CD-Review: Eisbrecher – Eiszeit

Gothic Metal

EISBRECHER
Eiszeit
10 Songs (34:56) / erschienen am 19.3. (AFM|Soulfood)

Die Entscheidung darüber, ob Eisbrecher den üblen Beigeschmack loswerden, bloß der Zwillingsbruder von Megaherz zu sein, muss auch mit LP Nummer vier auf die Zukunft vertagt werden, klingt die „neue“ Band von „Checker“ Alexx nun mal arg nach seiner alten Heimat und ähnlich gearteten Künstlern. Aber was ist eigentlich so schlimm daran? Wer Megaherz mag, für den dürfte „Eiszeit“ ein wunderbares Album darstellen, das die Genre-Tugenden adäquat bedient. Die Melodien sind eingängig, einige sogar mit richtigem Hit-Potential, Alexx‘ Gesang gewohnt markant und die Texte, gelinde gesagt, wenig subtil. Aber die Tanzwütigen dürfte letzteres wenig stören, zaubert so manch plumper Textfetzen auch schon mal ein Schmunzeln ins Gesicht. Der weibliche Gesang, mit dem teils gearbeitet wird, gefällt mir nicht wirklich, die Stücke wirken selbst mir dann zu kitschig. Und 35 Minuten Spielzeit ist etwas mager. Unterhaltsam ist „Eiszeit“ aber trotzdem.
6 / 10 (Miriam Görge)

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