Posts Tagged ‘Geist’

EÏS – Re-Release von “Patina” und “Kainsmal”

Dezember 2nd, 2010

Interview mit Geist

Am 10.Januar werden die ersten beiden Alben der Band EÏS ( Ex-Geist) wieder erhältlich sein.

Bereits vor 2 Jahren kündigte die Band bereits an, die Alben zu bearbeiten. Nun kann man die CDs auf deren MySpace-Seite vorbestellen. Sowohl “Kainsmal” und “Patina” werden jeweils als Doppel-CD erscheinen. Diese beinhalten zum einen das Original enthalten, zum anderen auch eine komplett remasterte Version des jeweiligen Album.

Quelle: www.myspace.com/geistmetal

Interview: Eis

April 12th, 2010

Interview mit Eis | Alboin

Eis aus Geist

Interview: Dorian Gorr | Foto: Prophecy Productions

Alboin, Geist heißen nicht mehr Geist, sondern Eis. Der Grund ist ein Namensstreit mit einer Rock-Band aus Köln. Inwiefern hat diese Band das Recht dazu, euch dazu zu zwingen, den Namen abzulegen? Gibt es sie länger als euch oder was ist deren entscheidendes Argument?
Im Grunde waren wir nicht bereit, uns wirklich um einen Bandnamen zu streiten. Es ist ja schon armselig genug, dass sich zwei Bands dieser Größenordnung überhaupt über so ein Thema unterhalten müssen, aber die Damen aus Köln sahen ihre Rockstarkarriere durch uns offenbar ernsthaft gefährdet. Dem sind wir aus dem Weg gegangen, weil wir uns dann doch lieber miteinander über Musik als mit Anwälten unterhalten. Dieses Recht haben sie, weil die Kölner nachweislich seit 2000 existieren, wir erst seit 2005 unter diesem Namen – wenn auch im Grunde mit zwei i-Punkten, aber das spielt rein rechtlich nur eine untergeordnete Rolle. Damit haben sie das Namensrecht und sich gleichzeitig auch noch das Markenrecht gesichert. Insgesamt in einem Rechtsstreit eher schlechte Karten für uns.

Hätte man es nicht gegebenenfalls auf einen Rechtsstreit ankommen lassen können? Oder wäre klar gewesen, dass das eine teure Angelegenheit für euch wird?
Ja, das wäre für den Verlierer teuer geworden. Die Chance liegt zwar bei 50:50, aber das ist mir zu wenig, nur um zu beweisen, dass wir die dickeren Eier haben. Das weiß ich sicher und muss es niemandem beweisen. Das Geld haben wir jetzt in die Überarbeitung von „Patina“ und „Kainsmal“ gesteckt, und ich denke, da ist es besser aufgehoben. Meinem Verständnis nach muss man manche Streitangelegenheiten auch einfach anders klären als in Anzug und Krawatte vor Gericht, aber das ist wohl eher eine Black-Metal- denn eine Alternative-Rock-Einstellung.

Die Band heißt demnach von nun an Eis. Kennern der Band wird da auch sofort die Verbindung zum Namen Eismalsott, der Quasi-Vorgänger-Band von Geist, in den Kopf schießen. Zufall oder Absicht?
Natürlich ist das Absicht. Mir ist sehr wichtig gewesen, dass wir unsere Identität und möglichst viel unserer Vergangenheit für den neuen Bandnamen mitnehmen, und da gibt es nur ganz wenige Möglichkeiten. Ich denke, die jetzige Wahl ist eine gute. Letztlich ist mir der Name einer Band auch sehr viel weniger wichtig als das, was sie aussagt. Und da kann uns keine Band der Welt wegnehmen, was wir zu sagen haben.
www.myspace.com/geistmetal

Änderungen beim Barther Metal OpenAir

April 1st, 2010

Interview mit Geist | AlboinKaum schien das Billing komplett, gibt es bereits Veränderungen. Den Saalkaldte mussten absagen, da ein Mitglied der Band zur selben Zeit mit 1349 auf einem anderem Festival spielt. Dafür wurde EÏS (ehemals Geist) bereits als Ersatz gefunden. Außerdem hat sich die Band Execution aufgelöst und somit können Lost World Order live ihr Bestes geben.

Das komplette Billing mit sämtlichen Infos gibt es hier unter dem Menüpunkt Bands.

