Live: Lamb Of God
LAMB OF GOD
(+ JOB FOR A COWBOY + AUGUST BURNS RED + BETWEEN THE BURIED AND ME)
19. Februar – Stuttgart, Zapata
Text & Fotos: Christoph Sperber
Das Zapata in Stuttgart ist normalerweise eher eine Location für Black Music und Co., was aber kein Nachteil für Metal-Musik dort ist, ganz im Gegenteil – was die Bässe und den Sound allgemein angeht, scheint man dort mit nicht sehr Metal-verwöhnten Anlagen einiges auf die Beine stellen zu können.
Eröffnen dürfen den Abend BETWEEN THE BURIED AND ME mit ihrer nur schwer zu beschreibenden Musik, die schon eine Menge Publikum an die Bühne locken kann. Zum Abgehen scheint die Musik nicht geschaffen, aber Musiker und Leute, die sich auch mal auf sperrigere Musik einlassen wollen, bekommen hier ein wahres Feuerwerk der Virtuosität zu hören, nur ist die Spielzeit recht kurz gehalten.
Mit AUGUST BURNS RED geht es dann weiter, wobei die richtige Moshpit-Stimmung noch nicht wirklich aufkommen will. Trotzdem gehen sie mit ordentlich Power an die Sache heran – ihr etwas durchschnittlicherer Metalcore wird also immer noch gut an den Mann gebracht. Auf jeden Fall sind die nett aussehenden Jungs auch ein amüsanter Kontrast zu der teils sehr bärtigen, bösartig dreinschauenden Haudrauf-Deathcore Band JOB FOR A COWBOY.
Die bringen nun endlich einmal richtig viel Bewegung ins Publikum, und zeigen höchstes technisches Niveau. Vor allem was sie auf der Bühne an Bewegung zeigen, ist beeindruckend.
Als dann endlich LAMB OF GOD loslegen, geht die Publikumsaktivität endlich einmal nach oben. Und während dem Publikum gegen Ende langsam die Luft ausgeht, machen Lamb Oof God einfach über die recht lange Spielzeit hinweg weiter ordentlich Action – mit der sarkastischen Bemerkung, die Franzosen seien mehr abgegangen (unsere inoffizielle Erzfeindschaft ist eben auch in den Staaten bekannt) kann das Publikum dann auch nochmal animiert werden, zu Hits wie „Redneck“ oder „Now You‘ve Got Something To Die For“ zu moshen.


