Posts Tagged ‘Metal’

Feuer frei: Die Metalnews des Tages – 1. März 2012

März 1st, 2012

Katatonia live in Köln

1. Katatonia berichten aus dem Studio

Die schwedischen Doom-Deather Katatonia haben ein erstes Lebenszeichen aus dem Studio entsandt – in Form einer Videobotschaft.

2. Neue Ausgabe von “Amtlich” bei Spiegel Online

Jeden Monat stellen auf Spiegel Online zwei Redakteure die wichtigsten Metal-Alben des Jahres vor. Diesmal dabei: Unisonic, Horisont, Cannibal Corpse und Overkill.

3. Joey Jordison plant Soloprojekt

Laut dem RockHard-Magazin hat der Slipknot-Trommler angefangen, an einem Soloprojekt zu arbeiten. Priorität würden trotzdem Slipknot genießen.

4. Peter Dolving ist bei The Haunted raus

Da scheint es gekracht zu haben: Beide Parteien wollen sich mit Details zurückhalten. Fest steht nur, dass Peter Dolving aufgrund persönlicher Differenzen The Haunted verlassen hat. Die Band sucht nun Ersatz.

5. Enthroned stellen ersten Song online

Die belgischen Black-Metaller gewähren einen ersten Einblick in das Ende März erscheinende Album “Obsidium”. Der Song heißt “Nonvs Sacramentum”.

Feuer frei: Die Metalnews des Tages – 17. Februar 2012

Februar 17th, 2012

 

Sabatons neues Album heißt "Carolus Rex". Foto: Nuclear Blast

1. Sabaton enthüllen Details zum neuen Album

Die schwedischen Power-Metaller Sabaton haben bekannt gegeben, dass ihr neues Album “Carolus Rex” heißen wird.

2. Naglfar melden sich mit 7-Inch zurück

Lange hat es gedauert, jetzt ist es soweit: Die schwedischen Black-Metaller Naglfar melden sich mit einer 7-Inch-EP zurück.

3. Unheilig veröffentlichen neues Video

Die Shooting-Stars stellten heute ihren neuen Clip zu dem Song “So wie du warst” vor.

4. ICS Vortex mit neuem Bassisten

Der ex-Dimmu-Borgir-Musiker wird an diesem Wochenende seinen ersten Auftritt bestreiten. Zeitgleich hat er jedoch auch zwei Line-Up-Wechsel zu verbuchen: Gitarrist ist ausgestiegen und an den Drums wurde Asgeir Mickelson durch baard Kolstad ausgetauscht.

Feuer frei: Die Metalnews des Tages – 16. Februar 2012

Februar 16th, 2012

 

Asphyx feiern Videopremiere von "Deathhammer"

Asphyx feiern Videopremiere von "Deathhammer". (Foto: D. Dumancic)

1. Asphyx feiern Videopremiere

Die holländischen Death-Metaller feierten heute die Videopremiere ihres Songs “Deathhammer”, der auf dem am 27. Februar erscheinenden Album drauf sein wird.

2. Slash gibt Album-Titel und -Artwork bekannt

Der Gitarrengott und ex-Gunner Slash hat den Titel und auch das Artwork seines neuen Albums bekannt gegeben.

3. Dead Congregation und Naglfar auf dem PartySan Open Air

Das PartySan Open Air verkündet zwei weitere Neuzugänge.

4. Sodom schreiben schon wieder neue Songs

Die Ruhrpott-Thrasher haben bekannt gegeben, dass sie sich schon wieder im Studio befinden. Der Nachfolger von “In War And Pieces” soll im Mai aufgenommen und im Spätsommer veröffentlicht werden.

5. Dong Open Air quasi komplett

Die Veranstalter vom Dong Open Air haben uns wissen lassen, dass das Line-Up des Dong Open Airs so gut wie komplett ist. Der Vorverkauf für das Festival wird am 26. Februar starten. Unser Tipp: Reserviert eure Karte rechtzeitig. In den vergangenen Jahren war das Festival stets binnen kürzester Zeit ausverkauft.

Die Samstags-Kolumne: Eine Seefahrt, ist die Metal?

Februar 4th, 2012

Kolumne von Alex "Skandor" Kreit

Der Kolumnist: Alex "Skandor" Kreit ist als Musiker und DJ im Metal-, Rock-, Gothic- und Mittelalter-Sektor tätig.

