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Der Rückblick aufs Jahr 2011 – Jetzt kostenlos herunterladen

Januar 13th, 2012

Der Jahresrückblick 2011 von METAL MIRROR2011 war ein musikalisch tolles Jahr, das aber auch etliche Tragödien für Heavy-Metal-Fans bereit hielt. In unserem traditionellen Jahresrückblick haben wir auf die vergangenen zwölf Monate zurückgeschaut. Lest alles über die wichtigsten Ereignisse des Jahres und wie wir das Jahr mit zwölf tollen Ausgaben begleitet haben. Außerdem listet nicht nur das gesamte Team die Flops und Tops des Jahres auf, sondern auch einige Musiker, die wir um ihren Rückblick auf 2011 gebeten haben. Mit dabei sind Musiker von Sonata Arctica, Edguy, Alestorm, Asphyx, Turisas und Hatesphere.

Den Jahresrückblick könnt ihr HIER kostenlos herunterladen. Viel Spaß dabei!

Festivalbericht: Summer Breeze – “Metal-Hochburg im Süden”

August 29th, 2011

Primordial (c) Summer Breeze

Metal-Hochburg im Süden

Mitte August und es ist wieder Zeit für eine sommerliche Brise Metal. Das Summer Breeze wartet wie jedes Jahr mit einer guten bis fast schon zu gemischten Mischung aus sehr vielen Rock- und Metalbereichen auf. Dieses Jahr u.a. mit HammerFall, In Extremo und Bolt Thrower. Der Metal Mirror war da, um sich ein Bild zu machen.

Text: Elvis Dolff & Christoph Sperber
Fotos: SummerBreeze

Nachdem sich einige lokale Bands im „New Blood Award Contest“ gemessen haben, geht es am Mittwoch auch schon mit den ersten Leckerbissen los, wozu sich auch schon massig Fans eingefunden haben. So als erstes aus dem mittleren Osten: Melechesh, die gekonnt und überzeugend ihre Form des Black Metals präsentieren. Nicht nur, dass deren Kompositionen mit vertrackten Melodien und östlichen Elementen dem Ohr eine interessante Abwechslung bieten, nein – den Kerlen nimmt man den Black Metal auch mehr ab als ihren europäischen Verwandten in der Gattung der Pandabären.

Mit Destruction kommt eine der für das Konzert angesagten deutschen Thrash-Größen zum Zuge. Ein wenig fehlt Schmier & Co aber  leider die Energie. Trotz allem lassen sich Klassiker wie „Nailed To The Cross“ wunderbar abfeiern. Vader sorgen im Anschluss für die nötige Portion tödliche, polnische Nackenbrecher. Mit starkem Set und dem abschließenden Cover-Medley wissen sie das immer noch zahlreiche Publikum zu überzeugen. Nachdem der polnische Panzer das Schlachtfeld verlassen hat, trumpft zu später Stunde noch die britische Heavy-Fraktion von Hell auf. Mit Nosferatu am Bass, Jesus mit Alu-Dornenkrone am Gesang und fast einwandfreier Gitarren-Wipp-Choreographie sind die Jungs zumindest um jeden Show-Effekt bemüht. Musikalisch kommt da leider nicht so viel.

Donnerstag: Zahnschmerzen
Den Donnerstag eröffnen auf der Party-Stage die Hannoveraner Thrasher Cripper. Die Band um Frontröhre Britta Görtz weiß den Opener-Slot sinnvoll zu nutzen und das Publikum aufzuwecken. Starke Band! Überraschend mitreißend sind darauf The Haunted. Wenn sie auch nicht mehr die Jüngsten sind, schaffen sie es doch, einfach Metal zu zelebrieren. So mancher Metaller lässt sich davon mitreißen, ein bisschen des guten alten Göteborger-Sounds zu hören.

Im Anschluss wird es schwarz auf der Party Stage. Nach einem soliden Auftritt der Black-Metal-Hoffnung Der Weg Einer Freiheit, die aber auf Platte mehr überzeugen können, starten Vreid durch. Die Songs grooven und „Speak, Goddammit“ oder auch die älteren Songs wissen die Fans zu greifen. Leider ist der Sound live oft nicht so clean und simpel wie auf der Platte, wo gerade das den Groove ausmacht. Auf der Main Stage gibt’s im Anschluss eins der ersten Highlights des Festivals: Die Kalifornier Suicidal Tendencies wissen das Publikum mit einer ihrer seltenen Audienzen umzuhauen. Von „Join The Army“, „Possessed To Skate“, „You Can’t Bring Me Down“ bis zu „Institutionalised” – egal, die Bühnenpräsenz der Jungs ist einfach nur unschlagbar. Jedem Fan wird hier ein kurzer, aber umso besserer musikalischer Orgasmus geschenkt.

Mit der aufkommenden Dämmerung spielen Arch Enemy auf. Angela Gossow teilt ihr Leid mit ihrer Community und kündigt an, dass jeder ihrer Schreie heute ernst gemeint sei, da sie Zahnschmerzen plagen. Der Auftritt wird begleitet von einer ungewöhnlich großen Pyroshow, die eher die Feuerwehr als einen Arzt auf den Plan ruft. Musikalisch gibt‘s hier keine Überraschungen.

Ordentlich gefüllt ist das Partyzelt, als Decapitated die Bühne stürmen und ihr Riffgewitter losbrechen lassen. Der Sound ist ordentlich druckvoll, die Musik ist es ohnehin und so wird einem hier einer der Aggressionshöhepunkte des Festivals geboten. Headliner des Donnerstags sind In Extremo. Wohl ein teurer Name, den man gekauft hat, um mehr Leute anzulocken. Denn wirklich auf ein Metal-Festival scheinen die nicht mehr zu passen. Ihre neuen Songs rangieren irgendwo zwischen Enttäuschung und Kopfschütteln. Trotzdem müssen davon einige runtergeträllert werden. Zudem wirkt die ganze Band nicht wirklich bei der Sache, kleine technische Probleme kommen hinzu und der Sänger gibt sich zu den ach-so-gefühlvollen Texten so künstlich und unemotional wie ein durchschnittlicher MTV-Popstar. Großer Höhepunkt des Konzerts scheint „Herr Mannelig“ zu sein, eines der wenigen älteren Stücke. Wer Mittelalterrock will, ist mit anderen Bands des Festivals weit besser bedient.

Freitag: Schweres Geschütz
Melodic-Death-Metal-Höhepunkt des Festivals sind die Finnen Kalmah. Geile Musik mit leichten Abstrichen im Sound. Dazu die provokanten Bemerkungen des Sängers über deutschen Fußball. Gibt es da irgendeine finnisch-deutsche Erbfeindschaft? Na ja, solange wir deren Musik haben stimmt alles!

Unpassend zum immer noch sonnig warmen Wetter ist der düstere Sound von Enslaved. Der ist im Großen und Ganzen gut, kann aber doch nicht so zünden wie erwartet und wirkt zu diesem Zeitpunkt vor diesem Publikum vielleicht etwas deplatziert. Stilistisch sehr exotisch zeigen sich Graveyard mit ihrem Sound, der in Richtung Black Sabbath oder Led Zeppelin geht. Geile Musik, die nur bei ein paar der Besucher wirklich ankommt. Auffallend ist der total genervte Sänger, der wohl gerne überall wäre, nur nicht auf dem Summer Breeze. Ein bisschen mehr Spaß täte der Sache sicher gut.

