
Kaum zu glauben: Das DONG OPEN AIR wird zehn Jahre alt. Weiterentwickelt hat sich das Festival in all den Jahren auf jeden Fall. Die Bands wurden etwas größer, die Infrastruktur besser und die Durchführung der Veranstaltung professioneller. Und doch ist auch bei der Jubiläumsausgabe der Veranstaltung deutlich spürbar, dass das Dong noch immer ein Event ist, das ehrenamtlich von Musik-Fans für Musik-Fans stattfindet.
Tag 1, Freitag, 23. Juli
Das zehnte Dong Open Air startet mit einem recht ungewöhnlichen Set, das aus zwei Bands besteht: CHAINHEART und FOLKEDUDL geben sich nacheinander die Ehre, um das Jubiläumsfestival gebührend zu eröffnen. Die Reihen vor der kleinen Dong-Bühne sind während Chainheart noch spärlich gefüllt. Dennoch tut das der Stimmung keinen Abbruch, denn die Truppe hat feierwütige Die-Hard-Fans mitgebracht. Und diese feiern, dass ihre Band nach über fünf Jahren mal wieder auf der Bühne steht. Songs der Marke „Beautyfied“ werden dementsprechend bangend seitens des Publikums entgegen genommen. Folkedudl wollen mit folkloristischen Klängen und bösen Growls ihr Bühnencomeback feiern. Jedoch soll es das nach diesem Comeback auch schon wieder gewesen sein. So wird zeitgleich der Abschied gefeiert und jedes Bandmitglied wird von den eingesessenen Fans mit Sprechchören gewürdigt. Sängerin Frauke kann die Donger Fangemeinde mit ihrem klaren Engelsgesang und ihren plötzlich auftretenden bösen Vocals beeindrucken und auch die spontan eingesetzte Flötistin lässt das ersetzte Saxophon nicht vermissen.
Die ersten Thrash-Höhepunkte sollen anschließend die miteinander verwachsenen ALL WE HATE und GUERILLA bieten. Den Anfang machen All We Hate mit Marcello White am Gesang und jeder Menge liebevoller Seitenhiebe gegen Guerilla und den Rest der Welt. Mit der Ansage, dass nur egoschwache Pussys Songs covern, präsentiert man Panteras „New Level“. Eigene Songs sind unter anderem „All I Hate“ oder „War Is Calling“. Den direkten Anschluss machen die deutlich thrashigeren Guerilla. Neben eigenen Songs wie „Guardian Demon“, springt auch Ex-Sänger und All-We-Hate-Fronter Marcello White für ein Medley ein und gibt „La Bamba“ zum Besten. Insgesamt ein starkes Doppelpack mit leichtem qualitativem Übergewicht bei Guerrilla.
Quoten-Wikinger am Nachmittag: ADORNED BROOD können sich zwar über die loyale Fanbasis, die die Band zu dem Heimspiel begleitet haben, freuen, so richtig zünden will der schnelle Wikinger-Metal, der sich irgendwo zwischen schwarzen Schreien und Melo-Death-Parts einpendelt, jedoch nicht. Gute Laune kommt erst auf, als die Truppe „Was wollen wir trinken“ covert und dafür für diverse Tanzeinlagen vor der Bühne sorgt. Der obligatorische Abschlusstrack „Under Yggdrasil“ beschert der Band ebenfalls nochmal ein paar Bonuspunkte.
HATE FACTOR sind wieder da und grunzen das Publikum zurecht – wer hat diesen Tag nicht schon herbeigesehnt. Mit dem Klassiker „Psychopath Massacre“ oder dem Hatebreed-Cover „Last Breath“ erspielt man sich Punkte beim Publikum. Durchweg knallt hier ein Ohrmuschel-Spalter an den anderen. Die Stimmung im Zelt wird mit dem Hate Factor multipliziert und ändert die Vorzeichen. Ein bisschen Todesschnitzel geht immer.