Verschiedene Metal-Mirror-Redakteure äußern sich in den jüngsten Kolumnen mit einhelliger Zerrissenheit: Festivals und Großkonzerte sind anstrengend, teuer und teilweise ernüchternd. Dennoch gehen wir immer wieder hin. Nicht nur, weil wir’s können oder müssen, denn Spaß macht’s ja doch irgendwie. Ein Hauch von Masochismus umweht die Ambivalenz zwischen Erholung und Tortur. Mit gesteigertem Alter wird dies so manchem (Ausnahmen bestätigen die Regel) zuviel und nicht wenige Ü30-90er neigen dazu, lieber in die “Früher-war-alles-besser”-Lethargie zu verfallen und mit dem Arsch auf dem Sofa kleben zu bleiben. Für nicht nur diese Zielgruppe gibt es nun seit ziemlich genau einem Jahr die Marktlücke schlechterdings: die Metal-Kreuzfahrt. Ab schlappe 666 Euro aufwärts – die noch viel teureren Flugkosten natürlich noch nicht inklusive! – kann der geneigte Frührentner gleichzeitig “Urlaub” in einem muffigen Innenkabinen-Massenlager machen und die Freuden von Livekonzerten in übersichtlicher Runde, direkt aus der Poolbar genießen. Als besonderes Schmankerl sitzt man auch noch mit den Stars im selben Boot und kann bei jeder sich bietenden Gelegenheit zusammen mit Guitar-Hero Lumppii Hyännen (oder anderen Star nach Wahl hier einfügen) beim Frühstücksbuffet in die Smartphone-Kamera grinsen. Die Ehrfurcht der daheimgebliebenen Facebook-Freunde sei schließlich in virtuellen Stein gemeißelt. Dafür lässt man dann als Geringverdienender auch gerne seinen Jahresurlaub nebst gesamter Ersparnisse sausen und verschuldet sich womöglich sogar freudig, nur um dabei gewesen zu sein.

Die existentielle Frage “Ist das Metal?” stellen natürlich nur Neider und Missgönner. Aber unter uns Kirchenbrand… äh… …brüdern: Selbst wenn man die in tropischer Hitze entstehenden Körpersäfte nicht so gerne als “ehrlichen Festivalschweiß” interpretieren möchte – das selige “Traumschiff ohne Sascha Hehn und stattdessen mit Lemmy hätten wir doch schon alle irgendwie geil gefunden, oder?

In diesem Sinne macht das, trotz zeitgleich stattfindender Katastrophe um die Costa Cadaver, wiederholt ausverkaufte Konzept gewaltig Schule. So sehr, dass schon der erste Spezialdampfer im Auslaufdock wartet: Die “Barge To Hell”, die welterste Butterfahrt mit ausschließlich “extremen” Metal-Themen von Schwedentod bis Teufelsblei. Und da wird selbst der Verfasser dieser Zeilen schwach. Wir sehen uns irgendwo da draußen!

Die Samstags-Kolumne: Eine Liebeserklärung

Januar 28th, 2012

Kolumne von Dorian Gorr

Der Kolumnist: Dorian Gorr ist seit 2004 Herausgeber vom Online-Magazin METAL MIRROR.

Seit ein paar Wochen habe ich einen Plattenspieler. Einen richtigen. Das war längst überfällig. Seit Jahren habe ich mit dem Gedanken gespielt, dabei aber immer abgewogen, ob sich die Investition für mich lohnt. Immerhin verbringe ich fast meine gesamte Zeit hinter irgendwelchen Rechnern. Die viele Musik, die ich als Musikjournalist dabei höre und hören “muss”, will ich schnell und komfortabel anhören, durchskippen und notfalls wieder aus meiner Playlist rausschmeißen können. Da bietet sich das Hören über den Rechner (natürlich mit guter Soundanlage) einfach an.
Dennoch: Für die unsterblichen Alben, die man nicht hört, weil es die Aufgabe ist, etwas über sie zu schreiben, sondern die man am Abend beim Bierchen auf der Couch anhören möchte, für diese Alben wollte ich einen Plattenspieler. Mittlerweile ist das Schmuckstück seit ein paar Wochen in Betrieb. Und ich habe viel gelernt.
Man fühlt sich der Musik weit mehr verbunden. Es ist ein richtiges Ritual, an das das Einlegen einer CD, geschweige denn das Mausklick-Laden einer MP3-Datei nicht einmal entfernt herankommen kann. Es beginnt damit, dass einen das Artwork einer Vinyl wirklich gefangen nimmt. Es gibt viel mehr zu entdecken, man sieht selbst auf bekannten Plattencovern so viele neue Details, die einem vorher noch nie aufgefallen sind. Es ist atemberaubend. Dann zieht man diese (im besten Fall) schwere Vinylplatte heraus, pustet einmal drüber und legt sie vorsichtig auf den Plattenteller. Die Nadel wird positioniert, heruntergelassen, der protektive Glaskasten geschlossen. Die Reise geht los.
Dadurch, dass man so viel “Aufwand” (in sehr deutliche Anführungszeichen gesetzt) betreibt, um an die Musik zu kommen, nimmt man diese viel bewusster wahr. Man fühlt eine ganz andere Verbindung. Das ist das hundertprozentige Gegenteil des eh zu vermeidenden Nebenbeihörens.

