CD-Review: Freitod – Nebel der Erinnerungen
| Black Metal
FREITOD |
Dafür, dass Freitod bei Ván unter Vertrag stehen, ist die Band schon beinahe ungewöhnlich konservativ was die Ausübung ihrer Spielkunst angeht. Das Zwei-Mann-Projekt aus Süddeutschland lässt irgendwelchen externen Einflüssen sehr wenig Platz. Das ist angesichts der Experimentierfreude, die viele Bands oft auch vergeblich zur Schau stellen, definitiv mal erfrischend, aber hat eine nicht allzu langanhaltende Wirkung. Frostige Gitarrenriffs, wütendes Gekeife, eingelullt in einer rumpeligen Norweger-Produktion kriegt man eben auch an vielen anderen Ecken geboten. „Abwärts“ ist der einzige Track, der zeigt, dass Freitod eine Menge mehr Charakter versprühen könnten. Nicht dass die Jungs ihre extremen Wurzeln verleugnen sollen, das Album geht schon ziemlich in Ordnung, es ist nur nicht übermäßig spektakulär.
6 / 10 (Dorian Gorr)