Weiter geht es mit Lokalgrößen aus dem Heavy-Rock-Bereich. MOTORJESUS dürfen sich mittlerweile über eine sehr loyale Anhängerschaft freuen, die die Riff-Rocker mit viel Eifer abfeiern. Die Stimmung ist auch bei diesem Auftritt durchweg gut. Sänger Birx hatte zwar schon mal bessere Tage am Mikrofon, Spaß machen Songs wie „Legion Of Rock“ und natürlich „Return Of The Demon“ dennoch.
Willkommen im Land der Unterwelt: BLOOD RED ANGEL thrashen das Dongzelt mit ihren Musikmonstern „Ceremony Of The Condemned“ und „Enforced“ von der „Abyssland“-Scheibe zusammen. Konsequent wie eh und je werden hier die Nacken gebrochen und das schale Fleisch gerockt. Da bleibt kein Bier trocken und das Auge schmeckt umso besser! Thrash, der die Synapsen durchrüttelt. Zu Ehren des Dongs durfte der Engel in jedem Fall nicht fehlen. Starker Auftritt. Leider auch der letzte.
Anschließend erfolgt die Rückkehr der Blödelbarden. Vor fünf Jahren triumphierten die EXCREMENTORY GRINDFUCKERS auf dem Dong Open Air. Damals war es bei ihnen sogar voller als bei den später am Abend spielenden Headlinern. Zum Dong-Jubiläum soll diese Erinnerung aufgefrischt werden. Und abermals zieht das Katastrophenkommando die Besucher magisch an. Dem Bekloppten-Charme der Hannoveraner kann sich anscheinend kaum einer entziehen. Und selbst wenn einen der ulkige Mix aus Schlager und Grindcore kalt lässt, ist es alleine die Sensationslust, die viele Besucher dazu antreibt, sich das bunte Treiben auf der Bühne einmal genauer anzuschauen. Him, Scherzpapst der Grindfuckers, turnt im Leopardenmuster-Dress über die Bühne, sein nach Fußball-Schläger aussehender Grunzkollege blickt wütend in die Runde, nur um im nächsten Moment fröhlich das Tanzbein zu schwingen. Gespielt werden herrlich bekloppte, das Hirn zermürbende Songs wie „Looking For Grindcore“, „Halb & Halb“, „Grindcore Blitz“ und zum Abschluss „The Final Grindcore“. Gelacht wird dabei viel, getanzt auch. Und doch bestätigt die Band damit einmal mehr den Eindruck, dass man sich diese akustische Freakshow gerne eine Dreiviertelstunde lang live gibt, danach ist‘s aber auch genug. Das T-Shirt-Motiv der Band sagt es bereits: „Musik machen andere“.
DARK AGE machen sich in schicken Hemdchen gekleidet auf die Bühne, um die Leute mit ihrem Melodic Death Metal zu begeistern. Das Zelt ist gut gefüllt und die stylische Truppe rund um Fronter, Aushängeschild und Frauenschwarm Eike Freese zünden auf der Bühne ein musikalisches Feuerwerk, das aus Songs wie „Seven“, „Zero“ oder „Outside The Inside“ besteht. Dank der guten Songauswahl herrscht ausgelassene Mitgrölstimmung im Publikum und auch Sänger Eike gibt sichtlich alles, um die Fans zufrieden zu stellen. Zum Abschluss gibt es noch den Dark Age‘schen Evergreen „Suidcide Crew“ auf die Ohren und alle scheinen glücklich.
VAN CANTO gehören zweifellos zu den größten Aufsteigern, die es in den vergangenen Jahren in die Metal-Welt geschafft haben. Zwischen Rakka-Takka-Chören, melodischem Uh-Hu-Gesang und Dam-Dam-Dam-Bassstimme versucht die Truppe, die aus fünf Sängern und einem Drummer besteht, ihr Konzept des A-Capella-Metals an den Mann und (vor allem) die Frau zu bringen. Und in der Tat: Das Zelt ist gerappelt voll. Das mag sich auch durch den Hinguck-Faktor und die Sensationsgier der Besucher erklären lassen, denn vor allem wenn man die Truppe noch nie in Aktion erlebt hat, staunt man während der ersten paar Minuten nicht schlecht, wenn Gitarrensolos und Keyboard-Teppiche nur durch menschliche Stimmen simuliert werden. Das erste Staunen weicht aber schnell der blanken Ernüchterung. Das Konzept mag innovativ sein, dennoch würde jeder der Power-Metal-Eigenkompositionen mit einer anständigen Gitarre eine ganze Menge mehr Spaß machen. Die das Set abrundenden Cover-Versionen von unter anderem Manowar, Metallica und Nightwish wirken obendrein wie akustische Vergewaltigungen diverser Meisterwerke. Es hat schon seinen Grund, warum diese Stücke normalerweise mit richtigen Instrumenten dargeboten werden.