Dann folgt der Sound. Es mag wie ein High-Fidelity-Klischee klingen, das man nur allzu gern glauben möchte, obwohl man es eigentlich besser weiß, aber in diesem Fall entspricht es einfach der Wahrheit: Vinyl klingt anders. Es klingt viel wärmer und voller. Auf einer guten Anlage abgespielt, umarmt einen die Musik. Man kann sie unmöglich ignorieren.

Die Musik gewinnt in diesem Format so unglaublich viel Kraft. Ich habe schon jetzt einige meiner absoluten Lieblingsalben auf Vinyl. Von diesen Alben dachte ich im Vorfeld, dass sie eigentlich nicht mehr zu toppen wären; dass ich sie bereits vollkommen erschlossen hätte. Ich lag falsch. Diese ohnehin vergötterte Musik mit so viel Wärme zu erleben, ist eine unbeschreibliche Erfahrung, die ich nie wieder missen möchte. Es ist ein Rausch, wirklich. Fast intim. In diesen Momenten leistet man Bis-in-den-Tod-Schwüre für seine Lieblingsbands.

Die emotionalsten Momente, die man mit Musik haben kann, wird man auf diesem Weg machen können, da bin ich mir sicher. Als ich das erste Mal Golden Earrings Überalbum „Moontan“ auflegte und „Are You Receiving Me“ hörte, einer der für mich bedeutendsten Songs in meiner musikalischen Entwicklung (danke Papa!), hatte ich wirklich Tränen in den Augen, weil es mich so umhaute. Nie zuvor – so hatte ich das Gefühl – habe ich diesen Song so abgöttisch geliebt.

Ich bemitleide all die Leute, die solche Erfahrungen niemals machen werden, weil sie physische Tonträger für tot erklären und sich stattdessen lieber per Mausklick bei iTunes eine Datei herunterladen. Weil das doch komfortabler ist. Ich frage mich nur: Warum sollte gute Musik komfortabel sein? Gute Musik sollte kein Nebenbeiding sein. Nicht ein Instrument zur Ablenkung oder zur Hintergrundbeschallung. Gute Musik hat es verdient, dass man ihr die gesamte Aufmerksamkeit schenkt. So wie man es bei einem guten Film auch macht. Vor allem, weil man Musik dadurch ganz neu entdeckt, im besten Fall noch aufs Cover starrt oder die beigelegten Texte liest und auf sich wirken lässt. Es ist eine Rundum-Erfahrung, eine fast schon spirituelle Reise in die Welt der Musik.

Was ich mit all dem eigentlich nur sagen möchte, ist: Ich liebe dich, mein Plattenspieler.

Feuer frei: Die Metalnews des Tages – 4. Januar 2012

Januar 4th, 2012

1. Gibt es bald neue Dio-Songs zu hören?

Der Ex-Dio-Gitarrist Tracy Grijalva hat noch ein paar Songs in der Hinterhand, die er gemeinsam mit Dio geschrieben hat. Diese sollen demnächst erscheinen.

2. Lacuna Coil posten zweiten Teaser-Clip

Die italienischen Gothic-Metaller haben den zweiten von sechs Teaser-Clips zu ihrem am 20. Januar erscheinenden Album “Dark Adrenaline” veröffentlicht.

3. Eluveitie veröffentlichen zweiten Vorab-Song

Auf der Facebook-Seite der Folk-Band aus der Schweiz kann man den zweiten Vorabsong des im Februar erscheinenden Albums “Helvetios” anhören. Der Titel heißt “Rose For Epona”. Bandchef Chrigel kommentiert:The song “A Rose For Epona” appears about in the middle of the storyline – so, it tells about the time when the gaulish war broke out already. The Helvetians decided to leave their homeland and migrate to the west coast of Gallia, to start a new life there. In the time the song tells about, many Helvetians had to face pretty much shattered hopes. And so does the protagonist, from whose viewpoint the song is written: A young gaulish woman. She was part of the helvetic migration, but after the battle of Bibracte, all hopes that she and her people would ever reach their new home were torn to pieces. Furthermore you can imagine: She probably had lost her husband on the battlefields of Bibracte and she had to face fact that she can be glad if their common newborn child would not be killed and she herself would be sold into roman slavery. To sum it up: Her situation was desperate. In this situation “our” young gaulish woman despairs, can’t accept her fate and turns to her goddess Epona… and accuses her for having forsaken her people. This is what the song expresses.