Während psychedelische Klänge das Party-Stage-Publikum in Sicherheit wiegen, walzt mehr oder minder frontal der fette Bolt-Thrower-Panzer das Main-Stage-Publikum nieder. Legendär wie diese Band ihren eigenen Status in der Szene hält und wie die musikalische Kriegsmaschinerie jeden einfach nur immer wieder umhaut. Mit „IV Crusade“, „Killchain“, „…For Victory“ oder „When Cannons Fade“ ja auch überhaupt kein Wunder. Ein weiteres Highlight im Kampf um die beste Band – auch wenn Bolt Thrower unfairerweise immer die schwersten Geschütze auffahren. Neaera haben schon vor zwei Jahren einen gewissen Legendenstatus mit ihrer Show auf dem Breeze erreicht. Mit dem jetzigen Auftritt wird der Status noch ein ganzes Stück weiter ausgebaut. Voller Energie gehen die Jungs ab und animieren das Publikum zu einem Circle Pit durch das ganze Zelt. Nur ein paar Klassiker fehlen.

Der nächste Headliner steht an: Hammerfall. Und auch wenn die Band die Gemüter spaltet, versammelt sich eine ganze Meute vor der Hauptbühne – ob zum Veralbern oder Mitgrölen. Der Auftritt flattert jedenfalls recht unspektakulär vorbei. „Heeding The Call“, „Hammerfall“, „Hearts On Fire“ oder „Let The Hammer Fall“ sind aber zumindest Songs, die auch Nicht-Hammerfäller kennen und gebührend mitgrölen. Gut, solide, aber unberauschend.  Für Fans von Kataklysm gibt es dieses Jahr eine hübsche Überraschung: Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums wird eine DVD aufgenommen, teils mit Songs, die bisher noch nie gespielt wurden. Dazu gibt es eine große 20 aus Wunderkerzen. Toll! Und beim Publikum kommt das „Hypergeblaste“ auch ganz gut an – trotz einiger technischer Probleme.

Relativ spät finden sich doch noch einige gefallene Krieger zum Einherjer-Gig im Zelt ein. Die Band, die nach einigen Jahren Abstinenz und mutmaßlichem Aufenthalt in Valhall zurückgekehrt ist, spielt überwiegend Songs ihrer neuen Platte, weiß aber mit ihrem Viking Metal nicht allzu viele Hörnerschwinger mitzureißen.

Samstag: Alles Gitarristen
As I Lay Dying gehören klar zu den Bands, die die Massen mitreißen können und bleiben damit schon fast hinter den Erwartungen zurück. Was trotzdem heißt, dass das Breeze ordentlich zu kochen anfängt. Vielleicht hätten ein paar mehr alte Songs noch etwas mehr rauskitzeln können, als super Liveband demonstrieren sie sich aber auch so.

„Der nächste Song geht raus an all die Gitarristen.“ Diese Ansage sagt alles – willkommen zu Obscura! Mit neuem Bassisten (noch etwas unsicher wirkend) wird die musikalisch-technische Extreme des Breeze definiert. Und richtig gut scheint das bei den ersten Reihen anzukommen. Wahrscheinlich alles Gitarristen… Sonst auch geil, aber wohl zu komplex für den Sound eines Festivals und die Ohren alkoholgeschwängerter Besucher.

Ähnlich komplex schallen die Berliner The Ocean ihren aggressiven Post-Metal-Sound in Richtung Publikum. Ihre Kombination aus sphärischen Klangwänden und Hardcore-esken Ausbrüchen und starken Melodie-Passagen wirken wundervoll verstörend bis markerschütternd mitreißend. Ein Gefühlsausbruch jagt den nächsten. Sehr stark!

Nach dem ganzen Trubel um Nightwish ist es interessant zu sehen, wie sich Tarja denn so mit ihrer neuen Truppe macht. An den Charme der wilden Musiker vor Nightwish reichen sie nicht annähernd heran. Was sich um Tarja schart, sind ein paar gute Musiker, die aber viel zu steif wirken. Und Tarja selbst? Ist nicht wirklich in Bestform und wirkt etwas künstlich. Und dann der Höhepunkt: ein Kerl kommt auf die Bühne und hält eine kurze abgelesene Rede über Tarja und sie erhält eine Urkunde oder etwas Ähnliches. In jedem Fall nervt das Rumgelaber und  Tarjas I-Love-Yous. Da hätte man mehr Musik machen können.

Danach: wunderschönes Kontrastprogramm, wieder ein deutsches Thrash-Urgestein. „Free Fire Zone with my M-16!“ – manch einem scheinen Sodom nicht wirklich zu gefallen, eine geile Show kriegen sie aber trotz allem noch locker zu Stande. Mit Onkel Tom wirkt alles sehr lässig, es gibt Kommentare zu Fußball, Thrash-Klassiker und das Gelände ist bis hinten durch besetzt.

Den letzten Deutschland-Gig überhaupt spielen heute die Niederländer God Dethroned. Mit Songs  wie „Serpent  King“, „Poison Fog“ oder „Storm Of Steel“, kombiniert mit der erstmals live gespielten Nummer „Soul Capture 1562“ und dem mehr als symbolischen Abschlusssong  „Under The Sign Of The Iron Cross“ gelingt auch der Abschied vom deutschen Publikum. Das Interesse aber hält sich in Grenzen für das oft im Schatten gestandene Stiefkind der Death-Metal-Szene. Ein Abschluss-Gig hätte ein größeres Publikum verdient gehabt.

Ein in jedem Fall noch einsatzwilligeres, wenn auch definitiv dezimierteres Publikum können hingegen die Schweden Vomitory auf den Plan rufen. Hier werden bei vielen noch einmal die letzten Reserven mobilisiert. Starker Gig, mitreißende Show zu später Stunde und ein würdig-brutaler Abschluss des 2011er Summer Breezes.

Zurück bleibt der Eindruck, ein starkes Festival besucht zu haben, dass aber immer größer zu werden scheint und dadurch langsam weniger Spaß macht – besonders wenn man auf Camping-Platz N zelten muss: „N wie N-ter dem Wald“. Das hat schon Ansätze von Wacken-Dimensionen. Soll es da wirklich hingehen?

Festivalbericht: PartySan Open Air – “Pitschnass in Schlotheim”

August 29th, 2011

Pitschnass in Schlotheim

Das Party.San Open Air 2011. Nachdem das Festival im letzten Jahr mit großen Platzproblemen, resultierend aus apokalyptischen Wassermassen, zu kämpfen hatte, wechselte man prompt die Location und verließ das Erfurt-nahe Bad Berka für das etwas weiter nördlich gelegene Schlotheim. Team Metal Mirror hat sich dort mal umgesehen.

