CD-Review: Masterplan – Time To Be King

Melodic Power Metal

MASTERPLAN
Time To Be King
10 Songs (44:56) / erschienen am 21.5. (AFM|Soulfood)

Alle die, die sich durch die Rückkehr des Ausnahmesängers Jorn Lande ans Masterplan’sche Mikro erhofft haben, dass man einen Geniestreich a la „Aeronautics“ vorgesetzt bekommt, werden von der vierten Scheibe der Power-Metaller, welche sich „Time To Be King“ schimpft, zumindest etwas enttäuscht sein. Das liegt weniger an dem Album, sondern an der Fülle an Erwartungen, die man an die Band hat. Die Platte für sich genommen ist nämlich richtig gut und wird noch besser, je häufiger man sie hört. Masterplan zeigen sich bei Songs wie „The Black One“ ungewohnt düster, bringen es dennoch fertig, einen Ohrwurm nach dem anderen zu fabrizieren. Durch die mehr oder minder neuen Akzente kommt das Album abwechslungsreich daher, ein paar mehr richtig kräftige Nummern wie der Opener „Fiddle Of Time“ hätten dem Gesamteindruck nicht geschadet, zumal gerade dieser schmissige, keylastige Einstieg Erwartungen schürt, die so nicht erfüllt werden und es immer kritisch ist, einen nicht unbedingt repräsentativen, wenn auch sehr gelungenen Song an den Anfang zu stellen. Aber was red‘ ich, zumindest mich hat das ja nicht davon abgehalten, die LP lieben zu lernen. Und ja, es muss gesagt werden, toll das Jorn wieder da ist, der Mann singt selbst die wenigen nicht ganz so gelungenen Songs schön. Fazit: Zu alter Höchstform haben die Mannen zwar noch nicht zurückgefunden, aber auf dem Weg, den Masterplan zu verfolgen, sind sie allemal wieder.
8 / 10 (Miriam Görge)