| Thrash Metal
DEW-SCENTED
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Der Thrash-Wahnsinn im Zeichen des Buchstaben I geht in die nächste Runde. Dew-Scented haben mittlerweile bei Metal Blade unterschrieben und kämpfen sich mit diesem Partner weiter an die Oberfläche der deutschen Death-Thrash-Szene. Viel geändert hat sich durch den Labelwechsel nicht – zumindest nicht aus Sicht des Fans. Ich hatte auch nichts anderes erwartet: Leif Jensen und sein Abrisskommando haben es auf „Invocation“ wieder einmal verdammt eilig und schreiten gewohnt kompromisslos zu Werke. Im Rahmen ihres Wettlaufs gegen die Zeit verliert sich das Trüppchen glücklicherweise nicht in den schnellen Strukturen, sondern hat immer ein Auge dafür, richtige Thrash-Riffs auszupacken. Was mit richtige gemeint ist? Ganz einfach. Auch wenn Leif Jensen zuweilen so schreit wie ein Vertreter der moderneren Deathcore-Zunft, verweisen die Riffs keinesfalls auf den modernen Schnickschnack, der uns heute oft unter dem Thrash-Banner aufgetischt wird. Diese Riffs finden ihren Ursprung in den Achtzigern, werden zwar nicht in eine heißgeliebte Old-School-Produktion eingelullt, können einen aber mit ihrer Dynamik problemlos bei den Eiern packen. Kritik gibt es von meiner Seite aus lediglich hinsichtlich der Vielfalt (die vermisst man nach einer Dreiviertelstunde schon schmerzlich) und im Rahmen dessen vor allem an der Stimme von Leif Jensen, die zwar grundsätzlich zweckdienlich ist, mir aber auf Dauer zu wenig thrashigen Charakter hat.
7 / 10 (Dorian Gorr)







