CD-Review: Fozzy – Chasing The Grail

Heavy Metal

FOZZY
Chasing The Grail
12 Songs (65:02) / erschienen am 16.4. (Riot|PHD|Soulfood)

Der Muskelmann kann auch Musik machen: Eigentlich hätten Fozzy den Namen ihres Fronters als Zugpferd nicht nötig, denn auch ohne sich darauf zu berufen, dass Chris Jericho Fans über den ganzen Globus hat, haben Fozzy eine Existenzberechtigung. Ihren Ruf als Cover-Band hat die Truppe, die sich um besagten Jericho und Rich Ward von Stuck Mojo gruppiert, längst abgelegt – schade eigentlich: ihre Interpretationen von Judas Priest, Accept, Iron Maiden und Co. waren durchaus gelungene Stücke. Doch mit dem Wandel hin zu den Eigenkompositionen hielt auch ein weiterer Wandel Einzug. Die Band orientiert sich mittlerweile zunehmend modern. Konnte man auf „Happenstance“ noch die durchgetretene Double-Bass und Heavy Metal, der stärker von den Achtzigern beeinflusst war, hören, schreiten Fozzy mittlerweile zunehmend modern zu Werke. Beispiele auf dem aktuellen Album sind reichlich vertreten. „Broken Spine“ taugt mit seinem leicht abgehackten, poppigen Refrain und den soften Harmonien wunderbar für die Charts. Glücklicherweise ist auch der andere Pol noch weitgehend vertreten. Fozzy haben diesmal in ihren Metal-Songs noch eine Schippe Groove draufgepackt, was der Band außerordentlich gut zu Gesicht steht. „Let The Madness Begin“ entschädigt beispielsweise für die ein oder andere Pop-Nummer auf „Chasing The Grail“. Dennoch: So stark wie einst „Happenstance“ ist diese Platte nicht.
7 / 10 (Dorian Gorr)

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