KATATONIA
(+ SWALLOW THE SUN + LONG DISTANCE CALLING)
2. Februar – Köln, Essigfabrik
Text: David Dankert
Foto: Peaceville
Neue Tour, neues Glück für Katatonia. Mit dem gewohnt soliden Album „Night Is The New Day“ und zwei interessanten Vorbands im Gepäck, bringen die Schweden wie schon auf der letzten Tour das Luxor (damals noch Prime Club) zum Platzen.
Schon beim Opener LONG DISTANCE CALLING ist es einem nicht mehr möglich, in die vorderen Reihen zu kommen. Der Weg zur Theke ist ebenfalls dicht. Wer nicht das Glück hat, in den ersten fünf Reihen des für solche Konzerte nicht geeigneten Luxors zu stehen, sieht von den Instrumental-Rockern so gut wie nichts. Diese werden dennoch abgefeiert, als wäre die halbe Stunde instrumentaler Prog Rock die Offenbarung des Jahres. Nur rund ein Drittel des Luxors hält sich noch etwas bedeckt mit euphorischen Reaktionen bezüglich Long Distance Callings Auftritt, der Rest der Anwesenden schlägt kräftig Alarm.
SWALLOW THE SUN werden anschließend ebenso gut aufgenommen, auch wenn diese bekanntermaßen deutlich härtere Töne anschlagen. Ebenfalls mit neuer Platte im Rücken und mit einer knapp 50-minütigen Spielzeit bedacht, können Swallow The Sun zumindest die Stimmung aufrecht erhalten, allerdings schleichen sich doch einige langgezogenen Passagen ein, weswegen das Warten auf Katatonia nicht nur wegen des rappelvollen Clubs ein Tick nerviger wird.
KATATONIA lassen sich anschließend zum Glück nicht lange bitten und legen wie erwartet den Schwerpunkt der Setlist auf die letzten zwei Alben. Trotzdem kommen zumindest die „Hits“ der neueren Katatonia-Phase nicht zu kurz und so werden auch Songs wie „Teargas“, „Saw You Drown“ oder „Ghost Of The Sun“ dargeboten und stark abgefeiert. Neben den „üblichen Verdächtigen“ haben die Schweden auch einige Songs im Gepäck, die zuvor noch nicht den Weg in ein Katatonia-Konzert fanden. Trotzdem stößt es nach gut 80 Minuten mehr als bitter auf, dass Katatonia diesmal nicht einmal mehr „Endtime“ zum Schluss spielen und somit konsequent ihre älteren Alben ignorieren. Unterm Strich bleibt es ein netter Abend, auch wenn bei einigen Anwesenden der Funke nicht überspringen wollte und das Konzert zeitweise etwas dahinplätscherte.