Donnerstag: Dach kaputt
Das musikalische Programm startet am Donnerstag unter anderem mit den Grindhäschen Aborted. Wie alle anderen Bands an diesem Abend, müssen sie ins Partyzelt umziehen. Der geplante Auftritt auf der Hauptbühne ist für niemanden mehr möglich gewesen, nachdem ein Teil des Dachs zusammengekracht ist. Mehr Glück beim Wetter hat die neue Location nicht gebracht. Nichtsdestotrotz grinden Aborted ihr Set dem vollgestopften Partyzelt entgegen. Nach Death-Grind gibt es atmosphärischen Folk Black Metal aus Rumänien, präsentiert von den kritisch beäugten Überbleibseln von Negura Bunget. Dass hier die Stimmung nicht überkocht, ist angesichts der epischen Songs logisch, dennoch hätten Negru und Co. einiges mehr reißen können, wenn man sich abgesehen von einem Stück nicht nur auf das letzte Album beschränkt hätte. Es folgt die Wiederkehr von Darkened Nocturn Slaughtercult. 2005 spielten die deutschen Black-Metal-Puristen zuletzt im Zelt (damals allerdings noch planmäßig). Auch dieses mal füllt sich das Zelt erneut beträchtlich und Fronterin Onielar keift sich die Stimmbänder wie gewohnt heiser. Dass der Auftritt trotzdem nicht heraussticht, liegt wohl auch am eher schwachen Sound im Zelt, unter dem schon Negura Bunget leiden mussten. Nach 45 Minuten stehen Decapitated auf den Brettern. Diese genießen ein mittlerweile sehr volles Zelt, was aber augenscheinlich nicht aufgrund ihrer Präsenz zustande gekommen zu sein scheint, sondern einfach nur das Resultat der Enge der Location ist. Als Triptykon nach endlosem Soundcheck und mit ordentlich Verspätung endlich die Bühne betreten, ist es vor dieser hingegen nicht mehr ganz so voll, wie es eigentlich zu erwarten war. Gewohnt schleppend eröffnen Triptykon mit „Procreation Of The Wicked“ und reihen im Laufe des Abends noch Celtic-Frost-Klassiker wie „Circle Of The Tyrants“ oder „Babylon Fell“ in ihre Setlist mit ein. Zum Ende hin flacht der Auftritt inklusive schnarchigem Stageacting etwas ab, dennoch kann man getrost festhalten, dass zumindest die Orga astrein auf die geschrottete Hauptbühne reagiert hat und mit dem Partyzelt eine solide Notlösung gefunden wurde.

Freitag: Wetterapokalypse
Der Freitag beginnt früh um 14 Uhr mit Truppensturm auf der wieder einsatzbereiten Hauptbühne. Zwar wirkt das Aachener Trio etwas statisch, musikalisch gibt es trotzdem stumpf und zugleich amtlich auf die Ohren. Nach knappen 30 Minuten ist das Gebolze zwar schon wieder vorbei, doch der nächste Spaß in Form von Urgehal steht schon in den Startlöchern. Schon ordentlich angeheitert und mit Kick-Ass-Ansagen im Repertoire legen Nefas, Enzifer und Konsorten mit Songs wie „Satanic Black Metal In Hell“ oder einem brutalen Autopsy-Cover einen astreinen Auftritt mit glasklarem Sound hin.

Absu haben hingegen damit zu kämpfen, dass immer noch kein zweiter Gitarrist gefunden wurde. Dementsprechend ist der Sound etwas dünn, was jedoch nichts an Proscriptors legendärer Bühnenpräsenz und Ansagen ändert. „Swords And Leather“, „Apzu“ oder „Manannan“ treten ordentlich Ärsche vor der Bühne. Den Auftritt kann man als Erfolg verbuchen! Einen ebenso epischen und nicht minder mitreißenden Gig feiern die Iren Primordial. Mit Songs wie „Empire Falls“, „Coffin Ships“, „As Rome Burns“, „No Grave Deep Enough“ oder „Bloodied Yet Unbowed” spiegeln sie einmal mehr ihre einzigartige Spielweise wider. Besonders Fronter Alan „Naihmass Nemtheanga“ Averill verkörpert durch seine Präsenz und Gestik einen großen Anteil des Zaubers der Band. Melechesh sind als nächstes an der Reihe und ziehen im Vergleich zum letzten PartySan-Auftritt deutlich mehr Leute vor die Bühne. Diesmal stimmt der Sound auch und angeführt von Ashmedi können vor allem Songs von „Emissaries“ punkten. So bildet zum Abschluss noch das amtlich abgefeierte „Rebirth Of The Nemesis“ den idealen Abschluss eines sehr starken Auftritts.

Bis hierhin hat einen der Wettergott noch verschont…. bis zum Auftritt von Morbid Angel! Kaum betreten Trey Azagthoth und David Vincent die Bühne, bricht die Apokalypse über Schlotheim herein. Unbeeindruckt dessen hauen Morbid Angel im perfekten Sound Klassiker um Klassiker in die durchnässte Menge. „Maze Of Torment“, „Lord Of All Fevers And Plague“ und sogar „Angel Of Disease“ bringen angesichts des ätzenden Wetters nochmal ordentlich Schwung in die Masse. Der Auftritt endet jedoch mit einer kleinen Enttäuschung: Als nach „Chapel Of Disease“ Morbid Angel die Bühne verlassen und minutenlang ein Intro suggeriert, dass es noch eine Zugabe gibt, ist die Enttäuschung groß, als plötzlich das Licht angeht und Morbid Angel somit ohne die obligatorischen Rausschmeißer „Where The Slime Lives“ und „God Of Emptiness“ die Bühne verlassen.

Samstag: Entjungferung
Recht früh am Samstag spielen die schwarzen Thrasher Witchburner auf, animieren viele aber nur bis zum dritten Song. Panzerchrist haben im Anschluss hingegen eine Fanbasis im Publikum und überzeugen bei ihrem allerersten Auftritt in deutschen Landen überhaupt. Und das nach 17 Jahren Bandexistenz. Besser spät als nie…

Obwohl Taake spontan den früheren Slot von Exhumed übernehmen müssen (die Amis sind nach Bad Berka anstatt nach Schlotheim gekurvt, Riesenspaß), ist es wie zu erwarten brechend voll vor der Bühne. Zwar kann man bei vielen Anwesenden auch eine gewisse Sensationsgeilheit erkennen, diese wird jedoch nicht erfüllt. Stattdessen spielen Taake einen weiteren soliden Gig ohne wirklich nennenswerte Highlights. Als die Ami-Verpeiler Exhumed endlich eintreffen, prügeln sie mit Gewalt aufs Publikum ein. Die „Matter Of Splatter“ wird hier formgerecht abgehandelt und grindet dem Publikum eloquent entgegen. Exhumed zeigen, dass sie wieder da sind und zurecht exhumiert wurden.

Nachtmystium können trotz ihres gewissen Exoten-Status‘ nicht so viele Leute vor die Bühne locken wie erwartet. Mittlerweile wieder mit zweitem Gitarristen und auch einem Keyboarder am Start, machen die Amis deutlich mehr her als noch vor zwei Jahren auf Tour. Trotzdem leiden sie unter dem schwachen Sound. Als dann auch noch dem Drummer die Fußmaschine abschmiert, wirkt das ganze doch etwas unglücklich.

Was war der Aufschrei groß, als WATAIN das zweite Mal in Folge gebucht wurden. Im Endeffekt ist es vor der Bühne trotzdem rappelvoll, und entgegen aller Erwartungen haben Watain eine Setlist der Extraklasse mit im Gepäck. Nicht nur dass der Sound erste Sahne ist, auch die Songauswahl, welche sich nur auf die ersten zwei Alben beschränkt, kann sich sehen lassen. Die Schweden punkten mit gewohnter Performance und Hymnen wie „Rabid Death‘s Curse“ oder „From The Pulpits Of Abomination“. Als zum Schluss auch noch das epische „A Fine Day To Die“ von Bathory gecovert wird, scheinen auch die letzten Kritiker verstummt zu sein. Nach so einem Auftritt haben es die Todes-Opas von Morgoth zusehends schwer, Fuß zu fassen. Mit „Cursed“, „Sold Baptism“ oder „Body Count“ brettern sie nichtsdestotrotz ihre Klassiker ins Publikum. Im Gegensatz zum RockHard-Gig, ist aber eine deutliche Steigerung zu spüren. Enslaved sind auf dem PartySan Stars. Nicht alle können oder wollen sich dem großen Hype um die progressiven Norweger anschließen, voll ist es vor der Bühne natürlich trotzdem, als neuere Tracks wie „Raidho“ oder „Ethica Odini“ gespielt werden. Gegen Ende öffnen sich wie bei Morbid Angel die Headliner-Regenwolken und es fängt an zu schütten. Den Abschluss und das absolute Highlight für viele stellt der Auftritt der schwedischen Metalpioniere At The Gates dar. Mit einem schönen Mix aus all ihren Alben ist es auch ein ebensolches. Guter Sound und nur noch vereinzelter Regen, der keinen mehr aus der Fassung bringt. Auf dem Set stehen unter anderem „Terminal Spirit Disease“, „Suicide Nation“ und natürlich „Blinded By Fear“. Die Jungs haben Spaß am Spiel und als die „Flames Of The End“ als Outro gespielt werden, geht so manch einer mit einer Mischung aus Nostalgie und Gänsehaut von der Schlotheimer Landebahn zu seinem Zelt.