On a historical note: “Epona” was a gaulish goddess which was, among other things, in charge of taking care of horsemen and the cavallery. All over Gallia there were Epona temples where people traditionally offered up freshly cut roses or rose petals to their goddess.“

4. KISS melden sich aus dem Studio

In einer einminütigen Videobotschaft hat sich KISS-Fronter Paul Stanley aus dem Studio zu Wort gemeldet. Demnach ist das Album innerhalb der nächsten zwei Tage fertig und soll das beste KISS-Album aller Zeiten sein. Große Worte…

5. James LaBrie arbeitet an drittem Soloalbum

Der Fronter von Dream Theater hat auf seiner Facebook-Seite bekannt gegeben, dass er derzeit an seinem dritten Soloalbum arbeitet.

Feuer frei: Die Metalnews des Tages – 2. Januar 2012

Januar 2nd, 2012

1. Shining stellen Studioblog online

In einem extra dafür eingerichteten Blog, bieten Shining einen ersten Einblick in ihre aktuelle Arbeit im Studio. Von nun an wird die Band regelmäßig per Videobotschaft aus dem Studio berichten.

2. Jon Oliva’s Pain spielen “Hall Of The Mountain King” live

Auf dem Bang Your Head Festival werden Jon Oliva’s Pain das ganze Kultalbum “Hall Of The Mountain King” am Stück spielen.

3. Jahresrückblick von RockHard-Chefredakteur Götz Kühnemund

Der Chef vom RockHard-Magazin spricht in seinem Jahresrückblick nicht nur über Heavy Metal, sondern unter anderem auch über Kommunalpolitik.

4. Phil Demmel erinnert sich an Dimebag Darrell

Der Gitarrist von Machine Head erinnert sich in diesem Video an den legendären Pantera-Gitarristen.

5. Sabaton geben erste Infos zum neuen Album bekannt

“We can now confirm the rumors, the new Sabaton album will be called CAROLUS REX and in a few days we will start recording it.”

Anime + Metal = Imaginary Flying Machines – Princess Ghibli

April 15th, 2011

Das italienische Label Coroner Records (Disarmonia Mundi, Blood Stain Child uvm.) hat eine Zusammenstellung von extremen Metalversionen, bekannter Animesongs aus dem Hause Studio Ghibli veröffentlicht. Den Trailer dazu gibt es natürlich hier:

Quelle: Coroner Records

Titelstory: Heavy Metal und Humor

September 27th, 2010

J.B.O.

Verstehen Sie Spaß?

Passen Heavy Metal und Humor zusammen? Glaubt man den erzkonservativen Heavy-Metal-Fans, lautet die Antwort: Nein. Doch der Erfolg von Bands wie J.B.O belehrt alle Zweifler eines besseren. Humor ist längst ein kommerziell ernstzunehmender Faktor geworden, den die Bands – ob bewusst oder unbewusst – verinnerlichen und in Form lustiger Outfits, obskurer Bühnenshows und ulkiger Ansagen ausleben. „Verballhornung, Blasphemie und Klamauk!“ schreien die einen; „Ist doch ganz lustig…“, behaupten die anderen. METAL MIRROR versucht Ursachenforschung zu betreiben und merkt dabei: Nicht nur die Musiker sind sich bei diesem Thema uneins.

Text: David Dankert, Elvis Dolff und Dorian Gorr

Sie haben ein gespaltenes Verhältnis zueinander: der Humor und der Heavy Metal. Das mag vielleicht daran liegen, dass beide oft ein gänzlich anderes Weltbild vertreten. Der Humor will belustigen, der Heavy Metal finstere Szenarien ausmalen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Denn Heavy Metal und Humor haben etwas gemeinsam: beide wollen unterhalten. Auch wenn sich manch ein gestandener Black-Metal-Musiker auf einem unheiligen Kreuzzug gegen Christentum und Establishment sieht, befassen sich die meisten Zuschauer aus Interesse an Musik und aus Unterhaltungsgründen mit der Band. Warum also letztlich nicht einen Schritt weitergehen und Heavy Metal mit Humor, letztlich die Ursprungsform der leichten Unterhaltung, kombinieren?

Dass diese Kombination funktionieren kann, steht eigentlich überhaupt nicht zur Debatte. Das prominenteste Beispiel sind zweifellos J.B.O. Die Band aus Süddeutschland gehört zu den ersten, die sich trauten, ihren Heavy Metal in einem ulkigen Spaßkonzept unterzubringen. Einen wirklichen Grund hatte die Band eigentlich nicht. „Wir haben es einfach gemacht. Es gab da nicht einen besonderen Moment der Erleuchtung. Wir mochten Heavy Metal, wir wollten gerne was lustiges auf der Bühne machen, also ist das einfach passiert“, blickt Sänger und Gitarrist Vito heute zurück. Allerdings seien er und Mitgründer Hannes schon zu Schulzeiten als

Klassenclowns aufgefallen.

