CD-Review: As I Lay Dying – The Powerless Rise
| Metalcore
AS I LAY DYING
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Ganz ehrlich, ich bin überhaupt kein Fan von Metalcore. Zumindest nicht von dem, was man so als typische Vertretung des Genres bezeichnen kann. Da habe ich nämlich immer das Gefühl, es sei Death Metal für Leute, denen Death Metal zu komplex ist und die sich lieber in einem Moshpit kloppen, als sich tatsächlich Musik anzuhören. Dementsprechend war ich zunächst sogar positiv überrascht, als ich „The Powerless Rise“ von As I Lay Dying anschmiss. Eine druckvolle Produktion, anständige Screams sowie Growls und immerhin keine Riffs aus dem Anfängerkatalog. Insgesamt nichts Weltbewegendes, aber stellenweise sind gute Ideen vertreten, die ganz passabel abgehen und Potential haben, um eine Weile im Gedächtnis zu verharren. Leider hat sich dieser Eindruck gerade mal eineinviertel Songs lang gehalten, dann ist es passiert. Mein Herz blieb beinahe stehen und es stellte sich ein unmittelbarer Würgereiz ein, als sich die erste Passage mit klarem Gesang völlig unvermittelt auf den guten Geschmack stürzte. Grundsätzlich habe ich gegen so etwas nichts, ganz im Gegenteil, aber dafür muss der Kontext stimmen, es muss eine gute Gesangsstimme vorhanden sein und die Melodie muss mitreißen. Natürlich trifft in diesem Fall keines der genannten Kriterien zu. Da ich vorher noch nie eine CD der Band gehört habe, weiß ich nicht, ob es sich um ein neues Stilelement handelt, aber die Jungs sollten damit definitiv aufhören.
5 / 10 (Robin Meyer)

