CD-Review: Annihilator – Annihilator

Thrash Metal

ANNIHILATOR
Annihilator
10 Songs (48:44) / erschienen am 17.5. (Earache)

Das kanadische Urgestein Annihilator bringt auch nach 26 Jahren munter Alben heraus. Album Nummer Dreizehn hat es sich scheinbar verdient, den Titel der Band zu tragen. Neben viel Thrash Metal, der enorm nach Slayer klingt, kriegt man auch viele andere Stileinflüsse zu hören. Vom Power Metal bis zum Metalcore finden sich eigentlich Einflüsse aller Genres, von Alt bis Neu, auf diesem Album. Beispiele gefällig? „Coward“ klingt tierisch nach Slayer, vor allem die Vocals feuern ein Stakkato in Tom-Araya-Manier ab. „25 Seconds“ hingegen klingt modern und bietet viele Metalcore-Facetten, ebenfalls wieder in erster Linie durch den Gesang verdeutlicht, aber auch durch die Wechselhaftigkeit und Dynamik des Riffings. Leider wird einem durch dieses gewaltige Feld an Stilen, zwischen denen Jeff Waters und Sänger Dave Padden munter hin- und herspringen, viel zu viel auf einmal geboten, sodass es einem schwer fällt, den richtigen Charakter des Albums herauszukristallisieren oder eine Vorliebe für besondere Songs zu entwickeln. Bedenklich ist dabei, dass der einzige Song, der wirklich hängen bleibt, ein Cover ist. Annihilator nehmen sich auf dem Album Van Halens „Romeo Delight“ vor und verpacken den Song in dem druckvollen Annihilator-Sound. Das Cover hinterlässt zwar einen positiven Eindruck, zeigt aber auch, dass die Eigenkomposition, obwohl nett anzuhören, nicht mithalten können. Das hinterlässt durchaus einen bitteren Nachgeschmack.
6 / 10 (Benjamin Gorr)

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