CD-Review: Audrey Horne – Audrey Horne

Hard Rock, Post-Grunge

AUDREY HORNE
Audrey Horne
11 Songs (50:33) / erschienen am 26.2.
(Indie|Soulfood)

Was eigentlich recht unscheinbar und harmlos wirkt, kann oft doch mehr sein. So auch bei Audrey Horne, die Band, die hauptsächlich ein Nebenprojekt von Arve Isdal aka Ice Dale (seines Zeichens Gitarrist von Enslaved) ist. Hard Rock und Post-Grunge, der sehr von der überaus melodischen Stimme von Torkjell Rød lebt, wird hier geboten. Richtig rocken tut das aber eher nicht; keine Feuerwerke á la AC/DC oder Abstürze der Marke Nickelback – hier gibt es nachdenklichen, atmosphärischen Rock, welcher an Alice In Chains mit Vocals in Richtung Mike Patton erinnert, wohlgemerkt „in Richtung(!)“. Das Album macht zwar keine gute Laune, kann aber aufbauen, es reißt keine Häuser ein, kann aber neue Bäume säen, die dann bis in unendliche Sphären aufsteigen. Anspieltipps sind „Charon“, „Blaze Of Ashes“ oder das tragische „Sail Away“. Zu den Interessierten sollten sich diejenigen zählen, die melodischen Stimmen und tragischem Pathos etwas abgewinnen können. Kann man sich zugegebenermaßen auch nicht immer geben.
6 / 10 (Elvis Dolff)

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