| Black Punk
DARKTHRONE
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Wenn es eine Band gibt, von der man wahrhaft behaupten kann, dass sie einen Scheiß darauf gibt, was irgendjemand von ihr hält, dann sind das Darkthrone. Das dynamische Duo hat sich mit den vergangenen Alben stark von ihren früheren Wurzeln, dem Neunziger-Black-Metal, entfernt und zelebriert seitdem einen wüsten Mix aus Punk, Rock‘n‘Roll, Speed Metal und natürlich stets latent vorhandenen Black-Metal-Einflüssen. Mittlerweile ist das zwar nicht mehr eine übermäßige Überraschung, ein Erlebnis ist ein solches Album aber immer wieder. Mit Spannung verfolgt man, zu welchen Gipfeln der kultigen Absurdität sich Fenriz und Nocturno Culto diesmal aufschwingen. Und in der Tat erklimmen die beiden neue Höhepunkte der Andersartigkeit. Vor allem Fenriz‘ pseudomelodischer Gesang lässt einen mehrfach die Augenbrauen hochziehen. Technisch ist sein Gesang unterirdisch und dennoch zugleich hochgradig faszinierend. Nocturnos Vocals sind solide wie eh und je, büßen nur an manch einer Stelle etwas an gefühltem Enthusiasmus ein. Was das Album etwas schwächer macht als die Vorgängerwerke, ist das nicht ganz so stark vorhandene Hitpotenzial. Der Titeltrack, „Black Mountain Totem“ und „I Am The Grave Of The 80s“ gehen ordentlich ab, können aber nicht mit „Hiking Metal Punks“ oder „The Winds They Called The Dungeon Shaker“ mithalten. Aber vielleicht fehlen den Songs dafür noch ein paar mehr Durchläufe.
8 / 10 (Dorian Gorr)







