NEGURA BUNGET
(BLACK MESSIAH + ADORNED BROOD)
15.10. – Oberhausen, Helvete
Text & Fotos: David Dankert
Auch im Turock legt die „Black Trolls Over Europe“-Tour eine Stop ein, doch auch wenn ein Großteil der Konzerte im Turock gewohnt gut besucht sind, sieht es diesmal nicht ganz so rosig für den Veranstalter aus.
Als ADORNED BROOD nach einem Pagan-Vorprogramm die Bühne besteigen, finden sich gerade mal rund 60 Leute zusammen. Trotzdem lässt sich das Sechstett nicht einschüchtern, denn gerade „Hammerfeste“ oder aber auch das „7 Tage“-Cover mit Unterstützung von Black-Messiah-Sänger Zagan an der Violine sorgen für ordentlich Stimmung, ehe Adorned Brood nach rund 35 Minuten den Platz für die nachfolgenden BLACK MESSIAH frei machen.
Diese profitieren dann deutlich von ihrem Heimspiel-Status in Essen, können die Stimmung nochmals steigern und zeigen sich selbst auch energiegeladen und motiviert. Zwar meckert Sänger Zagan kurz über den strikten Curfew, der wohl alle Bands dazu zwingt, ihre Setlist um ein bis zwei Songs zu kürzen, dennoch haben die Fans vor der Bühne durchgehend Spaß und feiern bis zum abschließenden „Moskau“ durch.
Nach einer Viertelstunde Umbaupause haben sich unglücklicherweise schon einige auf den Heimweg gemacht, doch auch NEGURA BUNGET lassen sich davon nicht beirren und schleppen kiloweise traditionelle Folkinstrumente auf die Bühne, um ihre komplexen Songs darzubieten. So legen die Rumänen auch gleich mit dem atmosphärischen „Cara De Dincolo De Negura“ vom neuen Album „Virstele Pamintului“ los, während sich die Bühne langsam in einen dichten Schleier aus Kunstnebel legt. Die Musiker selbst spielen bei fast jedem Song alle verschiedene Instrumente im Wechsel, sodass es viel zu sehen gibt. Auch die scheinbar live kaum umsetzbaren Songs werden perfekt dargeboten. Zwar besteht die Setlist aufgrund des starken Line-Up-Wechsels lediglich aus den Alben „Om“ und dem neusten Werk, dennoch liefern Negura Bunget hier eine durchweg überzeugende Show. Als dann auch noch das geniale „Hora Soarelui“ und das abschließende „Dacia Hiperboresana“ gespielt werden, verlässt keiner der Anwesenden enttäuscht das Turock.