Vorbilder gab es zu der Zeit kaum. Bands wie GWAR, die Jahre später durch vollkommen abgedrehte Bühnenshows auffielen und ihr Image derartig lebten, dass ein normales Interview nicht länger möglich war, gab es noch nicht. „Für uns gab es kaum Vorbilder. Wenn dann fällt mir Otto Waalkes ein. Dessen Humor hat mir immer gut gefallen. Die einzige Band, die Rockmusik mit lustigen Texten machte und teils auch schon Cover-Versionen schrieb, waren die Rodgau Monotones. Deren Shows haben Hannes und ich unabhängig voneinander besucht – da kannten wir uns noch gar nicht“, erklärt Vito.

Die Cover-Idee blieb jedoch hängen und hat sich bewährt – nicht nur bei J.B.O. Auch Bands wie die Excrementory Grindfuckers haben sich in erster Linie dadurch einen Namen erspielt, dass sie Grindcore und Death Metal mit Schlager-Covern und einer Menge Ulk kombinierten. Die Kombination scheint einfach zu wirken. „Wenn man bekannte Songs in ein anderes Licht rückt, dann haben die Leute direkt einen Bezug dazu, aber dadurch dass es anders ist, finden die Zuschauer es eben lustig“, versucht sich Rob, Gitarrist der Excrementory Grindfuckers, an einer Erklärung.

Eines haben die Excrementory Grindfuckers allerdings mit den J.B.O. gemeinsam: Sie beide versuchen seit Jahren das Image der Cover-Band loszuwerden. „Wir definieren uns mittlerweile nicht mehr über diese Cover-Songs und wollen wirklich von dem Image weg. Klar, wir spielen davon immer noch Songs, aber wir sind der Meinung, dass unsere eigenen Songs besser ankommen“, ist sich Rob sicher.

Ähnlich beschreibt das auch Vito: „Das ist einfach der Drang des Musikers in einem. Wir sind wegen der Cover bekannt geworden, aber wir wollten zunehmend zeigen, was wirklich in uns schlummert.“ Es scheint ein Fluch der durch Cover-Songs bekannten Bands zu sein, dass ihnen oft die musikalische Glaubwürdigkeit abgesprochen wird. „Die Leute erkennen nicht, dass das Umkomponieren solcher Songs ebenfalls eine sehr anspruchsvolle, musikalische Arbeit ist“, beschwert sich Vito.

Doch dieses Phänomen ist nicht nur auf die Bands beschränkt, die humoristische Cover-Songs spielen. Mit dem Problem schlagen sich alle Bands herum, die ein humoristisches Konzept mit Heavy Metal paaren. „Natürlich sind wir eine spaßorientierte Truppe. Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass viele diesen gewollten Spaß mit einem Mangel an Ernsthaftigkeit verwechseln. Wir müssen nicht lustig sein, weil wir für ernsthafte Musik nicht das Potenzial haben. Viele Leute denken, dass wir stinkbesoffene Trunkenbolde sind, die schnell irgendwas zusammenscheißen und das als neues Grindfuckers-Album verkaufen. Dabei steckt da genau so viel Arbeit hinter wie in allen anderen Bands auch“, weiß Rob aus eigener Erfahrung.

Mehr als nur Musik

Von viel Arbeit kann auch eine andere Band ein Lied singen: Offiziell kommen sie aus Castle Grailskull, unter der Hand munkelt man,Grailknights dass sich dieser ominöse Ort in Hannover und Umgebung befindet: Die Grailknights. Mit J.B.O, den Excrementory Grindfuckers und Konsorten ist die Band nicht zu vergleichen. Ihre Art von Humor drückt sich weniger durch Texte oder musikalischen Ulk aus, sondern einzig und allein durch die Bühnenshow. In Superhelden-Outfits turnt die Band über die Bühne, posiert in Capes und glänzt durch pathosreiche Ansagen. Ob in Interviews oder auf der Bühne: Die Grailknights bewahren ihr Konzept. Ihr Publikum bezeichnen sie als den Battlechoir und Konzerte als Schlachten. Auf der Bühne wird jede Menge Spektakel veranstaltet. Stoffdinosaurier, Orks, der Erzfeind Dr. Skull und bierspendende Pferde tauchen auf und lassen einen dabei beinahe vergessen, dass das Quartett nicht nur eine aufwändige Show, sondern auch echt gute Songs zu bieten hat. Lord Lightbringer, Gitarrist der Band, ist sich dieser Gefahr bewusst, sieht die Band aber auch nicht notwendigerweise als humoristisch an: „Wir machen auf der Bühne ja keine Witze. Wenn Humor entsteht, dann nur dadurch, dass wir viel mit dem Publ-….ähh Battlechoir kommunizieren. Dadurch entstehen natürlich Situationen, die komisch sind. Aber in erster Linie wollen wir nicht lustig sein, sondern einfach nur eine gute Show bieten.“

Des Potenzials dieser Show sind sich die Grailknights mittlerweile bewusst. Der Erfolg hat der Band Recht gegeben. Auf dem Dong Open Air knieten mehrere hundert Zuschauer vor der Bühne nieder, Fans verkleideten sich als Superhelden und feierten die Truppe auch morgens schon zu früher Stunde ab. Das Konzept hat funktioniert. Lord Lightbringer versucht sich an einer Erklärung: „Man muss als Band heute mehr bieten als nur Musik – eine Art Markenzeichen. All die großen Bands haben so etwas. Bei Slayer, Rammstein oder KISS weiß man, was man geboten bekommt. So etwas haben wir auch versucht.“ Und es prompt geschafft.