Quelle: Barther Metal Open Air

Geist: Namensänderung

März 16th, 2010

Die deutsche Black-Metal-Band GEÏST hat bekannt gegeben, dass sie fortan unter dem Namen EÏS aktiv sein wird. Die Truppe sah sich gezwungen ihren Bandnamen zu ändern, da eine Kölner Rockband, die sich ebenfalls Geist nennt,  nicht anders mit der Existenz einer weiteren Band gleichen Namens umgehen konnte, als dieser rechtliche Schritte anzukündigen.

Hier ein offizielles Statement von EÏS:

We, The Artists Formerly Known As GEÏST, have decided to re-name our band into EÏS. This decision is official from now on. EÏS will withdraw into its cavern for an uncertain time. What is certain is that we will be back one day this year, and even more certain: more resolute than ever.

If you wish to express your lack of comprehension for this decision, please directly send your lovely messages to an alternative rock band called GEIST from Cologne, founded in 2000 (www.myspace.com/geistrock), which have forced us to re-name our band by threatening us with law suits and fines. Certainly you will have heard of these guys. *cough cough!*

Well, seems you, our loyal listeners and fans, have made us really big and successful. At least too successful for the Cologne rock star boys to stand our overwhelming existence as GEÏST. Thank you very much – and expect our return later.

ARCHIV – METAL MIRROR #34

März 7th, 2010

Metal Mirror #34 Cover

Ausgabe als PDF herunterladen[Download als PDF] Ausgabe als Flash-Magazin aufrufen[Download als Flash]

INTERVIEWS

Interview mit Ihsahn

Ein weiteres Mal beehrt IHSAHN alle Fans von ausgefallener Musik mit einem Soloalbum. Der ehemalige Emperor-Chef hat es sich auch auf „After“, seinem dritten Soloalbum, nicht zu einfach gemacht: Saxophonisten, cleane Vocals und Videoblogs waren Bestandteil des Entstehungsprozesses. Dabei hatte der Norweger stets nur das eine Ziel vor Augen: Die Musik für sich selbst spannend zu halten und das eigene Ich ehrlich zu repräsentieren.

Das ganze Interview lesen


Interview mit Geist | Alboin

Fernab von stumpfer Satans-Thematik, Neu-Heidentum oder okkulten Riten nehmen GEIST auf ihrem aktuellen Album „Galeere“ einen Themenkomplex besonders ins Visier: Die unendliche Weite, Tiefe und Mystik des Meeres. Bassist und Bandgründer Alboin erklärt seine Faszination.

Das ganze Interview lesen


Interview mit Sammath | Jan Kruitwagen

15 Jahre und noch immer lebendig: In Australien gegründet, nach Holland ausgewandert und mit einem neuen Album am Start – SAMMATH. Die Band verfolgt auf „Triumph In Hatred“ nur ein Ziel: den eigenen Ansprüchen muss es genügen.

Das ganze Interview lesen


Interview mit Enter Shikari

Vor ihrem Auftritt in Köln standen ENTER SHIKARI, in Form von Sänger Roughton „Rou“ Reynolds und Gitarrist Liam „Rory“ Clewlow Rede und Antwort zum gegenwärtigen Album, dem erscheinenden Remix, intoleranten Schreihälsen und Backstage-Quatsch.

>> Das ganze Interview lesen


Interview mit Antares Predator

Astronomischer Metal: ANTARES PREDATOR zelebrieren auf ihrem Debüt einen wüsten Mix aus Black Metal, Thrash Metal und einer Handvoll Einflüsse quer durch alle Genres. Gründer und Gitarrist Øyvind Winther erklärt das Konzept des Albums und verbreitet viel astronomisches Wissen.

>> Das ganze Interview lesen


LIVE

Manowar live in Hannover

MANOWAR
(+ HOLYHELL + METALFORCE)

30. Januar – Hannover, AWD-Hall

Band oder Medienunternehmen? Mittlerweile ist bei MANOWAR nicht mehr ganz klar, in welche Kategorie die selbstgekrönten Könige des Heavy Metals fallen. Während Umbaupausen bei herkömmlichen Konzerten mit x-beliebiger Musik aus der Konserve gefüllt werden, kriegt man bei Manowar (unfreiwillig) einen hochtechnisierten Multimedia-Werbeblock geboten. Autogrammstunden werden angekündigt, Trailer für das kommende Album, das auf den Titel „Asgard Saga“ hören wird, abgespielt, Vorberichte für das nächste Magic Circle Festival gezeigt und Werbung für den von Magic Circle Music entwickelten Metal-On-Demand-Service gemacht.

