CD-Review: Odroerir – Götterlieder II

Folk Metal

ODROERIR
Götterlieder II
7 Songs (62:57) / erscheint am 28.5.
(Einheit)

Mit dem zweiten Teil der „Götterlieder“ bieten die Vollzeit-Heiden aus Thüringen ein weiteres Mal hervorragenden Nachhilfe-Unterricht in germanischer Sagenkunde. Fünf Jahre nach dem ersten Teil kommen nämlich auch diese „Götterlieder“ nicht ohne alle gängigen, inflationär gebrauchten Textklischees aus. Von ‚Heimdall’ über ‚Bifröst’ bis hin zum ‚Allvater’ ist alles dabei; die Texte gleichen einem Mythologie-Glossar. Doch so richtig stört das eigentlich nicht. Odroerir ziehen dieses Konzept nämlich beinhart durch und verpacken es oft mehr in Folk- als in Metal-Klängen. Das Resultat: Es wirkt authentisch. Ich kaufe den Jungs dank der Musik ab, dass sie mit ihren Mittelalter-Roben nicht auf billiger Image-Mission sind, sondern an das, was sie da fabrizieren, glauben. Und das können heute nur noch die wenigsten Heiden-Bands von sich behaupten.
7 / 10 (Dorian Gorr)

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