Erlebnisbericht: Metalcamp 2011

August 1st, 2011

Erfahrungsbericht Metalcamp

Metal-Urlaub im Paradies

Metal-Festival trifft auf Erholungsurlaub: Drei Jahre lang dachte unser Mitarbeiter Elvis Dolff darüber nach, endlich einmal das METALCAMP zu besuchen. Dieses Jahr hat es endlich geklappt. Seine Erlebnisse hat er für uns zusammengefasst.

Dieses Jahr hat es endlich geklappt: Metalcamp! Seit drei Jahren immer im Hinterkopf gehabt, aber meist aus Zeit-, Geld- und Gründen organisatorischer Faulheit nie wirklich in Angriff genommen. Nun war es doch Wirklichkeit, dass wir zur rund 1100 Kilometer langen Reise in die slowenischen Berge und an die schöne Soca fahren sollten. Eine Woche Metal, eine Woche Camping, aber noch mehr: eine Woche Urlaub im Paradies. „Hell Over Paradise“ – so betitelt es das Festival selber – oder auch knackig „Headbangers Holidays“. Ja, das galt es zu testen. Anstrengendster Teil der Woche: die Hinfahrt. Satte 14 Stunden dauerte die Autofahrt vom Niederrhein bis auf den vom Morgengrauen erhellten Camping-Platz bei Tolmin. Zwei Stunden, das haben wir danach erfahren, hätten wir früher hier sein können, wenn wir nicht den anstrengenden Weg quer über den Triglav-Nationalpark genommen hätten. Dort mussten wir nämlich mitten in der Nacht endlose Serpentinen rauf und wieder runter bewältigen. Immer in der Hoffnung, dass uns kein rasanter Einheimischer auf diesem unbekannten Terrain entgegenkommt. Das kostete Zeit, brachte uns aber genau richtig zu den bereits angesprochenen ersten Lichteinheiten des Montagmorgens an unseren Aufenthaltsort für die nächste Woche.

Untermalt von den ersten Sonnenstrahlen, welche sich über die Bergkuppen zu wälzen begannen, standen auch alsbald Zelte, Pavillon und das erste Angekommen-Bier auf dem Tisch. Von der Fahrt aber gänzlich zermürbt, gönnten wir uns eine kurze Siesta, nach welcher wir eine Entdeckungstour starteten. Auf kleinsten Pfaden entlang der Soca, dem Fluss, der das Festival tangiert, begrüßten uns weghuschende Eidechsen, in verzweigtesten Gebüschen zeltende Metaller aus aller Welt und natürlich der Fluss selber in schönstes Wetter getaucht und einladend genug, um uns zu weiteren Badegästen zu machen.

„Hübsch Busen!“
Auch die nächsten Tage boten uns das gleiche Szenario, welches man nur allzu gerne zum geregelten Tagesablauf hat werden lassen. Morgens von der üblen Hitze (um die 30°) geweckt und um 8 Uhr raus, kurz gefrühstückt, kurz in den Ort einkaufen, dann Campingstuhl geschnappt und mit genug Bier (was man in dem kühlen Nass ja perfekt kühlen konnte) immer sechs bis sieben Stunden im Wasser. Abends wenn es kühler wurde entweder am Zelt chillen oder auch mal eine Band schauen. Die werden bei dieser Umgebung echt egal. Ich habe in den fünf bandgefüllten Tage vielleicht 10 bis 12 Bands gesehen. Obwohl sich das prinzipiell beim Metalcamp lohnt. Denn geht man – am besten ne halbe Stunde vor Ende der letzten Band rüber zur Beach-Bar (ein kleines Partyzentrum an der Landspitze, wo ein anderer Fluss in die Soca mündet), bekommt man noch einen guten Platz zum Gaffen bei der allnächtlichen Striptease-Show. Die haben wir dann an zwei Tagen auch tittsächlich mitgenommen und wurden beide Male von zwei – mutmaßlich slowenischen – Schönheiten verzückt. „Prijeten Dojka“ war spätestens dann eins der neuen Schlagbegriffe der Woche. Heißt so viel wie „Hübsch Busen“.

Kalt und ungenießbar
Um neben den ganzen Bergen und den tollen Sachen da mal kurz die negativen Sachen zu subsumieren, sei als allererstes das Bier genannt. Lasko und das andere dessen Namen ich schon verdrängt habe, gaben sich mit Hamburger Import-Bier die Ehre im Supermarkt. Beides auch kalt äußerst ungenießbar. Zu spät entdeckten wir den Supermarkt, der auch Staropramen im Angebot hatte. Die anderen Tage stiegen wir auf Wodka/Energy und Rotwein/Sprite um. Glücklicherweise hatten wir anfangs auch noch belgische Geschmacksperlen aus der Liga Grimbergen/Leffe dabei.

Zweites Manko waren die Preise, die im Supermarkt, einer italienischen Kette namens Eurospin, gemäßigt bis deutschen Standard hatten, im anderen Markt aber deutlich zu teuer waren. Auf dem Gelände herrscht gewissermaßen europäischer Festivalstandardpreis. Leider keine günstige slowenische Überraschung hier. Der sattmachende Schnapper waren hier die megagroßen Pizzastücke für 3,50 €.

Ach, Bands gab es ja auch…
Wo wir grad beim Festivalgelände sind, sei auch mal – in ebenso großer Proportion wie wir es auch in der Woche besucht haben – geschildert, wie die Bands waren. Airbourne – toprock! Arch Enemy – standardstark. Winterfylleth – gute Band! Slayer – Slayer. Wintersun – na ja & Mastodon – jo! Vanderbuyst – Vandertastisch! Blind Guardian – kein Valhalla! Amorphis – gut wie eh und je und Accept einfach übermächtig! Geil, mir fällt gerade auf, dass ich keine zehn Bands gesehen habe, so geil war einfach das Drumherum.

Zum Beispiel ein Wandertrip der ganz besonderen Art. Direkt am ersten Tag entdeckten wir einen nicht gar so hohen Berg, direkt bei Tolmin. Auf ihm war eine ominöse Mauer zu erkennen, die eine sehr gute Aussicht auf das Tal, die Stadt und das Festival samt Fluss zu bieten schien. Nach ein-zwei Tagen Rumgescherze, dass wir das bestimmt mal machen, war es unser fester Plan für den Donnerstag. Der sich dann jedoch als schlechteste Tageswahl entpuppte: Erstmal war es schon am Morgen so schwül wie nie zuvor. Es hatte das erste Mal etwas geregnet, aber zwei unseres Trupps wollten unbedingt wandern, auch mit den drei noch hartnäckigen Flaschen Wodka vom Vorabend in den Adern, ganz zu schweigen von den anderen vier Tagen Alkohol in unserem Hinterschädel. Hätte man vielleicht am ersten Tag machen sollen. Na ja, so war es umso männlicher, das erste Bier des Tages schweißgebadet auf der Burgmauer des alten Forts Tolmin bei herrlichem Sonnenschein zu öffnen.

