quartett die Bühne verlässt.
Es ist schon kurz vor Mitternacht und viele Besucher sind sichtlich durchgeschwitzt und geschafft vom langen Abend, doch nun sind DEAD CONGREGATION an der Reihe. Und wie! Die Griechen holzen los wie die Feuerwehr, kompromissloser Highspeed-Death-Metal der alten Schule zerlegt das Helvete innerhalb weniger Songs in seine Einzelteile. Ohne Erbarmen zeigen die Griechen, wieso sie zurecht beim Lärm-Label Nummer eins, Nuclear War Now! Productions, unter Vertrag stehen und zocken ohne große Ansagen einen brutalen Song nach dem nächsten. Die vordere, noch Energie besitzende Hälfte des Helvetes dreht am Rad, die Haare fliegen wie den ganzen Abend noch nicht, allerdings lichtet sich das Publikum nach und nach, was aber wohl weniger an der Leistung der Band liegt, sondern sich damit erklären lässt, dass die letzten Bahnen, die einen nach Hause bringen, fahren. Dead Congregation stört das wenig. Sie walzen bis zum Ende ihres Sets alles nieder, ehe sowohl Band als auch der Rest des Publikums schweißgebadet das Helvete verlassen und zufrieden nach Hause pilgern.