>> Den ganzen Bericht lesen


Enter Shikari live in Köln

Montag Abend im Gloria in Köln. Enter Shikari sind nach einem Kurzbesuch als Vorband von Prodigy zurück in Deutschland.
Support ihrerseits ist Twin Atlantic, nachdem Story Of The Year kurzfristig abgesagt haben.

>> Den ganzen Bericht lesen


Marduk live in Köln

Zu den aufregendsten Metal-Packages zählt die Kombination aus Marduk und Vader wohl nicht mehr, dies ändert trotzdem nichts daran, dass das Kölner Underground bei MASTIC SCUM schon ordentlich gefüllt ist. Besagte geben auch von der ersten Minute an Vollgas, können mit ihrem Grindcore abgesehen von den ersten Reihe aber nur wenig reißen.

>> Den ganzen Bericht lesen


Geist live in Bitterfeld

Draußen herrschen eisige Minusgrade, doch das schreckt Black Metaller nicht ab. So sammeln sich geschätzte 100 Mann in der Festung Bitterfeld, um bei Under That Spell, Geist und Wandar einen gemütlichen Abend zu erleben.

>> Den ganzen Bericht lesen


REVIEWS

Ov Hell – The Underworld Regime

Fear Factory – Mechanize
Ihsahn – After

Angels Of Babylon – Kingdom Of Evil
Blackwood Creek – Blackwood Creek
Bruce Kulick – BK3
Coronatus – Fabula Magna
Deathbound – Non Compos Mentis
Delusive Mirror – Behind Closed Blinds
Elysion – Silent Scream
Fatalist – The Depths Of Inhumanity
Fluoryne – Dämmerung
Heavenly – Carpe Diem
Helloween – Unarmed
Keel – Streets Of Rock’n'Roll
Sacrifice – The Ones I Condemn
Sigh – Scenes From Hell
State Of Rock – A Point Of Destiny

The Fallen Within – Intoxicated
The Grotesquery – Tales Of The Coffin Born
The Murder Of My Sweet – Divanity
Under That Spell – Apotheosis
Wig Wam – Non Stop Rock’n'Roll

Keel – The Right To Rock (Re-Release)
Taake – Bjoergvin (Re-Release)


METAL MIRROR #34

März 1st, 2010

Metal Mirror #34 Cover

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INTERVIEWS

Interview mit Ihsahn

Ein weiteres Mal beehrt IHSAHN alle Fans von ausgefallener Musik mit einem Soloalbum. Der ehemalige Emperor-Chef hat es sich auch auf „After“, seinem dritten Soloalbum, nicht zu einfach gemacht: Saxophonisten, cleane Vocals und Videoblogs waren Bestandteil des Entstehungsprozesses. Dabei hatte der Norweger stets nur das eine Ziel vor Augen: Die Musik für sich selbst spannend zu halten und das eigene Ich ehrlich zu repräsentieren.

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Interview mit Geist | Alboin

Fernab von stumpfer Satans-Thematik, Neu-Heidentum oder okkulten Riten nehmen GEIST auf ihrem aktuellen Album „Galeere“ einen Themenkomplex besonders ins Visier: Die unendliche Weite, Tiefe und Mystik des Meeres. Bassist und Bandgründer Alboin erklärt seine Faszination.

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Interview mit Sammath | Jan Kruitwagen

15 Jahre und noch immer lebendig: In Australien gegründet, nach Holland ausgewandert und mit einem neuen Album am Start – SAMMATH. Die Band verfolgt auf „Triumph In Hatred“ nur ein Ziel: den eigenen Ansprüchen muss es genügen.

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Interview mit Enter Shikari

Vor ihrem Auftritt in Köln standen ENTER SHIKARI, in Form von Sänger Roughton „Rou“ Reynolds und Gitarrist Liam „Rory“ Clewlow Rede und Antwort zum gegenwärtigen Album, dem erscheinenden Remix, intoleranten Schreihälsen und Backstage-Quatsch.

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Interview mit Antares Predator

Astronomischer Metal: ANTARES PREDATOR zelebrieren auf ihrem Debüt einen wüsten Mix aus Black Metal, Thrash Metal und einer Handvoll Einflüsse quer durch alle Genres. Gründer und Gitarrist Øyvind Winther erklärt das Konzept des Albums und verbreitet viel astronomisches Wissen.