Umso befreiender wirkte anschließend das Bad in der Soca, um die nächsten vom Metalfluss getauften Bierdosen zu entheiligen. An diesem Tag starteten wir unsere Wall Of Wet und das Circle Wet. Was das ist, mag sich jeder selbst ausmalen.

Unorganisierte Security
Die letzten zwei Tage und besonders der Freitag zeigten Slowenien aber auch einmal von seiner wetterlich anderen Seite. Auch wenn es wohl ein harmloser, schauerdurchsetzter Tag war, zwangen uns die unberechenbaren Windböen dazu, unseren Pavillon auf der kleinen Anhöhe abzubauen. Eine sumpfige Dauerregenschlacht, wie es wohl 2009 der Fall war, blieb uns zum Glück erspart. Da konnten uns unsere österreichischen Freunde noch ein Lied von singen. Ein im Übrigen sehr lustiger Haufen von über 30 Leuten aus Graz, Wien, der Steiermark, aber auch aus Bayern und sogar einem Menschen aus dem Oman, der mehr als nur eine abenteuerliche Geschichte über Metal in seiner Region und seine ewigen Touren in unsere Hemisphären für die unterschiedlichsten Bands zu erzählen hatte.

Diesem sympathischen Trupp wurde ein weiteres Minus dieses Metalcamps zum Verhängnis: Die Security. Diese war in den ersten Tagen auf dem Campingplatz nicht existent bis chaotisch und unorganisiert, später zumindest etwas präsenter. Doch das half vielen nicht mehr. Mehr als hundert Leuten wurde Geld gestohlen. Zum Teil sogar, während sie schliefen.
Abgesehen von dieser unschönen Anekdote war der Trip aber der wohl geilste Urlaub seit langem – denn mit einem Festival, wie man es typischerweise in Deutschland kennt, hatte das nichts mehr zu tun. Nicht stressig auf zwei oder drei Tage gepresst, sondern locker und entspannt Urlaub machen, mit der Zusatzoption auch mal ein paar namhafte Metal-Acts zu sehen. Nächstes Jahr definitiv wieder! Nur eins sei angeraten: eine ganze Woche ohne Luftmatratze und nur mit Isomatte sollte man sich gut überlegen. Meinen Rücken spürte ich jedenfalls noch auf der Rückfahrt…

Nicht verpassen: METAL MIRROR #56

Festival-Tagebuch: Hellfest 2011

Juni 27th, 2011

Gerne mal französisch

Wer hat die letzten Jahre nicht mit Neid nach Clisson geschielt, wenn die Highlights der Highlights der anderen Festivals sich beim Hellfest in Frankreich die Klinke in die Hand gaben? Eben, nicht viele! Grund genug für uns, uns diesmal auch auf den knapp 900 Kilometer langen Weg zum Hellfest zu machen. David Dankert hat die Erlebnisse in einem Tagebuch festgehalten.

Text: David Dankert | Foto: Dorian Gorr

Erster Tag: Wasserbier
Nach locker-flockigen elf Stunden Fahrt, platt gesessenem Hintern und ordentlich Bock auf Festival heißt es erstmal schleppen, denn zelten am Auto ist beim Hellfest nicht. Danach lockt jedoch das Partyzelt, wo aber nicht viel Party geht. Englisch verstehen, geschweige denn mit uns Deutschen reden, will irgendwie keiner. Statt Hits aus der Konserve gibt es lediglich stümperhafte französische Underground-Bands und wässriges Bier gegen das einem selbst Kölsch wie Schnaps vorkommt…

Zweiter Tag: Minicrepes
Früh aufstehen heißt es, denn um 12.30 Uhr stehen schon In Solitude im Terrorizer-Zelt in den Startlöchern. Deren Sänger singt nicht nur saustark, sondern hat obendrein einen ausgestopften Fuchs um den Hals hängen. Ob der echt oder unecht ist? Die Stimmung ist jedenfalls top!

Da Dodheimsgard live total hektisch herüberkommen und nur Flair entsteht, wenn ältere Songs gespielt werden, geht es erstmal zurück zum Zelt. Der Pegel für The Exploited muss ja erhöht werden. Zu deren Auftritt schaffen wir es aber gar nicht. Der einzige Bierstand auf dem Gelände, der sein Bier nicht mit Mineralwasser panscht – wie pervers ist das denn bitteschön? – sieht irgendwie verlockender aus. Und essen muss auch mal sein, also eins der zahlreichen günstigen Angebote genutzt und ein Crêpes für 2,50 € mit den Maßen 4 Zentimeter mal 4 Zentimeter abgestaubt…

Währenddessen spielen Belphegor, klingen aber eingestaubt. Ganz anders Morbid Angel, die legen mit „Immortal Rites“ los und geben mächtig Gas. „Fall From Grace“ und „Chapel Of Ghouls“ walzen alles nieder. Die neuen Songs walzen einen hingegen erneut zum Bierstand. Nicht ganz so cool präsentieren sich Possessed. Wieder einmal. Wobei Possessed spielen ja eh nicht so wirklich. Eher Jeff Becerra und Freunde.

Mayhem bringen an dem Abend als Rausschmeißer auch nicht mehr viel. Hellhammer ist komplett hinter einem Altar und Atilla, der ständig mit einem Totenschädel rumfuchtelt, versteckt und auch sonst sind Songauswahl und Sound eher dürftig. Ab in die Heia, denn am nächsten Tag stehen ja…

Dritter Tag: Männerpower
…HAMMERFALL auf dem Plan! Also schnell zu Mäces pilgern, eine Stunde unnötigerweise in der Toilettenschlange stehen und dann realisieren, dass wenn man jetzt nicht wieder losgeht, es doch noch knapp wird mit HammerFall. Angel Witch fallen dem Besuch somit auch zum Opfer, uns dafür der Jägermeister als Vorbereitung. „One More Time“ und „Let The Hammer Fall“ treiben dafür die Stimmung um 14 Uhr mächtig in die Höhe. Okay, die Franzosen sind keine Partymonster, dafür schmettert Joacim erstmal ein „Grab Your Balls“ entgegen. Bei Municipal Waste starre ich Löcher in die Luft und warte auf Sodom, an die ich mich nicht mehr erinnern kann. Stark!

Dafür versprüht Zakk Wylde gegen 21 Uhr ordentlich Männerpower auf der Mainstage. 10-Minuten-Gitarrensolo, dicke Oberarme und lässige Songs machen Spaß. Viel Spaß hat auch der Dönerbudenboy, der geschmeidige 8 Euro für Döner und Pommes (ohne Salat) verlangt. Egal, der Hunger treibt es rein. Bei Bolt Thrower müssen die 8 Euro allerdings urplötzlich wieder raus. Qualität kann man bei solchen Dumpingpreisen natürlich nicht erwarten. Die Scorpions begleiten mich ab da an auf dem Dixie.

Vierter Tag: Grasgeruch
Der Tag der Tage: OZZY ist am Start. Doch zuerst starten wir mit Orphaned Land, die gute Laune haben. Ganz im Gegensatz zu Tsjuder. Die dürfen das aus Imagegründen nicht. Der Sound ist killer, die Band top eingespielt und Songs wie „Mouth Of Madness“ verdeutlichen den Sinn der Reunion.