Mit Bier zu Spaß

Einen eigenen Stil, der als Identität funktioniert, haben sich mit Sicherheit auch die Bier-Metaller Tankard erarbeitet. „Mitte der Achtziger, als alle möglichen Genres aufkamen, haben wir unser zweites Demo ganz einfach Alcoholic Metal genannt“ erklärt Gerre, Vokalist der Frankfurter Thrasher, die Entwicklung   des eigenen Stils. „Das Ganze ist einfach dem geschuldet, wie wir selbst drauf sind, wir haben immer Spaß bei der Sache und nehmen uns selber nicht so ernst.“ Auch wenn Tankard trotz sichtbar ausgelebtem Spaß auf der Bühne nicht als typische Fun-Metal-Band zählen, hat das Bier-Image für ähnliche Kritik gesorgt, wie bei den Grindfuckers oder J.B.O. „Wir sind auch immer etwas unterschätzt worden. ‚Ach ja, das ist die Fun-Band, die machen nur Spaß, gehen auf die Bühne, sind betrunken und können ihre Instrumente nicht spielen.‘ Dabei sind wir genauso eine Thrash-Band wie alle anderen auch, haben unsere Qualitäten und Nicht-Qualitäten. Aber nach 28 Jahren Tankard interessiert mich das echt nicht mehr“, hält Gerre fest.

Und so gab es zwischendurch – man könnte es fast als Trotzreaktion deuten – einen bewussten Schritt in Richtung Spaß: Mit ihrem Nebenprojekt Tankwart veröffentlichten die Frankfurter 1994 und 1996 zwei Alben, die vorwiegend Neue-Deutsche-Welle- und Schlager-Cover enthalten. „So etwas wollten wir machen, seitdem wir 1992 „Freibier für alle“ veröffentlicht hatten. Daraus ist die Idee entstanden“, erklärt Gerre. Das Projekt war kurzzeitig so gefragt, dass die Songs nicht nur auf eigenen Tankwart-Shows gespielt wurden, sondern auch ihren Weg ins Tankard-Set fanden. Irgendwann war jedoch die Luft raus. „Die Jungs haben nicht mehr wirklich Bock darauf, Songs nachzuspielen, aber man soll ja niemals nie sagen. Vielleicht wache ich eines Morgens auf und habe eine grandiose Idee, mal sehen.“

Fast zeitgleich zu Tankwart kriselte es bei den Ruhrpott-Thrashern Sodom. Mastermind Tom Angelripper stand nach dem Weggang von Atomic Steif und der Inhaftierung von Gitarrist Dirk „Strahli“ Strahlemeier plötzlich allein dar. Aus einer Not und dem eh schon bestehenden Image „Onkel Toms“ als partytauglicher Metaller entstand sein Soloprojekt, ein weiterer Vertreter des Party-Metals. Die Mission: deutsche Trinklieder zu spielen, „die passen und die man gut verrocken kann“. „Uli Pösselt, mein Produzent damals, meinte, dass ich ja bekannt dafür sei, richtig zu feiern. So kam der Stein ins Rollen. Wir suchten uns Titel aus und haben sie umarrangiert“, so Tom.

Dabei sei ihm klar gewesen, dass das ein einmaliges Projekt werden solle. Sinn und Ziel: Auf einem Festival, wo die unterschiedlichsten Gattungen vertreten sind, solle es eine Band geben, bei der sich alle in den Armen liegen, weil sie die Leidenschaft für Bier teilen. Obwohl hier eine gewisse Absicht erkennbar scheint, ist das Projekt wohl ebenso wenig hundertprozentig gewollter Humor. Es sind Partysongs, Lieder zum Mitgrölen und Mitfeiern – trotzdem bleibt es hart und thrashig, ähnlich wie bei Tankard. „Die haben auch einen richtig guten Humor, die haben ihren Ruhrpott-Humor, wir unseren Hessen-Humor“, so Gerre von Tankard lachend auf die Frage nach der Beziehung zueinander. Eine gleiche Einstellung teilen die beiden Sänger ohnehin: „Unsere Komik kommt von außen, von alleine, unbewusst“, wissen sowohl Tom als auch Gerre.