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LIVE

Manowar live in Hannover

MANOWAR
(+ HOLYHELL + METALFORCE)

30. Januar – Hannover, AWD-Hall

Band oder Medienunternehmen? Mittlerweile ist bei MANOWAR nicht mehr ganz klar, in welche Kategorie die selbstgekrönten Könige des Heavy Metals fallen. Während Umbaupausen bei herkömmlichen Konzerten mit x-beliebiger Musik aus der Konserve gefüllt werden, kriegt man bei Manowar (unfreiwillig) einen hochtechnisierten Multimedia-Werbeblock geboten. Autogrammstunden werden angekündigt, Trailer für das kommende Album, das auf den Titel „Asgard Saga“ hören wird, abgespielt, Vorberichte für das nächste Magic Circle Festival gezeigt und Werbung für den von Magic Circle Music entwickelten Metal-On-Demand-Service gemacht.

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Enter Shikari live in Köln

Montag Abend im Gloria in Köln. Enter Shikari sind nach einem Kurzbesuch als Vorband von Prodigy zurück in Deutschland.
Support ihrerseits ist Twin Atlantic, nachdem Story Of The Year kurzfristig abgesagt haben.

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Marduk live in Köln

Zu den aufregendsten Metal-Packages zählt die Kombination aus Marduk und Vader wohl nicht mehr, dies ändert trotzdem nichts daran, dass das Kölner Underground bei MASTIC SCUM schon ordentlich gefüllt ist. Besagte geben auch von der ersten Minute an Vollgas, können mit ihrem Grindcore abgesehen von den ersten Reihe aber nur wenig reißen.

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Geist live in Bitterfeld

Draußen herrschen eisige Minusgrade, doch das schreckt Black Metaller nicht ab. So sammeln sich geschätzte 100 Mann in der Festung Bitterfeld, um bei Under That Spell, Geist und Wandar einen gemütlichen Abend zu erleben.

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REVIEWS

Ov Hell – The Underworld Regime

Fear Factory – Mechanize
Ihsahn – After

Angels Of Babylon – Kingdom Of Evil
Blackwood Creek – Blackwood Creek
Bruce Kulick – BK3
Coronatus – Fabula Magna
Deathbound – Non Compos Mentis
Delusive Mirror – Behind Closed Blinds
Elysion – Silent Scream
Fatalist – The Depths Of Inhumanity
Fluoryne – Dämmerung
Heavenly – Carpe Diem
Helloween – Unarmed
Keel – Streets Of Rock’n'Roll
Sacrifice – The Ones I Condemn
Sigh – Scenes From Hell
State Of Rock – A Point Of Destiny

The Fallen Within – Intoxicated
The Grotesquery – Tales Of The Coffin Born
The Murder Of My Sweet – Divanity
Under That Spell – Apotheosis
Wig Wam – Non Stop Rock’n'Roll

Keel – The Right To Rock (Re-Release)
Taake – Bjoergvin (Re-Release)


Live: Under That Spell & Geist

Februar 14th, 2010

Geist live in Bitterfeld

UNDER THAT SPELL
(+ GEIST + WANDAR)

23. Januar – Bitterfeld, Festung Bitterfeld

Text & Foto: Carolin Teubert

Draußen herrschen eisige Minusgrade, doch das schreckt Black Metaller nicht ab. So sammeln sich geschätzte 100 Mann in der Festung Bitterfeld, um bei Under That Spell, Geist und Wandar einen gemütlichen Abend zu erleben. WANDAR eröffnen das Konzert und bieten einem lange und dabei sehr atmosphärische Black-Metal-Stücke, die vor allem durch ihre melodischen Soli gekennzeichnet sind. „Eldar“ lässt das Publikum ein wenig auftauen, was garantiert nicht nur an der Kerzendekoration auf der Bühne liegt. Als Opener sind Wandar eine angenehme Überraschung.

Anschließend betreten GEIST die Bühne und überzeugen durch die authentischen Seemanns-Outfits. Der Beginn erinnert zunächst ein wenig an den Film „The Fog“ und passt perfekt zum neuen Album „Galeere“ und so legen die in Nebel gehüllten, toten Kapitäne mit „Einen Winter Auf See“ los. Das Publikum bleibt jedoch ein wenig verhalten. An der Musik wird das aber nicht liegen, schließlich wirken Songs wie „Stille Wasser“ und „Kainsmal“ nahezu perfekt. Schade ist, dass der Epilog beim letzteren nicht dargeboten wird. Trotzdem zeichnet sich die Band durch ihre langen und epischen Stücke aus. Man muss dazu gar nicht headbangen, sondern genießt einfach nur. Bis zum Schluss geben Geist alles und runden ihr Set mit „Unter Toten Kapitänen“ ab. Danach verschwinden sie im Ausklang des letztens Songs totenstill von der Bühne, wie Geister eben. Und dann wird es laut.