Da man bei Ghost nicht mehr ins Zelt kommt, vernichten wir am Zeltplatz die letzten Bierreserven. Weit entfernt von Vernichtung sind hingegen Grand Magus, nur ganz nett, mehr nicht. Morgoth geben dafür Vollgas. Lediglich die peinlichen Kontaktlinsen vom Sänger sind nicht so das Highlight. Judas Priest langweilen anschließend, da Rob Halford mal wieder im Schildkrötenmodus über die Bretter schleicht. Stimmlich geht es aber trotzdem in Ordnung, vor allem im Gegensatz zu Doro, die man vorher mit Fremdscham ertragen muss.
Ab der Hälfte des Sets sind Priest aber eh uninteressant. Electric Wizard rufen zum Ritual und das Zelt platzt aus allen Nähten und riecht nach Gras. Die Band zieht alles in ihren Bann. Und nicht nur, weil im Hintergrund kuriose Siebziger-Folter-Sadomaso-Pornos laufen. Klingt komisch, aber es passt.
Bei Ozzy passt sowieso alles. Dem Hellfest gibt der Altmeister trotz lahmem Publikum ordentlich Feuer und lässt die anderen Headliner alt aussehen. „Paranoid“ kann selbst der letzte anti-englische Franzose mitsingen.

Den Abschluss markieren Cradle Of Filth mit einem fast schon gruselig guten Sound. Ein schöner Abschluss für ein schönes Festival – abgesehen vom schlechten Essen, den nicht Englisch sprechen wollenden Franzosen und der langen Anreise.

Festival-Bericht: RockHard Festival 2011

Juni 27th, 2011

Triptykon live RockHard

Das Theater rockt hart

Aus dem Ruhrpott ist es genau so wenig wegzudenken wie Frittenbuden, Adiletten und Fußball: Im neunten Jahr ist das RockHard Festival abermals ausverkauft. Mit seiner zunehmend klassischen Ausrichtung zieht das Festival 7500 Besucher ins Gelsenkirchener Amphitheater. METAL MIRROR war vor Ort, berichtet von allen Bands und führte obendrein ein Interview mit Chef-Veranstalter Götz Kühnemund.

Tag 1, Freitag, 10. Juni
Alle Jahre wieder rockt das RockHard-Festival. Und jeder Festival-Anfang ist schwer und eine große Ehre für denjenigen, der eröffnen und die headbangwütige Meute das erste Mal zum musikalischen Buffet bitten darf. Diese Ehre wird dieses Jahr CONTRADICTION zuteil, die mit ihrem Oldschool-Thrash einen mehr als guten Job vollbringen. Mit Songs wie „Voice Of Hatred“, „Warchitect“, „Demon“ oder dem saftigen Abschluss „Nation Of Fear“ sind Amphitheatristen direkt richtig gepolt und knallhart eingestimmt.

Damit dem Publikum aber nicht gleich bei der zweiten Band die Puste ausgeht, bringen die chilenischen Doom-Metallisten PROCESSION eine direkte Entschleunigung ins Programm. Mit „Raven Of Disease“ oder „Chants Of The Nameless“ färben die Südamerikaner die Atmosphäre genauso düster wie den Himmel. Einher mit dem Auftritt geht nämlich eine kontinuierliche Verdunklung. Passend dazu ruft der Fronter dazu auf, sich bei dieser Atmosphäre auf keinen Fall Primordial entgehen zu lassen.

Mit dem Regeneinbruch rücken die Massen nun näher vor die überdachte Bühne und den nächsten Auftritt der Berliner Death-Thrasher POSTMORTEM. Von Götz noch einmal als deutsche Antwort auf Slayer betitelt, stehen die Jungs dann auch schon auf den Brettern. Solide rocken sie „Give Us Hate“, „Lobotomy“, „The Way Of The Knife“, „Der Totmacher“, „Hate, Kill, Destroy“ oder „Revolution“ runter. Leider springt der Funke nicht wirklich zum Publikum über. Das liegt zum einen an der niederprasselnde Feuchtigkeit, die fast das ganze Amphitheater leer gefegt hat und zum anderen daran, dass die meisten Leute im Bereich vor der Bühne eher nur Unterschlupf unter dem Dach suchen als Postmortem sehen wollen.

PRIMORDIAL stellen sich anschließend der schwierigen Aufgabe, ihre komplexen Songs auch am hellen Nachmittag so darzubieten, dass diese an Intensität und Atmosphäre nichts einbüßen. Für jede andere Band wäre das ein Problem, für Alan „Nemtheanga“ Averill ist das hingegen ein Kinderspiel. Blutüberströmt und mit irrem Blick zeigt einer der derzeit weltbesten Fronter, was es heißt, ein Publikum für sich einzunehmen. Mit theatralischer Gestik, grandiosem Gesang und einer Reihe geiler Songs (auch wenn das ein oder andere Highlight mangels Zeit fehlt) stellen Primordial klar, wer Chef im Ring ist. Einziges Manko: Der Soundmischer kommt mit der Band nicht zurecht und verpasst denen teils einen zu wummernden, matschigen Bass-Sound.

ENSLAVED haben es auf Festivals ebenfalls nicht leicht. Ihre stimmungsgeladenen und komplexen Songs sind nicht gerade für die Freiluftsaison prädestiniert. Dennoch geben Ivar und Grutle alles auf der Bühne, um das Trüppchen davor zu unterhalten. Den Anfang macht das geniale „Ethica Odini“ vom aktuellen Album, das selbst ein paar Headbanger auf den Treppen dazu bewegt, ihre Nackenmuskeln zu beanspruchen. Es ist schade, dass die einzigartige Atmosphäre der Alben nicht komplett auf die Bühne übertragen werden kann. Dennoch mindert das keineswegs die Qualität des Auftritts und vor allem der Songs. „Ruun“ ist zwar nicht partytauglich, aber immer noch wunderschön anzuhören.
Als erster Headliner stehen TRIPTYKON bereit. Quasi als Versöhnungsgeste für die in der Vergangenheit abgesagten Celtic-Frost-Auftritte. Trotz Wolkenbruch und klitschnassem Amphitheater präsentieren Tom G. Warrior und seine Band einen unvergesslichen Auftritt, bei dem nicht nur fast das gesamte Debütalbum „Eparistera Daimones“ gespielt wird, sondern man neben zwei Celtic-Frost-Covern auch noch drei unsterbliche Hellhammer-Songs zu hören bekommt – ein Ausnahme-Set, das man laut dem Bandchef so nie wieder hören wird. Schade ist nur, dass „Into Crypts Of Rays“ ausbleibt.

Tag 2, Samstag, 11. Juni
Das Schweizer Sextett DREAMSHADE eröffnet mit einer geballten Ladung Melo-Death den zweiten Tag. Auch wenn dieses Genre in den letzten Jahren sehr inflationär zum Vorschein kam, bieten die jungen Schweizer den Fans dennoch einen routinierten Auftritt. Nur Fronter Iko zerbrüllt gerne den ein oder anderen melodischen Gitarrenpart, wodurch eher der Eindruck einer 08/15-Hardcore-Band entsteht.

Viele erhofften sich Kind Diamond auf dem diesjährigen RockHard Festival. Dass der King wegen Herzproblemen nicht kommen konnte, ist schade, aber war nicht zu vermeiden. IN SOLITUDE sind jedoch für Fans des Genres ein kleines Trostpflaster. Von Fenriz hochgelobt und mit etlichen Mercyful-Fate-Zitaten gespickt, legt die Band einen soliden Auftritt hin, dem aber noch ein bisschen die Hits fehlen.

Bei DISBELIEF gibt es Death-Metal-Extravaganz. Sänger und einzig verbliebenes Gründungsmitglied Karsten Jäger brüllt, singt und verleiht dem Live-Auftritt die nötige Flexibilität. Manch ein Song wirkt aber eher zäh und manchmal wirkt die Band zu routiniert – nach 20 Jahren Bandgeschichte ist das entschuldbar. Immerhin geht in den vorderen Reihen viel Party.

