| Melodic Metal
AXEL RUDI PELL
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Axel Rudi Pell ist seit Jahren eine feste Institution in Sachen Melodic Metal und veröffentlicht mit „The Crest“ sein mittlerweile dreizehntes Album. Nicht viele können mit voller Stolz auf eine reich gespickte Diskographie schauen. Herr Pell kann das und richtet auf „The Crest“ seinen Blick ein wenig in Richtung musikalische Vergangenheit. „Back To The Roots“ könnte das Motto der Scheibe lauten. So darf das bewährte Pellsche Erfolgsrezept natürlich auch nicht fehlen: starke Melodien, hochkarätige Gitarrenarbeit und ein gesundes Maß an Eingängigkeit machen den dreizehnten Streich zu einer bekömmlichen Sache. Abgerundet wird das Ganze durch Johnny Gioelis fantastische und unverkennbare Stimme.
Doch kommen wir zur Sache: Mit „Too Late“ hat das Album bereits einen sehr starken Startläufer gefunden, der Lust auf mehr macht. Der blonde Allrounder hat ein weiteres Mal alle wichtigen musikalischen Zutaten miteinander vereint, um den Hörer vor den Boxen fesseln zu können. Auffällig ist auch, dass auch die Songs mit einer längeren Spielzeit nicht an Spannung verlieren. Dies kann man wohl einfach auf das in sich stimmende Songwriting zurückführen. Egal ob man „Dreaming Dead“ oder „Devil Zone“ abspielt, die Skiptaste wird weiterhin nicht benutzt. Zwar darf man keine großen Innovationen erwarten, aber das ist auch nicht immer das Maß aller Dinge. Das Album bereitet fast durchgehend Hörvergnügen und das ist manchmal alles was von Bedeutung sein sollte. Irgendwie schafft Axel das was viele andere AOR-Truppen nicht schaffen und die gewisse Zutat wird wohl auf ewig sein eigenes Krabbenburger-Geheimnis bleiben. „The Crest“ ist eine in sich stimmige Komposition, die dem Großmeister einige neue Fans hinzugewinnen lassen sollte. Mehr als nur solide Mid-Tempo-Nummern – gelungene Balladen („Glory Night“) und hymnische Kracher („Dark Waves Of The Sea“) gestalten das Album abwechslungsreich. „The Crest“ beinhaltet so ziemlich alles, was das Melodic-Metal-Herz begehrt.
8 / 10 (Jenny Bombeck)