UNDER THAT SPELL geben nicht nur ihr erst drittes Konzert, sondern sie feiern zudem ihre Release-Party. Grund genug, um dem Publikum einiges um die Ohren zu hauen. Nach einem kurzen Intro brüllt der Sänger die ersten Zeilen von „The Eldest Name Of God“ und der Rest der Band gibt alles dazu, was in deren instrumentaler Macht steht. Beim nächsten Song, „Under That Spell“, kommt das Publikum noch mehr aus sich heraus. Hin und wieder kann man einige bangende Köpfe erkennen. Rasant wie die Musik der Black Metaller und ohne große Reden geht es weiter mit „I Am The Prophet“, „Final March“ und „Below“. Dass die Herren auf der Bühne erst seit kurzem zusammen spielen, merkt man überhaupt nicht. Nach den doch schnellen Black-Metal-Songs, wird es mit „Their Last Creation“ und „Black“ etwas ruhiger und melodiöser. Den Abschluss für dieses leider zu kurze Konzert gibt es mit „Apotheosis“.

Interview: Geist

Februar 11th, 2010

Interview mit Geist | Alboin

Eine allmächtige Naturgewalt

Fernab von stumpfer Satans-Thematik, Neu-Heidentum oder okkulten Riten nehmen GEIST auf ihrem aktuellen Album „Galeere“ einen Themenkomplex besonders ins Visier: Die unendliche Weite, Tiefe und Mystik des Meeres. Bassist und Bandgründer Alboin erklärt seine Faszination.

Text: Dorian Gorr | Foto: Prophecy

Der gemeine Metaller kennt Wasser maximal als Hilfsmittel, um sich nach einem Festivalwochenende die Schlammkrusten vom Oberkörper zu entfernen oder auch als notwendiges Element zum Bier brauen. Dass Wasser nicht nur der Ursprung des Lebens, sondern auch eine allmächtige Naturgewalt darstellt, das rufen einem Geist in Erinnerung. Die Black-Metal-Band aus Bielefeld hat sich auf ihrem aktuellen Album „Galeere“ der Thematik des Meeres angenommen.

„Ich bezeichne das Album bewusst nicht als Konzeptalbum. Wir erzählen keine zusammenhängende Geschichte. Stattdessen werden verschiedene Aspekte des Meeres dargestellt. Man könnte von einer atmosphärischen Thematik sprechen. Es sind viele Facetten eines Bildes, das ich vor meinem inneren Auge habe, wenn ich an das Meer denke, und das so ähnlich aussieht wie das Cover des Albums. All diese Facetten muss man zusammenfügen, dann ergeben sie ein atmosphärisches Gesamtbild“, erklärt Chefdenker und Bassist Alboin den kleinen aber feinen Unterschied zwischen einem Konzept und einer thematischen Ausrichtung.

Und Geist haben keine Mühen gescheut. Nicht nur, dass die Musik mit viel Vorstellungskraft einen gewissen nautischen Charme hat und mit verschiedenen Samples gearbeitet wurde, auch die restliche Ästhetik der Band wurde diesem Thema angepasst. So zeigen sich die Musiker auf ihren neuen Bandfotos halb erfroren in Seemannsuniformen.

„Mich fasziniert an dem Thema diese Weite, die Verlorenheit, die das Meer ausstrahlt. Und auch die Stille. Man muss sich nur einmal vorstellen, wie es sich wohl anfühlt, wenn man 4000 Meter unter Wasser ist, wie unglaublich still es dort sein muss“, versucht Alboin seine Faszination für die endlosen Weiten der Ozeane in Worte zu fassen.

Thematisch habe man sich jedoch nicht nur auf persönliche Empfindungen gestürzt, sondern auch geschichtliche Themen verarbeitet.

„Der Song ‚Helike‘ erzählt die Geschichte der gleichnamigen Stadt, die faktisch untergegangen ist. Mich hat auch hier die Tatsache, dass eine Stadt im Meer untergeht, unglaublich interessiert und fasziniert, denn es verdeutlicht, was für eine Allmacht Wasser ist. Wasser wird als etwas archaisches, zerstörerisches dargestellt, als eine Naturgewalt. Ich bin mir sicher, dass diese Faszination auf menschliche Urängste vor Wasser, dem Ertrinken und dieser unkontrollierten Macht zurückgeht. So etwas ist sehr tief in uns verwurzelt“, ist sich der Bassist sicher.