EPICA sind im Gegensatz dazu die musikalischen Exoten auf dem Festival – was schon alleine deswegen ironisch ist, weil diese Band außerhalb des RockHard-Festival-Universums natürlich weit mehr Anerkennung genießt als unter den Kutte tragenden Old-School-Fans, die schon freudig Bullet erwarten. In diesem Spannungsfeld können Epica nur verlieren. Tun sie auch. Elsengejammer, ab und an eingeworfene „harsh vocals“, den meisten geht dieser Mix am Allerwertesten vorbei. Auf dem RockHard Festival hat diese Band schlichtweg nichts verloren. Schon aus reinem Eigennutz nicht.

BULLET gehören hingegen zum erweiterten Inventar. Bereits zum dritten Mal stolpert der wuschelige Fleischklopps Hell Hofer auf unverkennbare Weise auf die Bühne und zelebriert mit seinen Jungs (alle stilecht im Achtziger-Look) eine Classic-Metal-Orgie, die beim dritten Gastspiel der Band zwar nicht mehr überrascht, aber durchweg Freude bereitet. Die Matten werden geschüttelt, die Spandex-Hosen gedehnt und die Teufelshörner gen Himmel gereckt. Bullet nutzen sich nicht ab und sind gerne auch im nächsten Jahr willkommen.

MORGOTH sind wieder da – und tödlich wie eh und je. Die gute Portion Death Metal darf ja auch auf dem RockHard nicht fehlen. Mit mehreren Perlen ihres Prunkstückes „Cursed“ wird so dann auch der Zuschauer todesmetallisch verwöhnt. „Body Count“, „Isolated“ oder „Cursed“ sind nur einige Auszüge. Die Stimmung ist generell wohl zwiegespalten ob dieser weiteren Reunion, doch machen die Sauerländer ihren Job am heutigen Tage gut.

Einer der intimen Headliner und melancholischen Höhepunkte des RockHard sind AMORPHIS. Nach der Veröffentlichung ihres nächsten Hit-Albums „The Beginning Of Times“ kommt man nun auch live in den Genuss der neusten Werke. Bevor auch nur einer der Finnen zu entdecken ist, erzeugt schon die Melodie des Übersongs vom neuen Album „Battle Of Light“ für Gänsehaut. „My Enemy“, „Sky Is Mine“, „You I Need“, „Three Words“, „Silver Bride“, „Crack In A Stone“, „The Castaway“ und „House Of Sleep“ machen dann das Übrige. Als Outro und Bruch zur durchweg zum Wetterszenario passenden Atmosphäre bringt die Polkaversion von „House Of Sleep“ der Finnen Eläkeläiset die allumfassende Freude auf die meisten Gesichter.

ICED EARTH sind mit Matt Barlow auf Abschiedstournee. Dieses Mal wird es definitiv kein „Auf Wiedersehen“ mit dem sympathischen Sänger geben. So ist es nicht verwunderlich, dass die Herren aus Florida nochmal all ihre Energie in ihre Songs legen, um dem RockHard-Publikum ein einmaliges Erlebnis zu bereiten. Herr Barlow ist stimmlich bestens aufgelegt und singt sich oft bis in die höchsten Tonlagen, ohne dabei so quietschig wie einst Tim Owens zu klingen. Besonders die traurig-starken Balladen wie „Watching Over Me“ oder „Melancholy“ machen den Abschied schwer. Aber auch Matt wird es durch die minutenlangen Sprechchöre, die lautstark seinen Namen ertönen lassen, nicht anders ergehen. Iced Earth legen einen perfekten Headliner-Gig ab.

Tag 3, Sonntag, 12. Juni
Scheiß auf Müdigkeit! Den dritten Festivaltag zu eröffnen, mag eine besondere Herausforderung sein, VANDERBUYST tun dies aber mit so einer unfassbar aufbrausenden Energie, dass man von der ersten Sekunde an Feuer und Flamme für die Band ist. Siebziger-Rock wird hier mit so viel Stage-Athletik präsentiert, dass einem die Spucke wegbleibt. Den Augenringen von Gitarrist Willem Verbuyst nach zu urteilen, war die Band zwar selbst nicht im Bett, dem Energiepegel tut das jedoch nicht schlecht. Willem spielt hinter dem Kopf Gitarre, posiert, haut Solos raus – einen besseren Opener kann man sich nicht wünschen.

ENFORCER haben danach eindeutig einen schweren Stand, vor allem da der zweite Gitarrist zu fehlen scheint und Sänger Olaf demnach zur Klampfe greift und weniger Energie ausstrahlt. Die Bühnenperformance wird dadurch statischer, der Auftritt verliert an Power. Und auch musikalisch macht sich die Doppelbelastung des Frontschönlings bemerkbar. Immer wieder verfehlt er einen Ton, wirkt etwas überfordert. Beim nächsten Mal bitte wieder nur singen. Danke!

Dass ATLANTEAN KODEX auf dem RockHard Festival spielen würden, war nach der geballten Lobhudelei nicht verwunderlich. Und die Begeisterung geht nicht nur von den Veranstaltern, sondern auch vom Publikum aus. Die Old-School-Fraktion kriegt einen Kollektivorgasmus als die schweren Heavy-Metal-Klänge, die ab und an frühe Manowar zitieren, auf sie losgelassen werden. Sänger Markus Becker singt zwar durchaus passabel, hat aber sonst die Ausstrahlung eines Knäckebrots. Egal, immerhin zählt ja die Musik. Und auch wenn der Hype etwas übertrieben und die Musik in der Sonne doppelt zäh wirkt, geht die Meute steil. So schnell scheint die Begeisterung für diese Truppe nicht abzuflachen.

Die deutschen Heavy-Metal-Ikonen und mehr als unterbewerteten Metallwerker METAL INQUISITOR haben – Metalgott sei dank – auch ihren Platz im Billing des diesjährigen Ruhrpott-Metal-Mekkas gefunden. Mit ordentlich Eiern, einmaligem Sound und einem Paar grandios-kultiger weißer Stiefel an den Füßen des Klampfers brennen die Jungs ihr Set runter. Mit Songs wie „Betrayed Batallion“, „Quest For Vengeance“, „Casualty Evacuation“, „Restricted Agony“ oder „Daze Of Avalon“ ist das ganze auch (fast) nur noch reine Formsache – nein, die Jungs veredeln den Metall ihrer Songs und haben mit Sicherheit heute noch weitere Fans gewonnen.

Technikfetischisten bitten anschließend zum Tanze. ANACRUSIS legen einen ihrer seltenen Auftritte aufs Parkett und verscheuchen damit diejenigen, die sich nicht für die progressive Thrash-Ausrichtung erwärmen können. Und eigentlich ist das auch verzeihbar. Nach fast drei Festivaltagen mag das zwar technisch einwandfrei sein, ab und an ist die Mucke dennoch arg schwer verdaulich. Allerdings gilt das nur für die Besucher, die ernüchternd auf den Rängen zuschauen. Vor der Bühne geht eine Menge Action. Anacrusis haben – so scheint es beinahe – einen eigenen Fanclub mitgebracht, der der Band huldigt.

Einen weiteren Power-Metal-Höhepunkt bieten beim diesjährigen Festival die US-Amerikaner VICIOUS RUMORS. Neben Mastermind Geoff Thorpe schafft es besonders Vokalist Brian Allen durch seine Gestik und Mimik das Publikum zusätzlich zur Musik mitzureißen. Das Set unterstützt den Eindruck und schlägt sich von Klassikern wie „Soldiers Of The Night“ bis hin zu Songs vom aktuellen Release „Razorback Killers“. Neben dem Titelsong des Debüts treffen auch noch „Digital Dictator“, „Razorback Blade“, „Dust To Dust“, „Out Of The Shadows“, „Worlds And Machines“, „Hellrazor“ oder „Don’t Wait For Me“ auf die fast tauben Ohren der Altmetaller.

