| Hardcore
PRO-PAIN |
Metal-Fans sollten sich bei Pro-Pain niemals davon abschrecken lassen, dass diese offiziell als Hardcore-Band geführt werden. Ihre neue Scheibe „Absolute Power“ bietet vieles, was Metaller begeistern dürfte. Neben den üblichen Hardcore-Klängen, bekommt man hier etliche Groove-Parts geboten, die sich unglaublich gut machen. Weiterhin gibt es die für den klassischen Hardcore absolut unüblichen Solos, die nicht nur von Metal-Leidenschaft zeugen, sondern auch von technischer Versiertheit und Leidenschaft. Einziges Manko bei dieser Band ist nach wie vor die Stimme. Diese klingt die ganze Platte hindurch haargenau gleich, was vor allem während manch eines Metal-Rock-Parts weniger gut kommt. Außerdem stellt sich dadurch auf Dauer eine gewisse Monotonie ein, die nur ab und zu durchbrochen wird, wenn Gary Meskil sich einmal nicht die Seele aus dem Leib brüllen darf, sondern von mehrstimmigen Punk-Chören begleitet wird. Ein gutes Beispiel dafür ist „AWOL“, der mit Abstand der beste Song des Albums ist. Ein weiterer Anspieltipp ist die kurze Punk-Hymne „Divided We Stand“, die mit einer Länge von 1:48 besonders knackig ausfällt. Dass das Album mit 37 Minuten Spielzeit ebenfalls kurz ausfällt, stört angesichts dieser Songs nicht wirklich. Die übrigen Highlights, die auch von einigen mittelmäßigen Hardcore-Songs flankiert werden, hören auf die Namen „Gone Rogue“ und „Rise Of The Antichrist“. Das Album sollte Hardcore-affinen Metallern gefallen.
7 / 10 (Benjamin Gorr)