ROTTING CHRIST sind nach dem Vokal-Klamauk eine willkommene, seriösere Abwechslung. Die griechische Black-Metal-Speerspitze mag sich im Laufe der Spielzeit zwar in den eigenen Riffs verlaufen, grundsätzlich machen die Songs, die gerne auch musikalisch noch stärker mit griechischer Mythologie und Ästhetik liebäugeln dürften, aber Spaß. Sympathiepunkte gibt es vor allem für Fronter Sakis Tolis, der trotz gebrochenem Bein das Set durchzieht, auf einem Barhocker sitzend.
Still sitzen, das kann Mikael Stanne, Chef von DARK TRANQUILLITY, keinesfalls. Der blonde Schwede hat Hummeln im Hintern. Wie von der Tarantel gestochen eilt er über die Bühne, baut seinen Körper auf, tänzelt auf Zehenspitzen über die Bretter und bringt seine blonde Lockenpracht zum Rotieren. Die Energie springt dadurch binnen weniger Minuten über. Auch wenn das Dong-Publikum einen anstrengenden Tag hinter sich hat, werden noch einmal die Kräfte mobilisiert – zumindest in den vorderen Reihen. Dass die Songs der Schweden zwar in Live-Situationen zünden, aber grundsätzlich nur wenige Nummern dabei sind, die wirklich Hit-Potenzial haben, macht die Band durch ihre energiegeladene Show wieder wett. Fans freuen sich über „Terminus“, „The Endless Feed“, „Lost To Apathy“ oder „The Lesser Faith“, außerhalb ihres Genres gewinnen die Schweden aber kaum neue Fans dazu.
Tag 2, Samstag, 24. Juli
GUN BARREL eignen sich am frühen Morgen des zweiten Dong-Tages als hervorragende Katerkur für all jene, die am Vorabend zu tief ins Glas geschaut haben. Der Heavy Rock der Kölner wirkt durch sein On-the-road-Feeling wie eine angenehm kühle, aufweckende Brise. Gitarrist Rolf Tanzius ist abermals das charismatische Aushängeschild dieser Truppe und begeistert durch seine Solos und die lässige Gestik.
Die ungekrönten Meerjungfrauen selbstloser Brutal-Musik-Salven geben anschließend sich die Ehre. JACK SLATER überzeugen immer wieder durch ihre authentische Art, die fulminante Konsequenz in ihrer Selbstironie und nicht zuletzt ihre überdurchschnittliche Spielkunst. Philosophische Ansagen wie „Ihr seid jung, ihr seid hässlich, was macht ihr hier?“ regen die letzten noch nicht ertrunkenen Gehirnzellen zum freudigen Diskussionszirkel an. Songs wie „Eisenwichser“ oder die „Kinderfresser“-Partitur in zwei Akten verbreiten hingegen banalere Freude und Frohlocken. Zusammen entsteht das Yin und Yang des perfekten Auftritts, der schmackhafte Cocktail zum zweiten Dong-Tag. Zum Wohl!
INSIGNIUM gleichen weniger einem Cocktail, sondern eher einem Bier: Solide, wenig exotisch, bewährt und gerne konsumiert. Der Seitenableger von Nordafrost schwingt die Death-Black-Metal-Keule. Das Zelt ist zu diesem Zeitpunkt zwar kaum gefüllt, die wenigen Anwesenden schauen jedoch interessiert dem Treiben zu. Richtig wach werden diese jedoch erst, als die Band zum Abschluss Sodoms „Sodomized“ covert.
