Live-Bericht: Electric Wizard

Electric Wizard Live

ELECTRIC WIZARD
(+ MOSS)

30.10. – Köln, Underground

Text & Fotos: Elvis Dolff

Ein verdoomt guter Abend sollte die Kölner Fans des elektrischen Zauberers erwarten. Als exklusiver Deutschland-Gig war das Konzert im Underground auch wie verhext schnell ausverkauft. Den zauberhaften Vorgeschmack bereiten die ebenfalls britischen Doom-Brocken MOSS. Der Name ist Programm: ultra-langsamer Doom, der es zulässt, dass man in der Zeit eines einzigen Riffs Moos ansetzt. Megaepische Vocals durchbrechen das verzerrte Soundgewand in mehr als eindrucksvoller Weise. In nur drei Songs bringen die Briten satanische Härte und Schwere auf den Punkt wie es manch eine andere Band in 40 Jahren Band-Geschichte nicht hinbekommt. Ein absolutes Moss für alles Doom-Fans.

Nach einer kurzen Pause steht die magische Mannigfaltigkeit des ELECTRIC WIZARD auf dem Programm. Dass hier eine soundmäßig wirklich perfekte Show geboten werden würde, hätten wohl viele im Vorfeld angezweifelt. Doch so kommt es: den doomigen Zauberern sollen magisch gute Klangverhältnisse den Weg ins Ohr der gierigen Fans bereiten. Jeder Song erreicht die volle Wirkung durch nahezu hundertprozentige Übereinstimmung mit dem Sound der Platte im heimischen Klangstudio. Neben ganz neuen Songs wie „Black Mass“ oder „Night Child“ überzeugen auch Klassiker wie die „Satanic Rites Of Drugula“ oder „Dopethrone“. Jeder Song überzeugt durch Justins Vocals, die volle Bandbreite an doomiger Zerr-Störung und die absolut satanische Schwere eines jeden Stückes. Mehr als nur gelungen! Kein Wunder, dass es nur positives Feedback aus dem Publikum gibt, das letztlich nur bedauert, dass das Konzert relativ abrupt schon um halb elf ohne Zugabe aufhört. Zauberer kennen halt Tricks genauso schnell wieder zu verschwinden, wie sie auftauchen.

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