CD-Review: Eisregen – Schlangensonne
| Black Metal
EISREGEN
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Juhu, endlich Neues aus Thüringen! Wenn mir eine solche Meldung so was wie Freude abringt, dann kann es nur eines bedeuten: ein neuer Eisregen-Release steht bereit. Aus der Vorfreude wird beim Hören von „Schlangensonne“ dann auch gewohnt schnell purer Spaß, die Jungs um Michael „Blutkehle“ Roth sind einfach eine Klasse für sich. Allgemein wirken Eisregen zunehmend gewachsen und die sozialkritische Komponente ihrer nach wie vor herrlich obszönen und provokativen Texte wird mit jedem Album hörbarer. Ansonsten ist im Thüringer Wald im Grunde alles beim Alten – und das ist, verdammt noch mal, auch gut so. Ohne die herrlich gutgelaunten Keyboardparts, den Hauch von Klassik und die eingestreuten Schunkelklänge wäre alles doch nur halb so schön. Im Übrigen wirkt die Scheibe auf mich wieder etwas garstiger als seine Vorgänger, also doch ein wenig „Back To The Roots“, was neben den diesmal durchweg überzeugenden Songs ein weiterer Pluspunkt ist. Ob jemals der Tag kommt, an dem ich mich uneingeschränkt mit Herrn Roths cleanen Vocals anfreunden kann, bleibt zwar weiterhin fraglich, da das Drama diesmal allerdings nicht allzu sehr Überhand nimmt, mindert es meinen Spaß an der Platte nicht im Geringsten. Fest steht, dass heuer der Jugendschutz wieder ein ergiebiges Untersuchungsobjekt vor sich liegen hat und sollte da wider erwarten ein Eisregen-Fan beschäftigt sein, wird er seine wahre Freude haben!
8 / 10 (Miriam Görge)