SYNASTHASIAs Auftritt gleicht eher einem Heimspiel und ist daher eine sichere Sache. Die Band genießt sichtlich ihren besonderen Status und feuert zu Beginn erst einmal Songs ihrer neuen Platte „Instructed By The Devil“ ins Publikum. Der Titel „In Beer We Trust“ wird auch gleich passenderweise an die Location angepasst und so singt das Publikum lautstark „In Dong We Trust“ mit. Ein weiteres Highlight ist die temporäre Wiedervereinigung mit einigen Ex-Mitgliedern der Band, um gemeinsam den Dongianern noch einmal ordentlich einzuheizen. Mit dem wunderschönen „Discovery Of The Mask“ und dem Klamauk-Song „I Want To Fuck You In The Ass“ wird schließlich das sympathische Set beendet.
Klamauk gibt es bei ORPHAN HATE nicht. Die Berliner hatten bereits im vergangenen Jahr beinharten Thrash Metal im Gepäck und entpuppten sich schon damals als eine der größten Überraschungen des Festivals – einen Status, den die Truppe mühelos verteidigen kann. Shouterin Sina Niklas verwandelt sich vom unscheinbaren Metal-Fan in eine wütende Fronterin mit viel Kraft in den Lungenflügeln und der richtigen Gestik, um die Zuschauer aufzupeitschen. Hinzu kommt Bassist Jan Sadler, der sich seinen Fünfsaiter besonders hoch angelegt hat und durch wilde Fingerübungen brilliert. Kurzum: Mission erfüllt, Orphan Hate zählen auch 2010 zu den Höhepunkten des Festivals.
Zu diesen zählen RAINTIME nicht. Die Italiener spielen zwar durchaus ambitioniert auf, in ihrem Wust aus Power-Metal-Strukturen und viel Melo-Death-Riffing inklusive etlicher Keyboard-Teppiche, findet sich jedoch kaum ein Moment wieder, in dem sich die Band abheben kann.
ELVENKING heben sich hingegen durchaus ab – in erster Linie durch ihren typisch italienischen Kitsch. Die Folk-Klänge, gepaart mit viel Power Metal, wirken zum Teil schon so klebrig, dass man es der Truppe kaum noch übel nehmen kann. Dennoch erfordert es viel Kitsch-Toleranz, um sich hier vollkommen drauf einlassen zu können. Handwerklich lässt sich der Band jedoch kaum etwas vorwerfen. Als auch noch zwischendurch Skyclads Georgina auf die Bühne kommt, um die Band zu unterstützen, ist der Jubel groß.
Gastbeiträge haben PERSEFONE nicht nötig, um zu begeistern. Das erledigt der progressive Melo-Death von ganz alleine. Die zum Teil schwer zu verdauende Mixtur ist zwar nicht für jeden etwas, doch vor allem Technik-Fetischisten schauen hier begeistert zu. Für viel Freude sorgt auch das abschließende Star-Wars-Medley.
Kontrastprogramm: Nach dem Technik-Spektakel geht es bei DEBAUCHERY sehr viel weniger technisch versiert, dafür frontal und rockig zu. Blutüberströmt und mittlerweile als Trio agierend tritt die Band um Thomas Gurrath den Anwesenden in die Eier. Der Mix aus Death Metal und Rock‘n‘Roll-Riffs sowie einer gewaltigen Portion Groove zündet von Sekunde eins an. Songs wie „Blood For The Blood God“ oder „Back In Blood“ werden von den Fans, die die ersten Reihen bevölkern, lautstark gefordert. Thomas erfüllt die Wünsche gerne. Vor ihm liegt keine Setlist, die er blind herunterspielt. Stattdessen wird den Zuschauern die Wahl gelassen. Das Resultat aus dieser Kollaboration ist eine starke Setlist, die sowohl neuere Songs („Death Metal Warmachine“) als auch ältere Klassiker („Kill Maim Burn“) berücksichtigt.