Bei der Umsetzung des Themas in den verschiedenen Bereichen stand die Band zu ihrem Glück nicht alleine dar. Mit Prophecy Productions hat die Band eine neue Labelheimat gefunden, mit der sie sehr zufrieden ist.

„Wir haben in der Tat nach jedem vorherigen Release das Label gewechselt, aber das wird sich nun ändern. Wir haben mit Prophecy einen Vertrag über fünf Alben abgeschlossen. Das Label ist unglaublich professionell und sie haben uns sehr viel Arbeit abgenommen. Vorher musste ich mich noch um unzählige andere Sachen kümmern, jetzt wurde mir bei so Sachen wie Artwork oder Bandfotos unter die Arme gegriffen, weswegen man sich auf das konzentrieren kann, was wirklich zählt: die Musik“, lobt Alboin die neue Heimat.

Verbunden mit dem Vertrag mit Prophecy war auch die Möglichkeit, dass die Band bei Markus Stock, dem Hausproduzenten des Labels, aufnehmen konnte.

„Für mich war das ein langjähriger Wunsch, der endlich in Erfüllung ging. Schon in früheren Interviews kann man nachlesen, dass ich seit jeher gehofft hatte, einmal eine Platte bei Markus aufzunehmen, da ich von einer Mini-CD von Sun Of The Sleepless begeistert war. Hinzu kommt, dass wir beide uns ganz fantastisch verstehen und eine ähnliche Philosophie haben. Davon abgesehen ist er ein absoluter Profi, der zielgerichtet, verständnisvoll und immer ruhig bleibt“, schwärmt der Basser von dem Aufenthalt im Studio B.

Die rohe Black-Metal-Essenz, die das Vorgängeralbum „Kainsmal“ noch inne hatte, haben Geist damit hinter sich gelassen und begeben sich auf einen Pfad der druckvolleren, geschmeidigeren, aber auch erfreulich kalten Produktion.

„Die beiden vorherigen Alben produzierten wir selbst, da kann nicht das gleiche Ergebnis wie bei einem Profi herauskommen. Uns reichte das aber so nicht mehr. Wir werden auch unsere beiden vorherigen Alben, ‚Patina‘ und ‚Kainsmal‘, neu abmischen. Ich kann es nicht ertragen, zu wissen, welches Potenzial in diesen Songs steckt, und dass Außenstehende diese Songs nicht so hören können, wie es möglich sein sollte. Deswegen werden wir im Frühjahr ein Boxset herausbringen“, kündigt er an.

Der Blick in die Zukunft
Erst danach wird sich die Band an ein neues Album setzen, für das schon einige Pläne stehen. Erneut soll es um ein Thema gehen, das sehr stark mit menschlichen Urängsten verknüpft ist. Details möchte Alboin jedoch nicht verraten.
Fest steht jedoch, dass die Band zu dem Zeitpunkt ohne ihren jetzigen Keyboarder Faruk darstehen wird.

„Faruk schließt gerade seinen Doktor in Chemie ab und wird danach wegziehen, wodurch es zeitlich und von der Entfernung her unmöglich werden wird. Das ist sehr schade für uns, denn er ist ein toller Allround-Musiker und sehr visionärer Typ, der die Band immer bereichert hat“, gesteht Alboin.

Dennoch kann die Band voller Zuversicht in die Zukunft blicken. „Galeere“ ist das erste Album, das es über einen regulären Vertrieb bis in die Regale der Plattenläden schaffte und somit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich ist. Wohin Geist noch wollen und ob sie das Potenzial haben, um die Lücke, die Bands wie Nocte Obducta, Nagelfar und Lunar Aurora hinterlassen haben, zu füllen, das wird die Zukunft zeigen.

„Ob wir einmal die Spitze der Szene sein werden, das haben wir nicht zu entscheiden. Wir sind Teil einer neuen Generation, deren Alben vor zehn Jahren teilweise wie eine Bombe eingeschlagen hätten. Heute verliert sich das alles in den Weiten des Internets. Deswegen glaube ich, dass es große Szenespitzen nicht mehr geben wird, sondern sich alles stärker verteilt.“

www.geist.de