Mit Hilfe von Freunden
Als Christian Älvestam Scar Symmetry verließ, war klar, dass es nicht lange dauern würde, bis der Sänger wieder auftauchen würde. Seine neue Band hört auf den Namen SOLUTION .45 und entpuppt sich als bunter Haufen, der auch der Hilfe von guten Freunden nicht abgeneigt ist. Gitarrist Tom Gardiner bringt Licht ins Dunkel.
Text: Jenny Bombeck | Foto: AFM Records
Melodischen Todesstahl aus Schweden bietet die 2007 gegründete Band Solution.45, deren wohl bekanntestes Bandmitglied Christian Älvestam ist. Dieser verließ im vergangenen Jahr seine Hauptband Scar Symmetry und kann sich jetzt bei Solution.45 austoben. Das Ergebnis kann man sich seit April anhören. Da kam das Debüt „For Aeons Past“ auf den Markt. Grund genug, um mit Bassist Tom Gardiner ins Gespräch zu kommen, der erst einmal erzählt woher eigentlich der recht ungewöhnliche Bandname stammt.
„Der Name Solution.45 stammt von einem Stück von Unmoored, Christians erster Band. Es ist einfach ein cooler Titel und zudem ein guter Song und wir dachten, dass er auch einen coolen Namen für eine Band hergeben würde. Heutzutage ist es außerdem eher selten, dass eine Death-Metal-Combo Buchstaben und Ziffern in ihrem Namen vermischt, was ebenfalls eine Rolle für uns spielte.“
Christian war nicht nur für den Bandnamen indirekt zuständig, auch sollte seine Freundschaft zu Dark-Tranquillity-Vokalist Mikael Stanne eine große Rolle für die Entstehung des Albums spielen. Dieser kümmerte sich nämlich hauptsächlich um die Lyrics für das Erstwerk. So erzählt Tom:
„Christian war damals noch sehr mit anderen Projekten beschäftigt und war schon immer ein Fan von Mikaels Texten, deshalb war er recht froh, dass Mikael ihn unterstützen wollte. Die Texte sind einfach toll geworden“
Neben der Verschriftlichung übernahm Herr Stanne auch einige Gesangslinien, zu denen er von der Band eingeladen wurde.
Musik ist oberste Priorität
Pläne für eine Live-Darbietung ihrer Stücke hat die Band jedoch derzeit kaum welche.
„Wir werden wahrscheinlich erst nächstes Jahr einige Festivals unsicher machen und auf eine kleine Tour gehen. Momentan lohnen sich einzelne Auftritte für uns nicht, da die Reisekosten einfach zu hoch sind. Wir haben zwar viele Angebote bekommen, können aber diese leider nicht annehmen, da ist eine Tour am Stück einfach sinnvoller und effektiver für uns. Ich hoffe, dass wir das in den nächsten Monaten in Angriff nehmen können.“
Anhand dieser Aussage kann man wieder einmal erkennen, dass es das Musikgeschäft momentan nicht leicht hat und die Bands einige Opfer bringen müssen, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Die Zeit lassen die Schweden aber nicht ungenutzt und so wird bereits an neuem Material Stück für Stück gearbeitet.
„Wir nehmen uns die Zeit, wann immer wir können. Man braucht eine gute Organisation, wenn man mehrere Projekte gleichzeitig hat. Wir sind derzeit einfach nur froh, dass unser erstes Album gerade veröffentlicht wurde.“
Da kann man nur hoffen, dass Solution.45 kein reines Projekt wird und genügend Zeit bleibt, um sich auf die Band und anstehende Auftritte konzentrieren zu können.