Und wenn das Trommelfell bis hierhin noch nicht geplatzt ist, wird es von OVERKILL endgültig in Stücke zerfetzt. Die Band hat einen speziellen Auftritt angesagt und verdammt nochmal, speziell soll es auch werden. Natürlich hat Bobby Blitz recht, wenn er sagt, dass jeder Overkill-Auftritt pures Dynamit ist, aber heute zünden die Thrasher wirklich jedes Register, hauen nicht nur ihre unsterblichen Hits wie „Rotten To The Core“, „In Union We Stand“ und „Hello From The Gutter“ raus, sondern spielen auch vorher noch nie gehörte Demo-Songs, wie „Death Rider“ und „The Beast Within“. Die werden zwar bei weitem nicht so abgefeiert wie die bekannten Evergreens, unterstreichen aber die Einmaligkeit des gesamten Auftritts, der das Amphitheater ohnehin in einen Hexenkessel verwandelt. Bis hoch auf den Rängen wird Luftgitarre gespielt, die Matte geschüttelt, mitgesungen. Bobby Blitz rauscht dabei im Adrenalinrausch über die Bühne und verweist alle Jungspunde des Vormittags auf ihre Posten. Overkill haben in diesem Jahr keinen Gegner. Schlichtweg ein grandioser Auftritt!
Der anschließende Karaoke-Jam, bei dem sich die Gewinner des Wettbewerbs auf der Hauptbühne beweisen dürfen, wird dieses mal mit einem Gesangduo von Mara, die das „Dicke-Dinger-Rock Hard-Cover“ zierte, und ihrer Freundin Betty. Zusammen singen die beiden Iced Earths „Watching Over Me“ und obwohl bei weitem nicht jeder Ton sitzt, lässt sich Jon Schaffer im Fotograben mit einem breiten Lächeln blicken. Gefolgt und getoppt wird das jedoch von dem 11-jährigen Paul, der seinen Mut zusammenfasst und Iron Maidens „Fear Of The Dark“ singt. Ab dem ersten Ton ist er der Held der Stunde und erntet mehr Zugabe-Rufe als so mancher Headliner.

Zum sprichwörtlichen „DOWN kommen“ und noch mal richtig die Sau raus lassen, beenden die Southern Metaller um Fronter und Profi-Arschloch Phil Anselmo (ex-Pantera) das Festival. Phils Ego füllt auch heute Abend wie erwartet das ganze Amphitheater und präsentiert auf überzeugende Weise die Outlaw-Attitüde der Jungs. Hinzu kommen wohl auch noch der Slot als Headliner und Abschluss des ganzen Wochenendes und das dementsprechend gut gefüllte Amphitheater. Musikalisch ist den Jungs wie eh und je kein Vorwurf zu machen. Die Songs zünden, die Riffs rocken und die Grooves grooven. Mit Songs wie „New Orleans Is A Dying Whore“, „Lifer“, „Temptations Wings“, „Stone The Crow“ oder dem abschließenden „Bury Me In Smoke“ kann die Band einfach nichts falsch machen. Noch kurz „Sweet Home Alabama“ im Sample als „Sweet Home Louisiana“ vertont und das Set steht in seinen Grundfesten. Ein guter Auftritt, der in mancher Facette dem Charakter eines Headliners etwas zu gerecht wurde – doch Bescheidenheit steht auch einfach keinem Phil Anselmo.
Damit geht das RockHard Festival 2011 zu Ende. Das Amphitheater leert sich. Hier und da wird eine Bierleiche aufgeweckt, die letzte Runde am Getränkewagen geholt oder bereits die Abreise angetreten. Es war ein nasses Jahr für das RockHard Festival. Da ist die Erschöpfung bei vielen groß. Wer noch Energie hat, feiert in den Pfingstmontag hinein. Für den Rest ist Zapfenstreich. Die Fortsetzung gibt es im nächsten Jahr. Mit dabei sind dann auch:
Dorian Gorr, Jenny Bombeck, Benjamin Gorr, Elvis Dolff und Bastian Gorr


Summerbreeze 2011: Voting eröffnet

Mai 12th, 2011

Auch in diesem Jahr können Besucher des Summer Breeze Festivals abstimmen, welche von 20 Nachwuchsbands sie gerne live in Dinkelsbühl sehen möchten.

Die ganze Aktion nennt sich New Blood Award 2011 und wer mitmachen möchte findet sämtliche Infos unter: http://de.new-blood-award.de/.

Bis zum 31.5. kann gevotet werden und 6 von den 20 Bands werden dann das Festival bereits am Mittwoch dem 17.8. eröffnen. Unter allen Teilnehmern werden zu dem Festivaltickets verlost.

Quelle: www.summer-breeze.de

Kings of Black Metal 2011: Location-Wechsel

März 17th, 2011

Nicht mal einen Monat dauert es noch bis zum diesjährigen Kings Of Black Metal Festival. Doch nun haben die Organisatoren noch einmal eine neue Location aufgesucht. Statt in Gießen wird es im naheliegenden Arsfeld stattfinden.

Als Gründe für den kurzfristigen Wechsel werden bessere Verkehrsanbindungen, bessere Sound- und Sichtverhältnisse und auch größere Raumverhältnisse angegeben, so dass man auf eine noch entspanntere Atmosphäre hoffen darf.

An den Ticketpreisen, am Billing und am Datum  (16. April) wird sich dadurch nichts ändern.

Mit dabei sein werden: Watain, Inquisition, Chrome Division, Dornenreich, Endtsille etc.

Mehr dazu auf der Homepage.

Quelle: www.myspace.com/kingsofblackmetal

Iron Maiden: Best-Of am Start

März 17th, 2011

Passend zur derweiligen Tour von Iron Maiden, erscheint am 23. März eine Best-Of-Box. ” From Fear To Eternity” wird das gute Stück heißen, welches 2 CDs mit 23 Tracks von 1990 bis 2010 enthalten wird.

Hier die Tracklist:

DISC 1

1. The Wicker Man 4.36

2. Holy Smoke 3.49

3. El Dorado 6:49

4. Paschendale 8.28

5. Different World 4.19

6. Man On The Edge (LIVE) 4.40

7. The Reincarnation of Benjamin Breeg 7.22

8. Blood Brothers 7.14

9. Rainmaker 3.49

10. Sign of the Cross (LIVE) 10.49

11. Brave New World 6.19

12. Fear Of The Dark (LIVE) 7.41

DISC 2

1. Be Quick Or Be Dead 3.24

2. Tailgunner 4.15

3. No More Lies 7.22

4. Coming Home 5.52

5. The Clansman (LIVE) 9.06

6. For the Greater Good of God 9.25

7. These Colours Don’t Run) 6.52

8. Bring Your Daughter… To The Slaughter 4.44

9. Afraid to Shoot Strangers 6.57

10. Dance of Death 8.36

11. When the Wild Wind Blows 11.02

Fern am Horizont ist noch eine Live-DVD zur Final-Frontier Tour 2011 in Planung.

Quelle: www.ironmaiden.com

Debauchery: Germany´s Next Death Metal

Februar 10th, 2011

Debauchery werden am 25. März ihr neues Album veröffentlichen. Nun wurde Cover-Artwork zum neuen Silberling enthüllt.

“Germany´s Next Death Metal” wird es heißen und die Tracklist dazu kann man auf der Facebook-Seite der Band einsehen.

Im April und Mai werden Debauchery zu dem auf Tour in Europa gehen.

Quelle: AFM