Ein Highlight folgt aufs nächste: Die GRAILKNIGHTS erobern abermals den Donghügel. Mittlerweile ins späte Nachmittagsprogramm vorgestoßen, ist es auch in diesem Jahr bei keiner anderen Band so voll wie bei den Melo-Death-Superhelden. Zugegeben: Ein bisschen albern ist das Gepose, die Show mit all den Orks, Pferden und Verkleidungen schon. Aber eben auch unterhaltsam. Und es scheint sich auszuzahlen, Woche um Woche den Superhelden zu markieren: Mittlerweile hat die Band professionell angefertigte Rüstungen, zum Teil speziell angefertigte Instrumente und eine Heerschar an Fans, die mit fast schon religiösem Eifer die Schlachtrufe des Quartetts erwidern. Erklären lässt sich das auch dadurch, dass die Band nicht nur viel fürs Auge bietet, sondern auch richtig gute Songs, wie „When Good Turns Evil“ oder „Moonlit Masquerade“ dabei hat, die mit viel Epik und Melo-Death-Härte überzeugen können.
Danach ist es Zeit für den Besuch der Hausband: SKYCLAD sind wieder da. Vielen ein nerviger Dorn im Auge, ein Unkraut, das vom Dongberg nicht mehr weg zu bekommen ist. Immer das alte Lied – doch zum Glück haben Skyclad nicht nur eins davon: „Thinking Allowed“ oder „Spinning Jenny“ bringen den Saal zum Tanzen. Dieses Unkraut wird niemals vergehen! Zu Ehren des Jubiläums schlägt sich Liehr auch noch mal an den Drums und lässt damit einen lang gehegten Wunsch wahr werden. Skyclad sind und bleiben ein Unikat – live wie auf Platte. Traditionell, origineller und authentischer wirkt kaum eine Folk-Band.
Das Ende naht: Als letzte Band des Festivals stehen schließlich nach einer schier endlosen Umbaupause DIE APOKALYPTISCHEN REITER in den Startlöchern. Der Auftakt glückt: Während ein episches Intro vom Band dudelt, Dr. Pest sein Sadomaso-Outfit enthüllt und die Band unter schummerigem Licht die Bühne betritt, spricht Fuchs vom Bühnenrand ein Intro, bevor mit „Wir sind das Licht“ all die aufgestaute Energie entfesselt wird. Bassist Volk-Man eilt in Windeseile über die Bühne, schleudert seine lange Matte über die Schultern. Fuchs galoppiert wie ein Pferd von links nach rechts, strahlt dabei wie ein Honigkuchenpferd und weicht nur knapp Keyboarder Dr. Pest aus, der die ersten Reihen mit seiner Peitsche malträtiert, wenn er nicht gerade hinter seiner Sadomaso-Keyboard-Schaukel Platz nimmt. Eineinhalb Stunden lang fahren die Reiter einen Hingucker nach dem nächsten auf. Bei „Roll My Heart“ werden große Luftballons in die Menge geschmissen, während „Revolution“ lässt sich Fuchs in die Höhe schrauben und wedelt eine Fahne über den Köpfen der Besucher. In das Set haben sich zwar auch so Rohrkrepierer wie „Der Seemann“ eingeschlichen, Entschädigung erfolgt jedoch in Form von „Der Wicht“, „We Will Never Die“, „Reitermania“ und zu guter Letzt „Unter der Asche“ sowie „Metal Will Never Die“. Dass die Reiter damit lediglich ihr routiniertes Programm abspulen, vertuschen die Jungs aus Weimar mit viel Energie und zur Schau gestellter Spielfreude gekonnt. Und vielleicht macht ja das einen würdigen Headliner aus?
Diese Frage beschäftigt allerdings nur wenige, als nach neunzig Minuten Reitermanie Schluss ist. Im Zelt herrschen nach so viel Action beinahe tropische Temperaturen. Abkühlung verschafft die Nachtluft auf dem Dongberg, wo das zehnte Dong Open Air sein Ende findet. Mit dabei waren:
Dorian Gorr, Jenny Bombeck, Benjamin Gorr & Elvis Dolff
Tags: 2010, Bericht, Dong Open Air, festival
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