Interview: Sahg
Am Ball bleiben!
Auf ihrem dritten Album – simpel „III“ betitelt – haben SAHG das Tempo ordentlich angezogen. Die Rock‘n‘Roll-Spitze aus Bergen konnte sich bei so viel Aggression auf keinen Albentitel einigen.
Interview: Dorian Gorr | Foto: Indie Recordings
Olav, alle Sahg-Mitglieder sind auch in anderen Bands und Projekten tätig. Wann war da Zeit für ein weiteres Sahg-Album?
Wir haben unterm Strich ein Jahr an dem Album gearbeitet. Unsere Mission war schon immer: Am Ball bleiben. Sahg sollten schon immer eine Band sein, die sehr beständig Alben veröffentlicht. Nur so entwickeln wir uns weiter.
Dass King mittlerweile nicht mehr bei Gorgoroth ist, dürfte sich als Vorteil herausgestellt haben oder?
Ja, schon. Er war zwar zeitweise sehr mit seinem neuen Projekt Ov Hell beschäftigt, aber er hatte trotzdem mehr Zeit für Sahg als früher. Er nimmt in der Band durchaus eine wichtige Rolle ein, auch wenn er für das aktuelle Album nur einen Song geschrieben hat. Normalerweise teilen sich Thomas Tofthagen und ich das Songwriting auf.
Warum hat auch „III“ keinen richtigen Titel verdient?
Aus dem gleichen Grund, warum auch die beiden Vorgänger keinen Titel hatten: Wenn der Titel nicht natürlich zu einem kommt, wäre es nur unehrlich, dem Album einen aufzuzwängen.
Was ist das für ein komischer Dämon, den wir auf dem Cover sehen?
Das Cover ist wichtiger als der Titel des Albums. Wir wollten durch das Artwork die Energie des Albums einfangen. Das Album ist viel schneller und als Gesamtwerk aggressiver als die Vorgänger. Das wollten wir ausdrücken und diese Dämonenstatue verdeutlicht die Musik des Albums sehr gut.


