Live-Bericht: Menhir in Oberhausen, Helvete
MENHIR
(+ STRYDEGOR + HARADWAITH)
15.10. – Oberhausen, Helvete
Text & Fotos: David Dankert
15 Jahre Menhir gilt es am 15.10.2010 im Oberhausener Helvete zu feiern. Der Geburtstag interessiert scheinbar viele, weswegen HARADWAITH den Abend auch vor einer durchaus ansehnlichen Menge eröffnen dürfen.
Diese profitieren sichtlich auch von dem „prominenten“ Zuwachs am Mikrophon in Form von Ex-Endstille-Fronter Iblis. Dass dieser „Bonus“ dennoch bei weitem nicht reicht, um das Publikum zu überzeugen, wird nach nur wenigen Songs klar. Zu charakterlos preschen Haradwaith durch ihre Setlist, und so leert sich nach und nach der Konzertraum des Helvete.
Die nachfolgenden STRYDEGOR trifft es zudem um einiges härter als die vorangegangenen Haradwaith, denn bei ihnen finden sich mehr oder weniger nur eine Handvoll Leute vor der Bühne ein. Mit dem recht unspektakulären (Pagan) Death Metal kann das Quartett sich an diesem Abend auch keine neuen Fans mehr erspielen, weswegen sich nicht wenige die Zeit an der neuen Cocktail-Bar vertreiben.
Dieser Zustand ändert sich jedoch schlagartig, als MENHIR starten. Vor der Bühne wird es schon während des Intros voller, als dann auch noch Heiko und seine Mannen mit dem Bandklassiker „Einherjer“ loslegen, gibt es kein Halten mehr. Menhir präsentieren sich nicht nur im superben Soundgewand, auch die Laune der Musiker selbst und die Setlist sind einfach top. So werden Songs wie „Das Verborgene Reich“ oder „Menhir“ vom Publikum dankend mitgesungen, ehe mit dem ersten Teil des „Hildebrandliedes“ die reguläre Setlist beendet wird. Doch die Anwesenden lassen nicht lange auf sich warten und schaffen es insgesamt ganze dreimal Menhir zum weitermachen zu animieren. So werden Hits wie „Valhalla“, „Ziuwari“ oder aber das laut Heiko seit 15 Jahren nicht mehr gespielte „Winter“ ausgekramt, was zwar nur holprig gelingt, aber dennoch bei vielen für Freudentränen sorgt. Als das Ende mit „Thuringia“ besiegelt wird, wissen anscheinend selbst die Fans nicht mehr, welche Songs sie sich noch wünschen sollen und entlassen die Geburtstagskinder nach rund 90 Minuten glücklich in den Feierabend.



