CD-Review: Godsmack – The Oracle
| New Metal
GODSMACK
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Dass Schöne an Trendwellen ist die Phase, wenn die Flut abgeklungen ist und nur noch die wenigen, wirklich talentierten Bands zurückbleiben. Godsmack gehören zu dieser Riege an Bands, die es geschafft haben, dem Zahn der Zeit zu widerstehen – ihrem Charakter sei Dank. Und die Band aus Boston weiß um diesen Vorteil. Kein Wunder also, dass der Charakter der Band gepflegt wird und wir auf „The Oracle“ all die Trademarks ausmachen können, die Godsmack einst bekannt machten: Die Riffs sind hart, teils abgehackt, im Stakkato-Rhythmus. Groove ist unabdingbar bei Godsmack. Ausschlaggebend für den Charakter der Band ist jedoch letztlich nur eine Person: Sully Erna. Dessen Stimme kann man problemlos unter einer Auswahl aus tausend Stimmproben ausfindig machen. Zu markant zieht Sully die Melodiebögen, als dass man ihn verwechseln könnte. Und viel zu eigen ist seine Klangfarbe, als hätten Godsmack jemals mit einem anderen Sänger einen derartigen Erfolg haben können. Alleine wie der Sänger die gesungenen Worte betont ist einzigartig und – ich wage fast zu behaupten – unkopierbar. Den Erfolg dieser Platte nur Sully zuzuschreiben, wäre allerdings ungerecht. Das Songwriting macht nämlich ebenfalls viel Laune und entführt zurück bis zu den ersten Alben der Truppe, die nicht bei wenigen Metallern ein Soundtrack der Teenie-Zeit waren. Ob die einmalige Klasse früherer Sachen erreicht wird, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
7 / 10 (Dorian Gorr)

