Live: Watain & Deströyer 666

Watain

WATAIN
(+ DESTRÖYER 666 + OTARGOS)

25.9. – Essen, Turock

Text & Fotos: David Dankert

Lawless Darkness“ hat Watain ein großes Stück nach vorne gebracht, so verwundert es auch nicht, dass sogar Autogrammjäger jüngeren Semesters Jagd auf Fronter Eric vor dem Turock machen. Der Essener Club ist schon zu früher Stunde gut gefüllt, was OTARGOS sich allerdings nicht richtig zu Nutze machen. In der knappen halben Stunde Spielzeit präsentieren die Franzosen pfeilschnellen Black Metal, der jedoch jegliche Ecken und Kanten vermissen lässt. Auch die Brustpanzer entfalten nicht die vermutlich erwünschte Wirkung, weswegen Otargos nur wenige Zuschauer begeistern können.

Ganz anders gehen DESTRÖYER 666 die Sache an. Die Exil-Australier geben von der ersten Sekunde an Vollgas, knallen Songs wie „The Eternal Glory Of War“ oder das rasende „Raped“ aus den Boxen und treiben somit die Fans mehr und mehr Richtung Ekstase. Auch die Ausstrahlung und Spielfreude ist K.K. Warslut endlich einmal anzusehen. Zwar sind Ansagen wie immer rar gesät, dafür macht die Band ansonsten einen rundum überzeugenden Eindruck. Als auch noch Gassenhauer wie „Black City Black God“ oder das mächtige „I Am The Wargod“ ertönen, ist das Publikum endgültig zufrieden und fordert nach einer knappen Stunde Spielzeit lautstark eine Zugabe.

Als dann nach der langen Umbaupause endlich der Headliner loslegt, liegt pure Spannung in der Luft. WATAIN legen in voller Montur sofort mit bestechend klarem Sound los und erwischen mit „Malfeitor“, „Devil‘s Blood“ und dem wütenden „Satan‘s Hunger“ einen Blitzstart. Sofort ist das Publikum da, saugt jede Sekunde der mächtigen Songs auf, Watain selbst zelebrieren den Black Metal in einer Art und Weise auf der Bühne, dass viele nur mit weit aufgerissenen Augen auf die Bühne starren können. Selbst als bei „On Horns Impaled“ die Gitarren kurz versagen, bricht einfach großer Jubel aus, ehe Watain das reguläre Set mit dem Bathory-Cover „The Return Of Darkness And Evil“ beenden, und die unvermeidliche Zugabe in Form von „I Am The Earth“ nach etwa 75 Minuten diesen denkwürdigen Abend beendet.