| Power Metal
JON OLIVA‘S PAIN
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Vielleicht habe ich im Vorfeld zu viel von diesem neuesten Streich des Mountain Kings erwartet. Nach dem Vorgänger „Global Warning“ hatte ich allerdings auch allen Grund dazu. Dieses Album präsentierte einem Hit auf Hit und eine nachvollziehbare, nicht zu verwirrende Weiterentwicklung von Savatage in eine neue Band, die unter Jon Olivas Schirmherrschaft triumphiert. Leider ist „Festival“ kein mit „Global Warning“ vergleichbares Werk geworden. Natürlich sind Jons Songwriting, die einzigartigen Solos, die Keyboard-Arrangements und Jons Stimme erhaben und den meisten Konkurrenten meilenweit voraus, aber auf dem Album fehlen mir durchschlagende Ideen. Songs wie „Adding The Cost“, die einen gepackt und tagelang nicht mehr losgelassen haben. Das Album hat ein paar gute Momente, ein paar gute Ideen, das versteht sich von selbst. Aber von einem Mastermind, einem Genie und musikalischem Vordenker wie Jon Oliva erwarte ich, dass er diese dem Hörer noch besser zuspielt, noch eindeutiger in Szene setzt und dadurch unwiderstehlicher macht. Auf „Festival“ muss man schon bewusst suchen, die Songs durchwühlen, bis man die gewünschten Passagen findet und diese Songs dann aus dem für Oliva-Verhältnisse durchschnittlichen Rest herauspickt. Tollste Songs sind „Death Rides A Black Horse“, „Living On The Edge“ und das verspielte „Afterglow“. Anhören kann man sich „Festival“ zweifellos, mit den Vorgängern kann es aber nicht mithalten.
7 / 10 (Dorian Gorr)