Die Suche nach Gegnern

Das ist bei einer Band wie J.B.O. oder den Excrementory Grindfuckers anders. Sie legen es drauf an, lustig zu sein und rufen entsprechend auch mehr Kritiker auf den Plan. „Es gibt natürlich viele Metal-Fans, die finden uns total unlustig. Aber davon lassen wir uns doch nicht den Spaß verderben“, stellt J.B.O.-Gitarrist Vito klar. Excrementory-Grindfuckers-Gitarrist Rob sieht das ähnlich: „Es ist absolut okay, wenn man uns scheiße findet. Ich kann es nur nicht leiden, wenn die Leute nicht tolerant genug sein können und uns einfach ignorieren, sondern  uns stattdessen regelrecht feindselig begegnen.“

Keine Frage: Kritische Stimmen gibt es etliche. Doch offiziell äußern möchte sich kaum jemand. Auf dem Festival-Zeltplatz wird lautstark geunkt, doch kaum jemand möchte derjenige sein, der sich traut, im Rahmen eines Interviews Kritik anzubringen. So gestaltete sich die Suche nach Kontrastimmen für diesen Artikel als reine Tortur. Der A&R-Chef eines großen deutschen Heavy-Metal-Labels, der auf einem Festival noch über alle auftretenden Fun-Bands meckerte, möchte sich Wochen später nicht dazu äußern und relativiert in seiner E-Mail: „Natürlich passen Humor und Heavy Metal zusammen. Es gibt ja mehr als genug Beispiele, deren Erfolg das belegen. Das Zitat („Heavy Metal und Humor passen nicht zusammen“ – Anm. d. Verf.) ist meine rein subjektive Meinung, weil mir persönlich Bands, die auf die Humorschiene setzen, zu 99 Prozent nicht gefallen.“

Ähnlich schwierig ist es, Musiker zu finden, die sich öffentlich dazu äußern wollen. Fast beleidigt fühlen sich manche Bands, die von den Autoren als potenzielle Kandidaten angeschrieben wurden. „Nur weil ich den Black Metal rituell zelebriere, heißt es noch lange nicht, dass ich spaßbefreit bin! Dass ich so zielstrebig als Kontrakandidatin ausgewählt worden bin, spricht Bände…“, antwortet beispielsweise die Sängerin einer deutschen Black-Metal-Band auf unsere Anfrage.

Fündig werden wir schließlich in einem Musiker, der selbst seit vielen Jahren Heavy-Metal-Fan ist und in einer Thrash-Band spielt: Infernal von den schwarzen Kutten-Thrashern Desaster. „Mir sagt das überhaupt nicht zu“, gibt der Gitarrist unverblümt zu. Es war die dunkle Seite des Lebens, Thematiken wie Tod und Teufel, die Infernal in den Bann des Heavy Metals zogen und sein Verständnis von dieser Musik prägten. „Wenn dann Bands auftauchen, die Comedy-mäßig unterwegs sind, trifft das einfach nicht meinen Geschmack.“

Vor allem die Cover-Versionen diverser Bands stoßen Infernal bitter auf: „Ein Bekannter hat mir letztens die CD einer Band gezeigt, die Metal-Klassiker in A-Capella-Versionen umwandeln (gemeint sind wohl Van Canto, die aber nicht typischerweise als Fun-Band zählen – Anm. d. Verf.). Da frage ich mich, wieso die Leute für so etwas Geld ausgeben, anstatt sich die Originale zu kaufen.“ Auch J.B.Os alberne Texte zu Metallica-Versionen sprechen ihn überhaupt nicht an. Als verbohrt würde er sich jedoch nicht bezeichnen. „Wir von Desaster sind jetzt auch keine Band, die auf superevil oder intellektuell macht, aber Heavy Metal sollte einfach bodenständig sein. Wir verbieten auf keinen Fall den Leuten Spaß zu haben, das haben wir ja auch, wenn wir auf Tour gehen. Aber deswegen muss ich das ja nicht in meine Musik einbauen und lustige Texte einbringen.“

Klare Ansage: Spaß und Unterhaltung sollen auf anderem Weg vermittelt werden, nämlich durch Stageacting und auf der Bühne dargebotene Spielfreude. Nicht durch rosa Kostüme, Cover-Ulk oder Schlagertexte. „Humor ist auch nur Geschmackssache, aber wenn ich Comedy haben will, dann schaue ich mir lieber Jim Carrey im Fernsehen an. Das finde ich wirklich witzig. Und es ist keine Heavy-Metal-Verarschung“, resümiert der 37-Jährige.

