CD-Review: Misery Index – Heirs To Thievery

Death Grind

MISERY INDEX
Heirs To Thievery
11 Songs (37:21) / erschienen am 11.5.
(Relapse|So

„Heirs To Thievery“ ist der nun mittlerweile vierte Full-Length-Output der Deathgrinder Misery Index. Zum Glück hat sich nicht viel bei der Band geändert. Gleich der Opener „Embracing Extinction“ zeigt dem Hörer, was er die nächste halbe Stunde um die Ohren geblasen bekommt. Der Großteil der Songs bewegt sich im schnellen Tempo, wird aber immer wieder von dampfwalzenartigen Parts im mittleren Tempo durchzogen. Die teils sehr groovigen Riffs zeigen die Hardcore-Wurzeln der Band. Misery Index haben beim Songwriting ihre Stärken im Großen und Ganzen nur ausgebaut, was bei dem vorherrschenden technischen Niveau allerdings in Ordnung geht. Es gibt kaum Bands in dem Genre, die so abwechslungsreich alles in Schutt und Asche legen. Textlich hat sich Sänger und Bassist Jason Netherton mit der Kolonialisierung Amerikas auseinandergesetzt und zeigt eine sehr negative Sichtweise auf diese. Produziert wurde das Werk im heimischen Baltimore und nicht bei Kurt Ballou, was zur Folge hat, dass der Sound nicht mehr so stark Schlagzeug-betont ausfällt sondern kälter und steriler klingt. Mir persönlich gefiel der Vorgänger besser aber mit „Heirs To Thievery“ macht man nichts falsch.
7 / 10 (Heiko Lüker)

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