Noch härtere Worte findet einer, der in den Fußstapfen Desasters wandelt und ein noch konservativeres Verständnis von Heavy Metal zu haben scheint: Erazor-Sänger Benne (nein, nicht unser gleichnamiges Redaktionsmitglied – Anm. d. Verf.): „Heavy Metal mit Spaßtexten ist nicht minder unerträglich und überflüssig wie das pseudophilosophische Gefasel manch selbsterklärter Black-Metal-Denker, die sich verquaster Sprache im Weltschmerz suhlen. J.B.O. und die Grailknights sind der personifizierte Ausdruck der Belanglosigkeit und Oberflächlichkeit, die mit dem gemeinem Spiderschwein-gröhlenden Kirmesbesucher auf Wacken in die Metal-Szene Einzug erhalten hat. Musik wird zum Hintergrundphänomen einer Jugendsubkultur, die sich vor allem über ein erstaunliches Maß an Idiotie definiert. Und die selbsterklärten „Spaßbands“ liefern den Soundtrack dazu. Da kommt zusammen, was zusammen gehört.“

Gefangen im Humor-Käfig?

Harte Worte wie diese sind Bands wie die Excrementory Grindfuckers gewohnt. Gitarrist Rob glaubt die Gründe zu kennen: „Für viele ist Heavy Metal mehr als nur Musik, es ist eine Lebenseinstellung. Es kann natürlich sein, dass sich diese Leute bloßgestellt fühlen, weil wir an dem rütteln, woran sie glauben. Dadurch fühlen sich viele persönlich angegriffen“, mutmaßt er. Vor allem im Grindcore-Lager würden viele Fans mit starker Ablehnung auf die Band reagieren, da sie den Genrenamen mit ihrem Bandnamen belegt hätten. Auf gewisse Art und Weise könne er es ja schon nachvollziehen, gibt Rob zu, vor allem da er die Grindfuckers überhaupt nicht als Grind-Band versteht.

Auf völliges Unverständnis trifft die Kritik hingegen bei J.B.Os Vito. „Ich kann das einfach nicht nachvollziehen. Man sollte über alles lachen können und dürfen. Leuten, die einem sagen, dass das nicht zusammengehört oder man das nicht darf, sage ich nur: Fickt euch! Man muss vor allem über sich selbst lachen können. Ich finde es peinlich und traurig, wenn man das nicht kann.“
Jemand der zum Teil täglich in rosa Klamotten auf die Bühne steigt, der nimmt sich definitiv selbst nicht zu ernst. Dennoch ist auch Vito wichtig, dass man ihn und JBO als ernstzunehmende Musiker versteht. „Uns hat es immer geärgert, wenn die Leute uns als Bierzelt-Band abtun wollten, die nur Texte übers Ficken und Saufen haben“, so der Gitarrist, der  J.B.O. einer Karriere als Englischlehrer am Gymnasium vorzog.

Lord Lightbringer, Hobby-Superheld und Gitarrist bei den Grailknights, sieht das mit den kritischen Stimmen weniger eng. „Natürlich werden wir auch heute noch oft mit Leuten konfrontiert, die uns richtig scheiße finden. Aber wir stoßen zunehmend auf Akzeptanz, weil die Leute sehen, dass wir unser Ding seit Jahren knallhart durchziehen. Außerdem bin ich froh, dass es die Nein-Sager gibt. Von denen kann man auch erfahren, wie man das eigene Konzept noch besser ausarbeiten kann. Man kann als Band natürlich nicht alle vereinen. Wir sind schon ganz froh über unsere Ecken und Kanten.“

An solchen Ecken und Kanten arbeiten auch die Excrementory Grindfuckers, bei denen die Zukunft sehr viel variabler scheint als bei den Grailknights und J.B.O., deren Stil sich zwar auch stetig weiterentwickelt hat, von denen man aber zukünftig keine musikalische Kehrtwende erwarten sollte. „Bei uns ist alles offen. Wir möchten nicht nur über den stumpfen Kram definiert werden. Natürlich wird es immer alberne Parts geben, aber manchmal möchten wir uns selbst auch künstlerisch und kreativ Luft machen. Der Humor muss nicht immer so offensichtlich sein, es darf auch unterschwellig skurril sein. Wir wollen nicht Gefange in einem Humorkäfig werden“, so Rob.

Ob sich Grindcore-Fans oder Musiker wie Infernal und Benne dann mit einer Band wie den Grindfuckers anfreunden könnten, steht aber vermutlich auf einem ganz anderen Blatt. Der Name der Band (und das gilt nicht nur für die Excrementory Grindfuckers) wird wohl auf ewig mit Ulk und Humor verbunden sein. Und Humor und Metal funktioniert eben nicht für jeden.

Neues Album von Atrocity Feat. Yasmin

Juli 9th, 2010

„Ethno meets Metal“ heißt das Motto des neuen Atrocity Albums „ After The Storm“. Das neue Werk der Band um Mastermind Alex Krull wurde in Zusammenarbeit mit der höchst talentierten Sängerin Yasmin aufgenommen und wird im September erscheinen.

Quelle: Napalm

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